Zwei Unfälle in den ersten 14 Tagen des neuen Jahr

Zwei Unfälle bzw. zwei Rollstuhlunfälle in einem Jahr, bzw. in den ersten 14 Tagen eines Jahres sind wahrscheinlich genug, mehr als genug. Das braucht man nicht wirklich, und was ähnliches habe ich bisher auch noch nicht erlebt. Vermutlich ein Zeichen, dass ich alt werde.

DIE MAUER MUSS WEG

Erst gab es den Unfall in Osnabrück der zum beidseitigen Bruch meiner Zehe führte, und sechs Tage später verließ ich unfreiwillig und sehr unsanft meinen Rollstuhl Richtung Boden. Sowohl der Mauerunfall mit meinem Elektrorollstuhl in Osnabrück, als auch der Abflug Richtung Boden brachte mich kurzfristig ins Krankenhaus. Ein stationärer Aufenthalt blieb mir aber in diesem Jahr bisher erspart.  Allerdings sind natürlich in diesem Jahr auch erst 14 Tagen vergangen.

Mal sehen wie es weitergeht.

Erwähnenswert ist vielleicht noch die erste Behandlung im Krankenhaus. Wenn man 1,5 Stunden in der Ambulanz ist, dann wird man sich dort vielleicht 30 Minuten um den Patienten kümmern, aber mindestens eine Stunde um die Krankenkassenkarte. Die Priorität ist also klar.

Bei mir wurde geröntgt, und festgestellt, dass die großen Zehe an beiden Füßen gebrochen sind. Der Arzt teilte dann mit, dass ich Schmerzmittel bekommen soll, die Zehen sollten mit einem Dachziegelverband verbunden werden, und dann sollte ich mit dem Krankentransport zurückgefahren werden. Das war also die Ansage des Arztes.

Die Vorgehensweise war aber eine völlig andere.

Erst wurde der Krankentransport bestellt. Das klingt vielleicht noch logisch, weil der Krankentransport natürlich eine gewisse Vorlaufzeit braucht. Es ist aber ziemlich unlogisch, wenn man diese Vorlaufzeit nicht nutzt, um die restlichen Aufgaben zu erledigen.

Der Fahrdienst kam und wollte mich einsacken. Ich habe dann gefragt, was sie vor hätten. Sie teilten mir mit, dass ich zurückgebracht werden soll. Ich hatte dann den klitzekleinen Einwand bezüglich des fehlenden Verbands. Daraufhin wurde die Krankenschwester informiert, die sich wieder an ihren Auftrag erinnerte.

Schwesterchen kam dann und teilte mir mit, dass das nun etwas weh tun würde, weil sie den gebrochenen Zeh anfassen müsste. Ich bekam dann links einen wunderschönen  Dachziegelverband. Danach kamen dann wieder die Fahrer um mich zurückzubringen. Wieder hatte ich einen kleinen Einwand bezüglich des fehlenden Verbands am rechten Fuß. Wieder wurde die Krankenschwester angesprochen. Die war verwundert. Ich erklärte ihr dann, dass ich zwei Füße habe, zwei Zehe und auch beide gebrochen sind, und ich deshalb auch zwei Verbände bräuchte. Die Schwester fragte dann den Arzt, der ihr mitteilte, dass er ihr das doch gesagt hätte.

Nun ging es wieder von vorne los. Am Ende hatte ich an beiden Füßen jeweils einen Dachziegelverband. Allerdings fehlte noch etwas, nämlich die Schmerzmittel. Mir wurde mitgeteilt, dass ich nach einer Woche zur Kontrolle zum niedergelassenen Arzt soll, und bekam vom Krankenhaus dann noch 3 Schmerztabletten. Drei Schmerztabletten also für eine ganze Woche, das macht also rechnerisch weniger als eine halbe Tablette am Tag. Da merkt man, was der Mensch in unserem Staat so wert ist.

Eine weitere Frage ergibt sich, ohne dass ich da eine Antwort drauf hätte.

Der Arzt hatte Schmerzmittel einen Dachziegelverband für beide Füße und den Rücktransport angeordnet. Warum bloß gab es die Schmerzmittel erst ganz am Ende? Einen Flug mit Fallschirmsprung sollte man bei solchen Leuten besser nicht buchen, denn von denen gibt es erst den Sprung, dann die Landung, des Springers, und  nach der Landung des Springers wird der Fallschirm überreicht.

 

 

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