Zurück vom „Adventssingen“ mit den STEELER JUNGS

Für den heutigen Beitrag über die STEELER JUNGS möchte ich zunächst mal wieder WIKIPEDIA bemühen. Dabei geht es zunächst um den Begriff UNIFORM. WIKIPEDIA schreibt dazu:

Als Uniform bezeichnet man gleichartige Kleidung um optisch einheitlich in der Öffentlichkeit aufzutreten. ..

In diesem Beitrag wurde dann auch noch dieses Bild veröffentlicht. Es zeigt Soldaten die dasselbe Schuhwerk tragen, dieselben Hosen, und dieselben Jacken. Das würde ich also als gleichartige Kleidung bezeichnen.

Wenn eine Gruppe von Menschen dieselben Socken trägt, oder dieselbe Unterwäsche, der Rest der Kleidung jedoch völlig unterschiedlich ist, kann man dies wohl kaum als Uniform bezeichnen.

Wenn zum Beispiel in Gelsenkirchen Schalke 04 ein Heimspiel hat, dann gibt es zwar Tausende von Fans, die ein T-Shirt des FC Schalke tragen, und damit vom Hauptbahnhof zum Stadion laufen, aber Uni formiert sind die Fans damit natürlich noch nicht. Ein ähnliches oder auch ein gleiches T-Shirt kann man noch nicht als Uniform bezeichnen, wenn der Rest der Kleidung völlig unterschiedlich ist. Diese Klarstellung scheint mir nötig zu sein, weil ich in den letzten Tagen wieder unglaublich vielen Blödsinn über die STEELER JUNGS in der Presse lesen musste.

Die WAZ schrieb zum Beispiel:

Wollen die „Steeler Jungs“ weiterhin durch die Straßen marschieren, müssen sie Kooperationsgespräche mit der Polizei führen. Die Behörde wiederum kann den Teilnehmern in diesem Rahmen bestimmte Auflagen machen: Zum Beispiel, dass sie eine gewisse Anzahl von Ordnern für einen reibungslosen Ablauf stellen und sich an einen von der Polizei vorgegebenen Zugweg halten müssen. Ein uniformiertes Auftreten kann ihnen ebenfalls untersagt werden.

Nöh, nöh, nöh. Im Grundgesetz steht, dass Versammlungen unter freiem Himmel anmeldepflichtig sein können. Kooperationsgespräche kann man annehmen, gesetzlich vorgeschrieben ist das jedoch nicht.

Auch den Zugweg kann die Polizei nicht so einfach vorgeben. Eine Demo ist zwar anmeldepflichtig, aber nicht genehmigungspflichtig. Aber besonders schön finde ich den Satz:

Die STEELER JUNGS mit 2,5 Polizisten im Vordergrund. Das Foto wurde am 25.10.2018 von der WAZ veröffentlicht.

Ein uniformiertes Auftreten kann ihnen ebenfalls untersagt werden.

Dieses Foto wurde auch von der WAZ veröffentlicht. Danke dafür.

Es zeigt also deutlich 2,5 Uniformierte die der Polizei angehören, und die geschützte Wortmarke POLIZEI ist auch deutlich auf den Uniformen zu lesen.

Bei den restlichen Personen handelt es sich um die STEELER JUNGS. Man sieht deutlichst, dass dort keiner eine Uniform trägt. Und da wundert sich die Zeitung, wenn sie als LÜGENPRESSE betitelt wird.  Danke WAZ für den Beitrag und das Foto.

Weiter unten schreibt die WAT dann noch, dass die Polizei geäußert habe:

Notiert wurden dabei nicht nur Verbindungen mancher Teilnehmer zur einschlägigen rechten Szene und Indizien für eine ebensolche Gesinnung, die nicht gerade auf das Bewahren der freiheitlich-rechtlichen Grundordnung abzielt. Sondern auch Bekleidung „hart an der Grenze zur Uniform“ und Aussagen, die die Polizei klar als politische wertet: …

Bekleidung „hart an der Grenze zur Uniform“ also. Wer bei solchen eindeutigen Bildern so einen Quatsch von sich gibt, dem sollte man aber schnellstens den Besuch eines Augenoptikers nahelegen, oder vielleicht eher einem Facharzt Neurologie und Psychiatrie.

Schön ist ja auch, dass die Polizei angebliche Aussagen der STEELER JUNGS als politisch wertet. Aussagen, was für Aussagen? Da schrieb doch die WAZ auch:

Eine Demo im klassischen Sinne ist das nicht. Der Umzug ist bei der Polizei nicht angemeldet. Die Teilnehmer tragen weder Transparente, noch rufen sie Parolen. Allein ihr Auftritt wirkt unheimlich. „Keiner findet das gut“, sagt Léon Finger.

Welche Aussagen sollen also gemeint sein, wenn doch gar keine gemacht werden.

Schön auch die schwachsinnige Behauptung, dass das keiner gut finden würde. Ich habe das persönlich ganz anders erlebt. Ich sehe Geschäftsleute, die den STEELER JUNGS regelmäßig begrüßen und die Hände schütteln.

Ich erinnere daran, dass man den STEELER JUNGS von einer Eisdiele Eis gebracht hatte, als es im Sommer die Polizeiaktion gegen die STEELER JUNGS gab.

Und ich sehe, welche Wirkung die Berichterstattung der WAZ, und die dumme Hetze der vor Hass sprühenden angeblichen Gutmenschen bewirkt hat. Früher spazierten die STEELER JUNGS durch Steele, begleitet vielleicht von drei Leuten die nicht dazu gehörten. Heute waren es mindestens 10 neue Spaziergänger die nichts mit den STEELER JUNGS zu tun hatten. Bemerkenswert, dass das alles Ältere Menschen waren, also ausgerechnet dem Personenkreis angehören, die sich angeblich vor den STEELER JUNGS fürchten würden.

Lustig war es heute, das kann man nicht anders sagen. In der Vergangenheit trafen sich die STEELER JUNGS weiter nördlich in der Steeler-Innenstadt. Auf der Ostseite eines Brunnen traf man sich. Vor einigen Wochen kamen dann einige vor Hass sprühende Menschen auf die Idee sich westlich von dem Brunnen zu versammeln. Die STEELER JUNGS ließen sich davon nicht provozieren. Einige machten sogar den vergeblichen Versuch sich mit den angeblichen Gutmenschen zu unterhalten. Erwartungsgemäß war das vergebliche Liebesmühe.

Da die Gutmenschen gerne Plakate tragen, ein Liedchen singen, ihre Hasssprüche von sich geben, war das deutlich eine Demo gegen die STEELER JUNGS, und musste entsprechend vorher angemeldet werden. Ich habe den STEELER JUNGS damals mitgeteilt, dass die Gutmenschen in ihrem Hass bestimmt bald ihre Demo auf der östlichen Brunnenseite anmelden werden, um die STEELER JUNGS zu provozieren. So kam es dann auch, aber die STEELER JUNGS- first class crew ließ sich nicht provozieren, und traf sich mehrere hundert Meter weiter. Das gefiel den Gutmenschen aber gar nicht, denn sie standen sich die Beine in den Bauch, ohne uns zu sehen. Zum Glück sind die STEELER JUNGS dann aber nochmal viermal an den vorbeigegangen, denn sonnst wäre der Tag für die völlig versaut gewesen.

Die Gutmenschen mussten sich was neues einfallen lassen. Der Platz am Brunnen hat ihnen nicht mehr gefallen so ganz ohne die first class crew. Heute haben sie ihre Demo in der Nähe des neuen Standorts angemeldet. Keine 50 Meter von den STEELER JUNGS entfernt. Das hat denen bestimmt besser gefallen, denn jetzt war das Objekt ihres Hasses wenigstens sichtbar.

Sie hatten sich ein lustiges Liedchen ausgedacht.

„Steele bleibt bunt, Steele bleibt bunt…“

sangen sie. Besonders kreativ war das nun nicht.

Beim letzten Zusammentreffen quittierte die first class crew das Ständchen zu ihren Ehren, mit Klatschen. Heute hatte man verabredet, dass man die Gesänge des Frauenchor STEELER WEIBER mit einem Halleluja beantworten würde. Ich weiß nicht, wer schöner gesungen hat, aber lauter waren deutlich die STEELER JUNGS. Auch der Polizei hat das gefallen.

Ach ja, Polizei, das ist ja auch noch ein Thema.

In der Vergangenheit gab es mal einen Polizeiwagen, mit einem Polizisten drin, der noch nicht Mal aussteigen musste, der die STEELER JUNGS nicht direkt begleitete, aber in der Nähe war.

Nach dem ersten Kontakt zwischen Gutmenschen und Steeler Jungs begleite dann der Polizist die STEELER JUNSG zu Fuß. Später wurde das Polizeiaufgebot verdoppelt. Zwei Polizisten begleiteten dann beim letzten Spaziergang die STEELER JUNGS. Allerdings befindet sich Steele neuerdings im Belagerungszustand, wenn die STEELER JUNGS ihren Spaziergang machen. Beim letzten Spaziergang begleiteten zwei Polizisten den Spaziergänger, heute waren es schon mindestens vier. Der Rest war immer für die angeblichen Gutmenschen angereist. Der Belagerungszustand von Steele ist also eindeutig nicht den STEELER JUNGS zu verdanken, sondern den angeblichen Gutmenschen.

Nach dem Start des Spaziergangs, der heute als Demo angemeldet werden musste, was ich übrigens nicht dulden würde, gab es also Halleluja-Gesänge, als Antwort auf Steele bleibt bunt Gejammere. Auf dem Rückweg viel dann einem ein, dass ja zur Zeit ST. Martin-Feiern sind, und die STEELER JUNGS beantworten das Singen mit:

Ich geh mit meiner Laterne, und meine Laterne mit mir.

Ich bin schon gespannt, was sich die STEELER JUNGS beim nächsten Spaziergang einfallen lassen.

