Weil ich kein Reichsdeutscher bin

Gestern gab es zunächst einen Anruf mit unterdrückter Rufnummer. Keine Ahnung ob das was mit diesem Beitrag zu tun hat, denn bei unterdrückten Rufnummern gehe ich meistens nicht ans Telefon.

Dafür kam gestern noch eine Mail von einer TV.Produktion die im Auftrag des WDR einen Filmbeitrag machen sollen. Dazu wollte man, dass ich mal den Chef der Firma anrufe. Die Mail wurde erst heute gelesen, und der Anruf erfolgte umgehend. Zunächst hatte ich keinen Erfolg.  Also wurde eine Mail geschickt.

Eine Stunde später fand das Telefonat dann statt.

Der Chef der Produktionsfirma teilte mir mit, dass er einen Film über Reichsdeutsche und Selbstverwalter machen soll. Er war schon sehr vorsichtig, weil er wahrscheinlich wusste, dass Gespräche mit diesem Klientel sehr unschön werden können.

Ich erklärte ihm, dass ich zwar durchaus Verständnis für diese Leute hätte, aber der Meinung bin, dass das uns nicht wirklich weiterhelfen kann. Reichsdeutsche erkennen ja die Gültigkeit des Grundgesetzes nicht an, ich dagegen verlange ausdrücklich die Beachtung des Grundgesetzes. Damit scheide ich schon automatisch als Reichsdeutscher aus. Mein Gesprächspartner wollte dann noch wissen, ob ich denn auch einen Ausweis hätte. Natürlich habe ich den.

Selbstverwalter bin ich auch nicht, denn wir leben alle in einer Gesellschaft, in einem Land, und da kann halt nicht jeder machen was er will. Auch kann es hier nicht für jeden andere bzw. seine eigene Gesetze geben. Hier gilt das Grundgesetz und nicht die Scharia, und auch nicht das persönliche Gesetz von Lieschen Müller.

Allerdings teilte ich dem Gesprächspartner auch mit, dass es durchaus einige Merkwürdigkeiten im Grundgesetz gibt. Z. B. steht dort noch immer, das der Bund die Aufwendungen für die Besatzungskosten trägt, und das obwohl wir doch angeblich längst souverän sein sollen, was übrigens selbst der Bundesminister Schäuble vor einiger Zeit bestritten hatte. Und die Aussage von Sigmar Gabriel am 27.02.2010 beim SPD-Parteitag in Bochum, wonach wir gar keine Bundesregierung haben, und Angela Merkel nur Geschäftsführerin einer Nichtregierungsorganisation sei, wirft natürlich auch Fragen auf. Besonders auch wenn man sieht, wer da alles applaudiert hat.

Dann wollte er wissen welche Motivation es für BEAMTENDUMM gibt. Ich habe ihm dann einiges erzählt. Z. B. über meine Geschäfte und das Gewerbeverbot in Sachen. Meine Probleme mit dem Finanzamt Hohenstein-Ernstthal, und die kriminelle Justiz in Sachen, die mich verhaften ließ, weil ich angeblich nicht zu einer Gerichtsverhandlung gekommen wäre. Tatsächlich war ich dort, wer nicht pünktlich kam war der Staatsanwalt.

Dann wurde auch noch kurz meine Verhaftung wegen dem T-Shirt mit der Aufschrift PROZESSBEOBACHTER thematisiert. Er kannte dies, und kannte auch die Berichterstattung beim SONNENSTAATLAND über mich. Ich habe ihm dann noch erklärt, dass diese Schwachköpfe auf mich gestoßen sind, weil ich Jugendamtsopfern geholfen habe. Der Filmemacher gab zu, dass es tatsächlich Jugendamtsopfer und auch Psychiatrieopfer in Deutschland gibt. Am Ende kam er zu dem Ergebnis, dass meine Geschichte zwar interessant ist, aber ich eben nicht zu den Reichsdeutschen gehöre. Richtig, denn das Tragen eines T-Shirt mit der Aufschrift PROZESSBEOBACHTER macht noch keinen zum REICHSDEUTSCHEN oder SELBSTVERWALTER.

Mit Film wird also nichts, weil ich kein Reichsdeutscher bin.

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2 Antworten zu Weil ich kein Reichsdeutscher bin

  1. justizfreund schreibt:

    Reichsdeutsche erkennen ja die Gültigkeit des Grundgesetzes nicht an, ich dagegen verlange ausdrücklich die Beachtung des Grundgesetzes.

