Zwei Videos von Angela Masch gesperrt

Vor ein bis zwei Wochen wollte ich bei meinem YOUTUBE-Kanal Videos von Dina und den Stellings löschen, weil ich keinen Bock mehr auf diese Personen habe. Warum dürfte bekannt sein, deshalb erspare ich mir hier eine weitere Begründung.

Es ging um fünf Videos, drei von Dina und zwei von Stellings. Beim Einloggen erfuhr ich dann, dass bereits zwei Videos gelöscht oder gesperrt waren. Beide Videos waren von Dina, Die Videos waren bei mir nur hochgeladen worden, um ein Backup von den Originaldateien zu haben. Es ist bei youtube schon manchmal sinnvoll ein Video mehrfach im Netz zu haben, um evtl. Verlust durch Löschung zu verhindern. Offenbar hat Dina die Löschung beantragt, und das mit ihrem Urheberrecht begründet.

Das Urheberrecht liegt tatsächlich bei ihr, aber es ist schon etwas verwunderlich, dass es ihr nach mehr als einem Jahr in den Sinn kommt, Ihr Urheberrecht gelten zu machen. Vermutlich ging es ihr aber gar nicht wirklich um das Urheberrecht, sondern sie wollte mal wieder etwas Boshaftigkeit versprühen, und kann jetzt endlich mal mitteilen, dass sie mal einen kleinen Erfolg gegen mich hatte. 😉 Er sei ihr gegönnt. zwei Gummipunkte für Dina. 😉

Mir konnte es egal sein, so musste ich nur noch ein Video von ihr entfernen.

Von den Stellings wurden dann auch noch gleich zwei Videos entfernt.

Heute erfuhr ich, dass auch von Angela Masch Videos gesperrt wurden. Allerdings betrifft diese Sperrung nur dieses Land. Nur in Deutschland können die Videos nicht direkt angesehen werden, befindet man sich im Ausland, oder täuscht das beim Surfen vor, dann kann man die Videos trotzdem sehen.

Es geht unter anderem um dieses Video.

Bei Aufruf erscheint:

Dieser Inhalt ist aufgrund einer rechtlichen Beschwerde in dieser Landes-Domain nicht verfügbar.

Der Text dürfte eindeutig genug sein. Wenn es eine rechtliche Beschwerde ist, dann kommt die vermutlich nicht von einer Privatperson, sondern wahrscheinlich durch die Justiz.

Worum ging es in diesem Video, dass man das unbedingt in Deutschland sperren musste?

Angela Masch berichtet in dem Video, dass sie der Polizist Hauck mal wieder verklagt. Weiter behauptet Angela Masch, dass der Polizist einen 12-jährigen Jungen getreten hat, und nun Angela Masch schon mehrfach verklagt hat, weil es ihm natürlich nicht gefällt, dass Frau Masch das verbreitet.

Und genau da liegt das Problem. Ich würde nämlich nie behaupten, dass der Polizist Hauck einen 12-Jährigen getreten hat, weil ich möglichen Problemen lieber aus dem Weg gehe. Entweder würde ich schreiben, dass man in dem Video genau sieht, dass der Polizist H. einen Jungen tritt, oder ich würde das umschreiben. Polizist H. ist nämlich immer zulässig, da kann sich auch kein Polizist Hauck beschweren.

Die BILD hat z. B. auch das Video veröffentlicht, und eben auch nicht behauptet, dass der Polizist den Jungen tritt, sondern das als Frage umschrieben.

Zeigt das Video hier wie ein Polizist einen Jungen tritt?

Bei so einer Umschreibung oder einer Frage, da kann dann auch der Polizist Hauck nicht mehr rechtlich viel machen. Außerdem macht so eine Frage das Video noch etwas interessanter. