Neues vom Freisler-Faktor

In der modernen Mathematik wird der Freisler-Faktor regelmäßig völlig vernachlässigt. Eine Befragung von Schüler ergab, dass von 100 Befragten. nur eine Schülerin den Freisler-Faktor überhaupt kannte.

Antonya erklärte uns z. B., dass es nur durch den Freisler-Faktor überhaupt möglich ist, dass 12*200 als Ergebnis 4.800 ergibt. Ohne den Freisler-Faktor wären es z. B. nur 2.400 gewesen.

Wie bereits zu vermuten findet der Freisler-Faktor hauptsächlich in der juristischen Mathematik seine Anwendung, regelmäßig z. B. bei der Streitwertberechnung.

So bekam unser Leser Werner Korte Post von einem gegnerischen Anwalt der im in seiner Gebührenrechnung vorlog, äh vorrechnete, dass 12200 einen Streitwert von 4.800 ergibt. Werner, dieser alte Volksschüler, kannte natürlich den Freisler-Faktor nicht, und behauptete hartnäckig, dass dies falsch wäre. Zunächst erklärte ihm das Amtsgericht Solingen, dass der Anwalt völlig richtig gerechnet hatte, und auch das Landgericht Wuppertal erkannte auf Anhieb, dass 12200 einen Streitwert von 4.800 ergibt, und Werner deshalb ein streitsüchtiger, mathematischer Querulant sei.

Auch beim Amtsgericht Gelsenkirchen wird der Freisler-Faktor bei der Streitwertberechnung angewendet, wie das EA-Verfahren von Prinzessin Paranoia gegen Bernd Schreiber zeigt.

Prinzessin Paranoia will in einem Hauptsacheverfahren, und in einem EA-Verfahren die Löschung von 60 Beiträgen erreichen. Im Hauptsacheverfahren wird dem Gericht mitgeteilt, dass der Streitwert 5.000 Euro betragen soll, weil ab einem Streitwert von 5.000,01 Euro nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht zuständig wäre, und dort dann Anwaltszwang bestehen würde. Im EA-Verfahren teilt die Klägerin dann einen Streitwert von 2.500 Euro mit.

Im EA-Verfahren korrigiert der Richter aber die Klägerin. Der Streitwert von 2.500 Euro ist falsch. Der Richter teilt der Klägerin mit, dass der Streitwert im EA-Verfahren 1/3 des Hauptsacheverfahren beträgt. Außerdem teilt der Richter der Klägerin noch mit, dass das EA-Verfahren wohl kaum Aussicht auf Erfolg hätte, und empfiehlt der Klägerin daher ihre Anträge auf PKH, und das EA-Verfahren zurückzunehmen. Durch die Rücknahme entstehen Prinzessin Paranoia natürlich trotzdem Kosten. Diese sind aber geringer, als wenn der Richter eine Entscheidung hätte treffen müssen. Noch geringer werden diese Kosten, wenn der Streitwert nicht mehr 2.500 Euro beträgt, wie der angesetzt wurde, in der Hoffnung, dass ich das Verfahren verliere, und dann die Zeche bezahlen dürfte, sondern auf 1/3 von 5.000 Euro (Streitwert des Hauptsacheverfahren) reduziert wird.

Richtig günstig wird das Ergebnis, wenn dann der Richter auch noch den Freisler-Faktor bei der Berücksichtigung des Streitwerts anwendet. 1/3 von 5.000 Euro ist unter Anwendung des FF dann ein Streitwert von nur noch 500 Euro. Die geforderte Löschung von 60 Beiträgen soll also einen Streitwert von 500 Euro haben. 😉

Damit dürfte klar sein, dass sich der Freisler-Faktor bei immer mehr Gerichten durchsetzt. Als Fazit kann dem Mathematik begeistertem Leser zum Abschluss eine Grundformel mitgeteilt werden.

Je größer der Freisler-Faktor, desto geringer der Rechtsstaat!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Justiz, Justizmafia, Justizstalking veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Neues vom Freisler-Faktor

  1. berndvogt schreibt:

    Das systematische „Freislern“ an BRD Gerichten kann nur eingedämmt werden, wenn sich das Deutsche Volk, der Souverän und Inhaber aller Staatsgewalt, aufrafft, politisch die Durchsetzung der „Richterwahl auf Zeit“ zu bestimmen!

    Richter sollten (wie Politiker auch) nur für eine Legislaturperiode (5 Jahre) gewählt, und bei erwiesener Unfähigkeit und Untauglichkeit (Fehlurteile, Willkür, Anmaßung, Inkompetenz) jederzeit abgesetzt werden können. Selbstreinigungskräfte innerhalb der BRD-Justiz sind durch eine völlig missverstandene „Unabhängigkeit der Richter“ außer Kraft gesetzt worden. Ein fataler Aufbau-, Denk- und Formulierungsfehler im Grundgesetzes (Art. 97 1.+2.).!

    Bei guten Leistungen (Gerechte Urteile, Menschlichkeit gegenüber Opfern von Straftaten, Hohe Strafen für überführte Täter/innen -auch aus den eigenen Reihen-!), sollte eine einmalige Widerwahl (weiter 5 Jahre) in Aussicht gestellt werden.

    Alternativ wäre auch ein Justizmodell (Geschworene) wie in den USA denkbar.

    Anders werden wir das kettenmäßige, ungesühnte Justizunrecht der BRD nicht beseitigen können.

    Bernd Vogt
    Büttelwatch – Dienstaufsicht durch das Volk

    Gefällt mir

  2. 5jahrehartz4 schreibt:

    Ebenso dazu die Negativrechnung:
    In der Politik/Bürokratur wird immer gesagt, dass Minus mal Minus ein Plus ergibt – was zwar mathematisch stimmt, doch Behörde EINS plus Behörde ZWEI = weiter Negativ.
    Oder machen die da Menschenversuche? Bis rauskommt: Ein Idiot plus ein anderer Idiot = Genie!
    Vermehren die sich deswegen untereinander? (Anm. wir kennen niemanden der einen Bürokrateten/Bürokratitin geheiratet hat und die Bekannt in der Bürokratur treten immer nur im Doppelpack auf, was ein Indiz für die Zucht sein könnte.Sozusagen die Fortsetzung der Sonnenkinder (Zuchtziel: Blond wie Hitler, schlank wie Göring, sportlich wie Goebbels, groß wie Himmler und keusch/hetero wie Röhm).

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s