Wer war der Täter?

Es geht in der Umfrage um eine Straftat. Um eine Straftat an einer Person, die zum jüdischen Glauben konvertiert ist. Natürlich kann man mit den hier veröffentlichten Daten einen Täter nur vermuten, aber das ist ja auch gewollt.

Es gibt also eine Person in Deutschland, die vom Christentum zum Judentum konvertiert ist. Einige Wochen danach hatte man das Auto der Person mit einem Hakenkreuz „verziert“. Nun stellt sich also die Frage, welcher Religion der oder die Täter angehören könnten. Es gibt folgende Möglichkeiten zur Auswahl.

[xpolldaddy poll=9936122]

Die Anzeige der Auswahlmöglichkeiten wurde so programmiert, dass diese zufällig erfolgt.

NACHTRAG: Das Ergebnis soll im Moment noch nicht angezeigt werden, um das Abstimmungsverhalten nicht zu beeinflussen. Dennoch ist das Ergebnis für mich natürlich sichtbar. Ich bin bisher erstaunt. Das angezeigte Ergebnis entspricht keineswegs dem, was ich eigentlich erwartet hätte.

NACHTRAG: Mein Erstaunen hält an. Es gab bisher nicht eine Abstimmung bei der Auswahl CHRIST. Wie kommt das? Traut man den Christen das wirklich nicht zu? Immerhin haben doch eine eine Vergangenheit. Zumindest in dieser Vergangenheit waren es doch überwiegend Christen, die den Juden in unserem Land nichts gutes wollten.

Es gab hier eine Umfrage, die inzwischen jedoch entfernt wurde, weil sich genügend Leser daran beteiligt haben. 

Erstaunlich, die Auswahl CHRIST wurde nicht als Ergebnis angewählt. 20% wählten als Täter JUDEN, und 40% MOSLEM. Die 20% lagen richtig.

Es waren tatsächliche jüdische Gläubige, die ihrer Glaubensschwester das Hakenkreuz an das Auto geschmiert hatten. Merkwürdig. Moslems reagieren da aus meiner Erfahrung ganz anders. Wenn dort Christen zum Islam konvertieren, dann werden die dort hoch angesehen, das ist zumindest meine Erfahrung.

Jugend scheinen dort wesentlich arroganter zu reagieren. Zwar haben die gerne einen Kontakt zu Christen, aber hauptsächlich geht es dann darum, dass man diese für ihre große Schuld in der Vergangenheit bezahlen dürfen. Tatsächlich mögen sie aber (ehemalige) Christen häufig nicht, wenn diese zum Judentum konvertiert sind. 

Natürlich könnte man in so einem Falle das Auto eines Konvertiten auch anders beschädigen, aber das Hakenkreuz hat natürlich noch zwei weiteren Vorteile. 

  1. Durch das Hakenkreuz kann man evtl. von den tatsächlichen Tätern ablenken. Man vermutet wahrscheinlich nicht unbedingt, dass gerade ein Jude ein Hakenkreuz an Autos schmiert.
  2. Ein Hakenkreuz an dem Eigentum eines jüdische Gläubigen passt natürlich auch prima zu der vermeintlich jüdischen Opferrolle.  Auch das dürfte einigen Gläubigen sicherlich gefallen.
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15 Antworten zu Wer war der Täter?

  1. justizfreund schreibt:

    Hier liegt einer der Gründe, warum wir die zum Judentum übertreten Wollenden zurückweisen. Wir stellen ihnen Hindernisse in den Weg, damit sie sich klar werden können, was genau sie zum Konvertieren bewegt.
    http://de.chabad.org/library/article_cdo/aid/1394434/jewish/Warum-raten-die-Rabbiner-vom-bertritt-ab.htm

    Steiner: Manche Rabbiner verlangen – Gott sei Dank – psychische Gutachten, ob der Vorsprechende auch wirklich psychisch stabil ist.“
    http://www.deutschlandfunkkultur.de/konvertiten-juden-zweiter-klasse.1079.de.html?dram:article_id=374739

    Gemäss der juristischen Logik, die vielerorts vertreten wird, ist er nicht psychisch stabil, weil sein Auto als Hindernis mit einem Hakenkreuz verziert wurde.

