KIEL: Vermisster Zeuge nach drei Tagen tot auf Toilette des Amtsgerichts entdeckt

Ein vermisster Zeuge ist im Kieler Amtsgericht erst nach  drei Tagen tot auf der Toilette des Amtsgericht in Kiel entdeckt worden. Eine Gerichtssprecherin bestätigte den „Kieler Nachrichten“,  dass der 70-jährige Mann am Montag vergangener Woche als Zeuge eines  Strafprozesses geladen war, aber nicht zur Hauptverhandlung erschienen war. Diese war der Sprecherin zufolge vom  Richter abgesagt worden, weil der Angeklagte nicht erschienen war –  beim Aufrufen der Zeugen fiel dann auf, dass auch der 70-Jährige  fehlte. Man habe in den folgenden Tagen versucht, den Mann telefonisch zu erreichen. Erst am Donnerstag nach dem Reformationstag sei einem Wachtmeister aufgefallen, dass eine Toilettenkabine seit Tagen verschlossen gewesen sei, so die Gerichtssprecherin. Der Tote  sei „in sitzender Haltung“ aufgefunden worden. Als Todesursache  vermuten die Behörden einen Herzinfarkt. Eine Obduktion soll Klarheit bringen. Außerhalb des Gerichts hatte den Mann offenbar niemand vermisst.

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12 Antworten zu KIEL: Vermisster Zeuge nach drei Tagen tot auf Toilette des Amtsgerichts entdeckt

  1. Korte schreibt:

    Leider muß ich zu meinem Kommentar noch nachlegen. Es ist sicher kein Zufall, wenn Zeugen nach Tagen tot aufgefunden werden, wie z. B. im NSU- Kasperle- Theater, wo die wichtigsten Zeugen im richtigen Moment verunglückten und starben. Denn tote Zeugen sind und waren schon immer die besten Zeugen.

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    • Mike Frank Sonnenkalb schreibt:

      Herzinfarkt laut Obduktionsbericht. Zwei vorhergehende Wasserrohrbrüche sollen Ursache einer Verkettung unglücklicher Umstände gewesen sein, dass der Mann erst so spät entdeckt wurde. Damit ist der Fall wohl ad acta gelegt. Die Ladung zum Strafprozess soll auf dem Boden gelegen haben. Er sollte als Zeuge gegen einen Beschuldigten aussagen, der wegen fingierter Autounfälle angeklagt war.

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      • beamtendumm schreibt:

        Ja, ja, den Wasserrohrbruch hatte ich als Todesursache auch schon im Auge gehabt. Das konnte ja auch kaum anders gewesen sein, in Zeiten wo man an einem pobeligen Herzinfarkt stirbt, wenn es kein Totschlag gewesen sein soll. 😉

        Selber Schuld, warum musste er auch aufs Klo gehen, wenn es da einige Tage zuvor einen reparierten Wasserrohrbruch gab. Also ich werde jetzt immer die Justizwachleute fragen, ob es einen Wasserrohrbruch gab, bevor ich dort auf Toilette gehe, man weiß ja nie. 😉

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      • Mike Frank Sonnenkalb schreibt:

        Ja darüber sollte man sich erkundigen, schließlich ist Wasser ein Informationsträger und so ein Rohrbruch erzeugt folglich ein Datenleck. Aber frag besser geschultes Wachpersonal, dass auch sämtliche Rohre auf Lecks hin überprüft youtube.com/watch?v=8R1Kieg9Hj8&feature=youtu.be&t=108 😉

        Ich vermute mal es ging um diesen Strafprozess…
        https://www.t-online.de/nachrichten/id_84437748/prozess-um-fingierte-autounfaelle-zum-vierten-mal-geplatzt.html

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  2. 5jahrehartz4 schreibt:

    „Wacht“meister nicht ausgelastet und führt Beobachtungsexperimente zur Arbeitsbeschaffung aus.
    Geht da keiner durch und kontrolliert abends, wer noch im Hause ist? Oder wird der Kontrollgang einfach nur als „erledigt“ verbucht die Zeit dafür aber verpennt? Ist auch logisch,d ass man da nicht durchgeht, denn da muss man sich ja bewegen.
    Neben der Sicherheit stellt sch auch die Frage nach der Sauberkeit. Obwohl, was da so alles abläuft, sind saubere Toiletten sicher das kleinste Problem.

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  3. Korte schreibt:

    Wen wundern solche Meldungen ? Die System- Justiz bekümmert sich zwecks Ablenkung vorrangig um über 80 jährige, welche in der „Nazizeit“ korrekt das getan haben, was jeder Soldat auch heute tut, weil er das muß, nämlich Befehle ausführen, wie jeder Polizist oder „Gerichtsvollzieher“ auch. Ebenfalls beschäftigt sich die System- Justiz mit Vorliebe damit, Menschen, welche das Grundgesetz ernst nehmen und von der Meinungsfreiheit Gebrauch machen in theatrischen, medienwirksamen Gerechtigkeitsschauspiel zu langen, bis lebenslänglichen Höchststrafen zu verurteilen. Die richterliche Unabhängigkeit deuten die meisten „Richter/innen“ und „Staatsanwälte/innen“ um in Narrenfreiheit. Beweis per Beweisunterdrückung z. B. in „Familien- Sachen“ ! Im Begriff Familiensachen zeigt sich die Verwerflichkeit und perverses Denkmuster. Denn Familien sind keine Sachen, sondern Menschen mit Menschen- und Grundrechten !

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  4. Mike Frank Sonnenkalb schreibt:

    Eingedenk der üblichen Sicherheitsvorkehren würde ich eigentlich davon ausgehen, dass die Toiletten bei jedem Geschäftsschluss gesichtet werden.

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