EHE FÜR ALLE wird immer bekloppter

Seit wann gibt es eigentlich die Ehe? Ich wurde diesbezüglich nicht fündig. Es gibt zwar die Geschichte der Ehe, aber dort findet man nur, dass es die Ehe schon seit Jahrhunderten gibt. Besonders genau ist das nicht. WIKIPEDIA schreibt dazu:

Die Ehe (von althochdeutsch ēwa „Ewigkeit, Recht, Gesetz“; historisch rechtssprachlich: Konnubium) oder Heirat ist eine durch Naturrecht, Gesellschaftsrecht und Religionslehren begründete und anerkannte, zumeist gesetzlich oder rituell geregelte, gefestigte Form einer Verbindung zweier Menschen. Die Partner werden bezeichnet als Ehepaar, Ehepartner, Eheleute oder Ehegatten (siehe Begattung). Einige Staaten und Religionen erlauben die Mehrehe (Polygamie). Die rechtsgültige Auflösung der Ehe ist die Scheidung.

Ich habe ein Problem damit, dass die Ehe was mit Naturrecht zu tun haben sollte. Ich sehe das nicht so. Sollte ich mich irren, dann meine ich, dass dies deutlich gegen eine EHE FÜR ALLE sprechen sollte.

Es wird aber immer verrückter. Die EHE FÜR ALLE ist noch kein Jahr alt, und schon ist das für manche schon wieder zu wenig. Drei homosexuelle Männer verlangen nun eine gemeinsame Ehe. Ihr Argument ist zwar blöde, aber durchaus auch logisch. Die drei Männer argumentieren, dass im Gesetz nicht steht, dass die Ehe auf zwei Menschen begrenzt ist. Das stimmt wahrscheinlich, und ich erlaube mir mal die Frage, was denn nun noch kommt.

Klar, wenn auch 3 Männer heiraten können, dann gilt das natürlich auch für drei Frauen, und wahrscheinlich auch für 4 und noch mehr Frauen oder Männer. Was ist dann mit einer Frau und mehreren Männern, einem Mann und mehreren Frauen. bzw mehrere Frauen und mehrere Männer?

Gilt dann bald die EHE FÜR ALLE auch zwischen Menschen und Tieren, wie das in anderen Ländern schon möglich ist?

Das Ganze ist schon ziemlich blöd. Hier muss man sich dann wohl die Frage stellen, ob man  nicht besser dran wäre, wenn man  nicht unbedingt das geändert hätte, was schon hunderte von Jahren funktioniert hatte. Nur die Paarung von Mann und Frau dient der Fortpflanzung, nur so wird die Menschheit auch in Zukunft existieren.

Betrachtet man das Ganze aus der Sicht von Kindern, dann muss man feststellen, dass es heute viele alleinerziehende Eltern, hauptsächlich Mütter gibt. Auch wenn die erfolgreich bei der Kindererziehung sind, ist unbestritten, dass für die Kinder das Beste ein Aufwachsen mit Mutter und Vater sind. Eine Ehe macht also den meisten Sinn da wo es selbst gezeugte Kinder gibt.

Bei einem Zusammenleben von Mann und Frau ohne Kinder ist eine Ehe nicht unbedingt nötig. Macht aber noch Sinn, weil bei diesem Zusammenleben zumindest die Möglichkeit besteht, dass Kinder zur Welt kommen.

Beim Zusammenleben von Frau/Frau bzw Mann/Mann besteht diese Möglichkeit nicht, und eine Ehe ist von daher überhaupt nicht nötig. Ein Zusammenleben ist in so einem Fall auch ohne Ehe möglich. Aus meiner Sicht ist daher die EHE FÜR ALLE ein Schritt in die falsche Richtung.

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3 Antworten zu EHE FÜR ALLE wird immer bekloppter

  1. Karl der Deutsche schreibt:

    Jede Ehe sollte zuerst dem Zeugen von Kindern dienen, was bei Gleichgeschlechtlichen kaum möglich ist. https://web.facebook.com/groups/MeineRepublikDeutschland wird viel bewegen, sobald wir mehr Mitglieder sind. Wann wirst auch du die Gruppe weiter empfehlen?

