Vormundschaft

Ich selber hatte in meiner Jugend ca. 1 Jahr lang einen Vormund. Das war kein Vormund vom Jugendamt, sondern ein Vormund den ich selber schon seit Jahren kannte. Außerdem war ich als Kind ca. 1 Jahr in einem Kinderheim, weil meine Mutter damals länger im Krankenhaus lag.

Ich will nicht verschweigen, dass ich lieber im Kinderheim geblieben wäre, und nicht zurück zu meiner Mutter wollte. Später gelang es mir dann vorzeitig das Elternhaus zu verlassen. Ich bekam den Vormund, und lebte in einem Lehrlingsheim. Sogar noch nach meiner Volljährigkeit, allerdings ohne Beteiligung des Jugendamtes.

Nach meiner Volljährigkeit hatte ich nochmal mit dem Jugendamt Gelsenkirchen zu tun, als ich als Betreuer einer Kinderfreizeit des Jugendamtes Gelsenkirchen in Lieberhausen war.

So ganz schlecht ist meine Erfahrung mit dem Jugendamt also nicht. Ich bin sicherlich kein geborener Jugendamtskritiker. Zwar gab es hier schon vor dem Jugendamtsskandal Antonya vereinzelt kritische Beiträge über verschiedene Jugendämter und Jugendamtsfälle, aber eigentlich machte mich erst der Fall von Antonya zum aktiven Jugendamtskritiker.

Zur Erinnerung,

Im Jahr 2005 gab es etwas über 25.000 Inobhutnahmen

Als im Jahr 2013 Antonya vom Jugendamt Osterholz-Scharmbeck und der Richterin des Amtsgericht gewaltsam aus der Schule geholt wurde, und in ein Kinderheim gesteckt wurde, und dann nach ca. 7 Monaten von dort flüchtete, gab es bereits 42,000 Inobhutnahmen.

Bis 2016 stieg die Zahl dann noch bis über 84.000 Inobhutnahmen.

Mit dem Anstieg der Inobhutnahmen stiegen auch die Berichte über unberechtigte und willkürliche Inobhutnahmen sowohl in den alternativen Medien, als auch in den konservativen Medien. Sogar die Politik hat inzwischen das Thema als Problem erkannt. Allerdings sind nicht alle Jugendämter gleich. Es gibt tatsächlich massive Unterschiede. Es sind Fälle bekannt, wo ein Jugendamt den Eltern die Kinder wegnehmen wollen, und ein weiteres Jugendamt dann später dem Familiengericht mitteilt, dass es keine Kindeswohlgefährdung gibt. So war das z. B. bei den Jugendämtern Castrop-Rauxel und Wetzlar.

Auch hier wird regelmäßig über Jugendamtsskandale berichtet, aber eben ohne dabei einen Tunnelblick zu haben. Ich will mich auch nicht auf Jugendamtskritik beschränken, sondern bin bereit mich, wenn nötig, einzubringen. Aktuell bin ich bereit für ein Kind die Vormundschaft zu übernehmen, um dem Kind, den Eltern und dem Jugendamt zu helfen. Es ist natürlich eher selten, dass ein Vormund gleich für Eltern, Jugendamt und Kind eine Hilfe sein kann, aber in dem speziellen Fall wäre das wohl so.

Dieser Beitrag wurde unter BdF, Beamtendumm, Jugendamt veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Vormundschaft

  1. korte schreibt:

    Es geht hier, wie immer und überall nur darum, Profitgeiern zu dienen und Familien zu zerstören. Denn, wenn jemand bei ehrlichem, gesunden Verstand Familien/Kindern helfen wollte, sind „Jugendämter“ und „Familien-Gerichte“ dazu gänzlich ungeeignet. Denn wenn es in Familien Probleme gibt, braucht sie Hilfe von lebenserfahrenen Menschen, welche uneigennützig helfen, dazu sind Jugend- „Ämter“ und Familien- „Gerichte“ gänzlich ungeeignet und folgen ganz anderen Interessen.

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