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  2. Pingback: UMFRAGE: Wer war der Täter, und wie reagiert die Justiz | Beamtendumm

  3. derdummbeutel schreibt:

    Da die katholische Kirche den glauben Gottes verweigert und den glauben Luzifer anpreist ,wegen Macht und Geld und einen auf christlichen tut.
    Folgender Schluss da von “ war Judas noch auch Christ, der angeblich Jesus verraten hat für ein paar silber Stücke!??!!!
    Da zur Zeit viel über Neonazis geredet wird und wie schon einige geschrieben hatten auch diesen die schuld geben, sehe ich die Auflösung bei den falschen Christen,wie Steinigung und so andere Groll taten der unglaubwürdigen, dies ist meine Meinung. Danke

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    • beamtendumm schreibt:

      Ob Judas ein Christ war ist eine treffliche Frage. Irgendwie schon, vielleicht einer der ersten Christen, obwohl es diesen Glauben damals offiziell noch gar nicht gab. Auf dem Papier sollte Judas also eher Jude gewesen sein. Oder irre ich mich da? Ich bin nun wahrlich kein Fachmann für Religionen.

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      • Joachim schreibt:

        Die biblische Antwort zur Frage, ob Judas ein Christ war:
        Christen sind die Nachfolger von Christus.
        ‚Christus‘ ist die griechische Bezeichnung für Jesus von Nazaret und bedeutet ‚der Gesalbte‘.

        Jesus Christus war beschnittener Jude und auch in den jüdischen Schriften prophetisch angekündigt.
        Dort allerdings nicht auf griechisch, sondern auf Hebräisch, als ‚Messias‘.

        Jesus Christus vollzog den Übergang vom alten zum neuen Testament, nach
        https://www.bibleserver.com/text/LUT/Gal3,14
        „auf dass der Segen Abrahams zu den Heiden komme durch Christus Jesus und wir den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben.“
        Das alte Testament wurde nicht aufgehoben (ebenda Vers 17), sondern mit dem neuen weiterentwickelt.

        Es wurde eine Öffnung für alle Menschen vollzogen und die Nachfolge beruht seit dem nicht mehr auf einer Abstammung, sondern auf der Idee (Geist).
        Dass es nicht mehr um eine sichtbare Zugehörigkeit (Parteibuch) geht, wird auch im Gespräch Jesu mit einer Samariterin deutlich.
        Die Samariter wurden als vermischtes Volk von den Juden verachtet und es gab einen Streit um die wahre Anbetung. Jesus wurde gefragt:
        https://www.bibleserver.com/text/LUT/Joh4,20-24
        „Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten soll. Jesus spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, dass ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr wisst nicht, was ihr anbetet; wir aber wissen, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden. Aber es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“

        Christen sind also die Nachfolger der von Christus dargelegten neuen (geistlichen) Ideen des neuen Testaments.
        Diese Ideen müssen verinnerlicht (verstanden) sein, damit die Nachfolge echt ist.
        Christen sollen nicht: ihren Verstand ausschalten und durch den Heiligen Geist ersetzen; sie sollen nicht wie Zombies ferngesteuert sein.
        Vielmehr respektiert der Heilige Geist die ehrliche Türwächterfunktion unseres menschlichen Geistes.

        Selten gehört, aber deshalb nicht weniger biblisch:
        https://www.bibleserver.com/text/LUT/Röm8,16
        „Der Geist [Gottes] selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.“
        Der Heilige Geist Gottes demütigt sich also als Zeuge gegenüber der Beweiswürdigung unseren Geistes; er respektiert unsere freie Entscheidung und unseren freien Willen.