    Für die Sonnendeppen ist man dann ja automatisch ein Reichsdeutscher oder ein „BRD-Lossager“, besonders wenn man die Einhaltung der Grundrechte auch noch vor den willkürlichen deutschen Gerichten verlangt. Aber das wird so mancher Sonnendepp in seinem Leben vielleicht auch noch einmal kennenlernen und dann wird er dort aussortiert aber die verstehen ja in der Regel gar nicht was geschieht.

    Bayrischer Verfassungsgerichtshof Vf. 45-VI-19 vom 24.05.2019
    Dem Beschwerdeführer wird aufgegeben, zur Durchführung seiner Verfassungsbeschwerde einen Kostenvorschuss von 1000 EUR zu entrichten.
    Es ist angemessen, dem Beschwerdeführer nach Artikel 27 Abs. 1 Sätze 2 und 3 VfGHG einen Kostenvorschuss aufzuerlegen, weil die Verfassungsbeschwerde offentichtlich erfolglos erscheint.
    Die Auferlegung eines Kostenvorschusses soll dem Beschwerdeführer die mangelnden Erfolgsaussichten des von ihm betriebenen verfassungsrechtlichen Verfahrens vor Augen führen, ihn warnen und vor nutzlosen Aufwendungen und Kosten schützen.

    Und in Gelsenkirchen und sonstwo gibts die Reiseentschädigung einfach nach dem Termin direkt ausgezahlt. Das soll in Bayern den mittellosen Rechtsuchenden aber nicht „schützen“, sondern das auferlegen von 1000 EUR, wenn er an seine Grundrechte herankommen möchte.

    Man könnte die tausen EUR zahlen und sich dann verarschen lassen, denn selbst wenn sich herausstellen würde, dass die Verfassungsbeschwerde vollkommen berechtigt ist, dann würde das aus Eitelkeiten wegen der vorherigen Feststellung nicht festgestellt werden „können“.

    Eitelkeit – eindeutig meine Lieblingssünde
    Mit diesen Worten endet der Mystery-Thriller Im Auftrag des Teufels aus dem Jahr 1997

    Wen soll das wundern, dass es immer mehr Reichsdeutsche gibt und das die Gerichte immer mehr gegen die Bürger aufrüsten:

    Bundesgerichtshof: Die schiere Freude am Strafen
    In einem Fachaufsatz zu einer strafprozessualen Frage hatte Fischer die Tendenz einzelner Instanzgerichte, durch „Bauernschläue“ und „Tricks“ die Rechte von Beschuldigten zurückzudrängen, angeprangert.…

    Bajuwarische Gerechtigkeit: CSU hetzt in Nazi-Jargon: „Hartz IV-Schmarotzer“ 18.11.2016
    Wer in Hartz-IV rutscht, für den gelten die Grundrechte nicht mehr…

    Hinter der demokratischen Fassade wurde ein System installiert, in dem völlig andere Regeln gelten als die des Grundgesetzes. Dieses „System“ ist undemokratisch und korrupt, es betrügt die Bürger skrupellos.
    Prof. Dr. jur. Verfassungsrechtler Hans Herbert von Armin

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  2. 5jahrehartz4 schreibt:

    Vielleicht hat Bruno eine Chance – zwar nicht als Reichsbürger, aber als jemand der unter dieser Spezies im Staatssauftrag leiden musste.
    http://dassindbrunosmoerder.wordpress.com/reichsbuerger-steuerfinanziert/
    Denn Bruno wurde von Behörden ein Reichsbürger zugeteilt (ca. 50,- €/Std.) – damals waren die noch kein Thema und Bruno kannte diese Sekte auch nicht.
    Als die dann in der Presse kamen, meldete er den Verdacht und als dieser Typ nichts tat aber offensichtlich abkassierte, gab es eine Strafanzeige – beides wurde von Behörden unterschlagen – es gab keinen Kontakt zu Bruno.
    Bereits das 1 Treffen im Foltergefängnis war „spassig“ – er versuchte Bruno einzureden,d ass er Personal der BRD ist, weil er ja einen Personalausweis hat. Als Bruno dann fragte, ob der Ausweis auch seine gesamte Identität beinhaltet, weil da ja auch Identy Card draufsteht, war er überfordert.

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