Vielleicht verbrüdern sich ja bald die STEELER-JUNGS mit STEELE BLEIBT BUNT, und man macht einen gemeinsamen Chor mit der Polizei auf. Es grüßen dann die STEELER-SÄNGER-KNABEN, Immerhin habe ich ja mal in der Meistersingerstr. gewohnt, und das ist nicht soweit entfernt. 😉

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Demonstration veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten zu Zurück vom „Adventssingen“ mit den STEELER JUNGS

  1. Korte schreibt:

    Vermutlich haben die „Freunde der Demokratie“ ihren Gesang falsch abgelesen, denn eigentlich wollten sie doch singen: „Steele bleibt blööd!“ Aber da stellt sich wieder die Frage, wen meinen sie damit, sich selbst oder andere ?

    Gefällt mir

  2. Thomas Brauer schreibt:

    Hi haste wieder geil geschrieben vor allem die wahrheit wie sie ist.Mach bitte weiter so damit vieleicht doch noch welche wach werden. Gruss Tommy Huttroper Jung

    Gefällt mir

  3. Joachim schreibt:

    Ich finde es ist ein Problem, wenn so viele übereinander statt miteinander reden. Man glaubt dann gerne nur dem, den man kennt. Auch wollen wir doch oft Redakteure und potentielle Bürgerrechts-Mitstreiter bezüglich der von uns gefundenen Missstände erreichen. Hast du den betroffenen Zeitungen, Redakteuren und Gutmenschen Bescheid gesagt, damit sie bei dir eine Gegendarstellung einfordern (§ 11 LPrG.NRW), oder einen eigenen Kommentar abgeben können? Einen ersten Versuch haben – wie du schreibst – die Steeler Jungs schon gemacht, aber die ganzen Mitläufer unter den Gutmenschen (wäre die Frage, ob beides gleichzeitig geht) können natürlich damit auch spontan überfordert sein. Deshalb ist meine Devise: Immer dran bleiben und möglichst zu allen Seiten das Gespräch suchen!

    Gefällt mir

    • beamtendumm schreibt:

      Die Zeit spielt für uns. Ich habe es in öetzter Zeit schon öfters geschrieben. Es gibt viele die zu dem Thema mal eine wesentlich positivere Meinung hatten, und dann aber durch eigene Erfahrungen deutlich kritischer geworden sind.
      Ich kenne z. B. ein Flüchtlingsklatscher aus Berlin, die man besser Flüchtlingsjubler nennen sollte, weil man Flüchtlingsklatscher falsch interpretieren könnte, der wurde schnell zum Kritiker, als er von einem Beklatschen bzw. Bejubelten eine geklatscht bekam, weil dieser der Meinung war, das er von dem Föüchtlingsjubler falsch angesehen wurde.

      Gefällt mir

      • Joachim schreibt:

        Weil nicht jeder wunderbarer Neger so cool wie Roberto Blanco ist, kann auch gut gemeintes nach hinten losgehen. Die Zeit spielt nicht für uns, sondern für diejenigen, die viele von uns mit ihren Lügen erfolgreich instrumentalisieren. Da sagen viele dann, dass man halt den Richtigen glauben muss und die Lügner (Trolle, Fake-News-Generatoren, …) gar nicht erst zu Wort kommen lassen darf. Die Richtigen – zu denen zählt man dann natürlich immer selbst auch und hat somit die Lizenz, alles unliebsame entweder zu ignorieren oder niederzubrüllen. Das ist aber Archaik, also altes Testament. Wissenschaftlichkeit, Aufklärung und neues Testament ist (https://www.bibleserver.com/text/LUT/1.Thess5,21): „Prüft aber ALLES und das Gute behaltet.“ – Also noch einmal: Besser mit, als über die (vermeintlich) Verwerflichen reden und ihnen die Chance geben!
        .
        In https://leak6.wordpress.com/2018/10/04/trilogie-fuer-sahra/ steht der kleine Poller für die Wahrheit, dass eben kein islamistischer Irrer über den Weihnachtsmarkt fuhr
        .
        Noch ein typisches Beispiel:

        Dieser Clip endet vor der möglicherweise interessanten Gegenrede und reduziert deshalb völlig unnötig seine eigene Glaubwürdigkeit.
        .
        Ich habe keinen Bock mehr auf diese archaischen Filterblasen. Deshalb habe ich z. B. bei Germanwings alle 6 zuständigen Institutionen angeschrieben und ihre Ignoranz dokumentiert. https://leak6.wordpress.com/2018/04/04/der-fehdehandschuh-ist-liegen-geblieben-alle-haben-schweigend-zugestimmt/

        Gefällt mir

      • Joachim schreibt:

        Falscher Clip, hier der Abschnitt richtig:
        Noch ein typisches Beispiel:

        Dieser Clip endet vor der möglicherweise interessanten Gegenrede und reduziert deshalb völlig unnötig seine eigene Glaubwürdigkeit.

        Gefällt mir

  4. Flo-on schreibt:

    Super geschrieben und auf dem Punkt gebracht. Das nenne ich mal eine Pressemitteilung, ohne Hetze und für einen der das liest verständlich.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.