        Wer Jesu Ideen annehmen kann, wird allerdings früher oder später von ihnen regelrecht ergriffen.
        Unabhängig von der Frage, ob es überhaupt einen Gott gibt und dem ganzen christlich-kirchlichem Getue sind Jesu Ideen wahrlich Spitze!
        Für die Frage ‚wer ist Christ‘ resultiert eine Definition, die in ihrer Sicht von oben vielleicht abgehoben erscheinen mag:
        https://www.bibleserver.com/text/LUT/Röm8,14
        „Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.“

        Auch musste das Verinnerlichen (Verstehen) der Ideen Jesu Christi in Ruhe geschehen, also mit Zeit und mit eigenem Denken, insbesondere in Abwesenheit des Meisters.
        Jesus sagte noch vor seiner Himmelfahrt:
        https://www.bibleserver.com/text/LUT/Joh.14,26
        https://www.bibleserver.com/text/LUT/Joh.16,7
        „Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

        Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden.“
        Der Geist kam dann Pfingsten, also über 50 Tage nach Jesu Kreuzigung zu den Nachfolgern Jesu, die bis dahin noch nicht so recht wussten, wie sie es anfangen sollten.

        Judas war einer der zwölf Jünger (Nachfolger) Jesu, hatte ursprünglich Anteil am Dienst, aber beging nach seinem Verrat und noch vor Ausgießung des Geistes Selbstmord.
        Vgl. https://www.bibleserver.com/text/LUT/Apostelgeschichte1,16-18 !
        Judas hatte Jesu Ideen also wohl nie richtig verstanden und erst recht nicht (mit seinem Verrat und seinem Selbstmord) richtig umgesetzt.
        Er könnte somit bestenfalls als formeller Scheinchrist bezeichnet werden.

        Die Frage der formellen Dazugehörigkeit wurde für Petrus bei Jesu Kreuzigung sehr schwer, weil die formell Dazugehörigen in der Gefahr der Verfolgung standen, aber das ist eigentlich ein anderes Thema.
        https://www.bibleserver.com/text/LUT/Mark14,27-30
        https://www.bibleserver.com/text/LUT/Mark14,66-72

        Allerdings ist zu bemerken, dass sich die Nachfolger Jesu – auch lange nach Pfingsten, nachdem sie Jesu Ideen begriffen hatten und umsetzten – sich selbst nicht Christen sondern Jünger nannten.
        https://www.bibleserver.com/text/LUT/Apg11,C26
        „… In Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt.“

        Zu Judas Lebzeiten gab es also nur einen einzigen Christen, nämlich den von Maria gesalbten Jesus Christus selbst.
        Die Salbung wurmte insbesondere Judas, denn das Öl war teuer.
        https://www.bibleserver.com/text/LUT/Joh12,1-11
        Maria tat es wohl aus Dankbarkeit der Auferweckung ihres nach 4 Tagen Grabesruhe schon stinkenden Bruders Lazarus.

        Doch es musste so geschehen, sonst wäre Jesus nicht der prophezeite Messias geworden,
        https://www.bibleserver.com/text/LUT/Luk4,16-21
        auf den fromme Juden und sogar die eingangs erwähnte Samariterin warteten:
        https://www.bibleserver.com/text/LUT/Joh.1,41
        https://www.bibleserver.com/text/LUT/Joh.4,25

        ERGEBNIS: Judas war kein Christ, weder ideell, noch formell, weil er weder verstand was Christus wollte, noch umsetzte, noch es seinerzeit überhaupt Christen gab.

        Hier im Blog dürften viele Leser eine starke Sehnsucht nach Gerechtigkeit haben.
        Die Idee, dass Gerechtigkeit das bessere ist, können wir Menschen aber (schon aus urheberrechtlicher Sicht) nicht als unsere schöpferische Leistung reklamieren.
        Dieser Erkenntnisgewinn resultiert für uns Menschen erst aus dem Vergleich mit den Folgen der Ungerechtigkeit.
        Gott wusste es vorher und wollte von Adam und Eva den Glauben, jene aber die Beweiserhebung.
        Sie bissen in die verbotene Frucht, weil sie der Provokation der Schlange erlagen.
        https://www.bibleserver.com/text/LUT/1.Mo3,5
        „sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.“
        (Gegenüber dem eigenen Schöpfer, dem man alles zu verdanken hat, sind auch Unglaube und Ungehorsam nur Spielarten der Ungerechtigkeit.
        Das wird uns Menschen auch noch mal durch die Robotik klar gemacht werden.)