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  2. 5jahrehartz4 schreibt:

    grins…. wir haben schon die Ferntrauung durch Kochtopf und Abtropfsieb (Ureltern des Spaghettimonsters) beantragt (will leider Vorkasse und die deustche Buerokraturfindet nicht das richtige Formular) aber wieder im Ernst:
    die Ehe wurde nur zur Sciherung der Versorgung (nach Scheidung oder Tieferlegung) geschaffen und um das Vermoegen zusammenzuhalten (deshalb duerfen katholische Pfarrer ja auch nicht heiraten (durften sie frueher, doch dann wurde das Vermoegen an die Nachkommen aufgeteilt, statt im Schiss der Kirche zu landen – und nun sindKinder nur noch „Bastarde“ und die Kirche hat die Kohle sicher.
    Ausserdem haben die Frauen die hoehere Lebenserwartung – dazu gibt es auch ein nettes Buch mit Kurzkrimis die genau beschreiben wieso die laenger leben – duerfte Standard werden bei allen Behoerden mit denen wir/bruno zu tun hat, denn es heisst „Goodbye Bruno“.
    Gretna Green Standard – genauer Scottish Law – da haben frau und Mann vor zwei Zeugen erklaert dass sie zusammengehoeren und waren damit verheiratet (der Schmied hat nur ein Geschaeft drauss gemacht).
    Zusatzfrage: Wenn alle heiraten wollen, wer darf dann die Eheschliessung vollziehen? Nur der Standesbeamte? Vermutlich eine Diskriminierung 😉

    Fruehmorgendlicher Exkurs zur Ehe:

    … Was die Ehe betrifft, so ist nichts gegen sie einzuwenden, außer dass sie eine ge-setzlich geregelte Institution ist. Das natürliche Geschehen, dass ein Mann und eine Frau mit oder ohne Kinder einander fürs Leben begleiten, ist ein treffliches Arrange-ment, das in dem Maß funktioniert, als man nicht darauf besteht, dass es funktionieren müsse, und seinen Partner nicht als Besitz ansieht. Wenn man ein anderes Lebewesen als Besitz betrachtet, verliert die Beziehung automatisch an Wert. Im Rahmen einer Trauungszeremonie für persönliche Freunde halte ich daher immer etwa folgende Ansprache:
    „Was ich jetzt sagen möchte, klingt zunächst vielleicht deprimierend, aber ich glaube nicht, dass die Praxis sich als so deprimierend erweist. Dreierlei Dinge solltet ihr euch bewusst machen. Erstens, dass ihr, wie ihr euch gegenübersteht, wahrscheinlich nur das Beste am anderen seht, dass aber mit der Zeit alles vergeht, und es auch mit euch im Laufe der Jahre eher schlechter als zum Besseren gehen wird. Geht trotzdem nicht in eine Ehe mit dem Vorhaben, euch gegenseitig bessern zu wollen. Persönliches Wachstum kann stattfinden, aber es lässt sich nicht erzwingen. Das zweite hat mit der Ehrlichkeit des Gefühls zu tun. Bekennt euch nie zu einer Liebe, die ihr nicht wirklich fühlt, denn Liebe lässt sich von uns nicht kommandieren. Fordert aus demselben Grund von eurem Partner nicht Liebe als Pflicht, denn als solche gegeben, ist Liebe nicht wahr und macht dem anderen keine Freude. Drittens sollt ihr nicht so aneinander kleben, dass ihr euch gegenseitig erwürgt. Ihr seid nicht das Besitztum des anderen, und ihr müsst eurem Partner so vertrauen, dass ihr dem Wesen, das er oder sie ist, volle Freiheit gewährt. Wenn ihr diese Dinge so seht, steht eure Ehe auf soliderem Boden, als wenn ihr einen formellen Vertrag miteinander schließt oder euch gegenseitig ein noch so feierliches und verbindliches Versprechen gebt.“
    Ein Paar, das mit dieser Rede nicht einverstanden ist, sollte nicht heiraten……
    (Autor Alan Watts Titel : Zeit zu leben)

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  3. Gehilfe-fürs-delikate schreibt:

    Also mach es nicht so kompliziert, eigentlich gibt es nur 4 Fragen:
    Darf der Ochse einen Bullen heiraten (und umgekehrt)?
    Darf die Kuh einen Ochsen heiraten (und umgekehrt)?
    Darf die Kuh eine Kuh heiraten (umgekehrt gibt es nicht)?
    Darf Ochse, Bulle, Kuh mehr als eine/n andere/n Kuh, Bulle, Ochse heiraten (und umgekehrt)?
    Selbst Wikipedia „Polyamerie“ hat darauf keine eindeutige Antwort.
    Nur einer weiß wohl genau Bescheid: der Deutsche Bundestag: EHE für ALLE.
    -;)))

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