        Auch Jesus betonte vielfach, dass Gerechtigkeit eine der Ideen ist, die Gott haben will.
        https://www.bibleserver.com/text/LUT/Matt5,6
        „Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.“
        Das will verstanden werden; insbesondere nicht nur bezüglich Ungerechtigkeit, die einem selbst weh tut.
        Auch will es geglaubt werden, das ’sie sollen satt werden‘ ist dabei Hoffnung und Auftrag!

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      • beamtendumm schreibt:

        Auch für mich als Nichtchrist eine umfangreiche und gute Erklärung. Danke dafür.

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  4. justizfreund schreibt:

    Im Einzelfall ist das ja auch nicht vorherzusagen, da es ein Angehöriger jeder Religion sein könnte.

    Auch mancher Christ mag keine Muslime:
    Kampf um die Weltherrschaft Heiliger Krieg, Papst Urban II. rief 1095 zum Kreuzzug gegen die Muslime auf
    http://www.spiegel.de/spiegelgeschichte/papst-urban-ii-rief-zum-kreuzzug-gegen-die-muslime-auf-a-847261.html

    Muslime mögen aber rein Glaubenstechnisch keine Juden und auch keine Jessiden (Teufelsanbeter von diesen genannt). Allerdings mögen muslimische Sunniten auch keine muslimischen Schiiten und umgekehrt und durcheinander.

    Die christliche Bibel:
    Steinigung als Strafe für Gotteslästerung
    „Wer des Herrn Namen lästert, der soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. Ob Fremdling oder Einheimischer, wer den Namen lästert, soll sterben.“ Lev 24,6

    Wenn er gesteinigt wurde ist die Sachlage also klar.

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    • beamtendumm schreibt:

      Verlegen wir die Tat mal vom Mittelalter ins 21. Jahrhundert. 😉

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      • Bibelkenner schreibt:

        Da sind schon wieder die richtigen Auskenner beieinander:
        Der eine bezeichnet Leviticus, also das 3. Buch Moses, also des Pentateuch (=jüd. Tora) als ‚christliche Bibel‘ und der andere spricht bei dem Stichwort Steinigung vom Mittelalter.
        Ja, ne, is klar!

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      • beamtendumm schreibt:

        Von welchem Zeitalter würdest du denn bei Steinigung sprechen? Also nicht im Iran oder Irak, sondern in Deutschland?

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      • Bibelkenner schreibt:

        Google doch selber, aber im abendländischen Mittelalter, das ganz andere Grausamkeiten kennt, ist das nicht üblich gewesen. Das war/ist eine Todesstrafe/ – art, die aus dem Nahen Osten kommt – Wüstenvölker halt, wo es viele Steine gab/gibt.
        Insbesondere ist das eine biblische Strafe des Alten Testaments und hat wenig mit dem Christentum zu tun. Da hat man eher gerädert, gevierteilt und gehängt – nicht menschlicher aber halt anders.

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      • justizfreund schreibt:

        In meinem Religionsbuch steht, dass auch Christen Moses mögen:
        „Auch für das Christentum gilt die jüdische Bibel. Christen nennen sie das Erste Testament.“
        https://www.religionen-entdecken.de/lexikon/m/mose

        „Mose – für Juden, Christen und Muslime ein wichtiger Prophet“

        So gesehen muss Steinigen halt sehr wichtig für alle gewesen sein.

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  5. Korte schreibt:

    Der Logik der Gutmenschen nach, darf es doch nur ein „böser Rechter, Nazi sein, der so etwas schlimmes tut.

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  6. berndvogt schreibt:

    Wann erfahren wir die Auflösung des „Religions-Rätsels“, und welcher Glaubensgemeinschaft der Hakenkreuzschmierer angehört, lieber Herr Schreiber?

    Bernd Vogt
    Büttelwatch – Dienstaufsicht durch das Volk

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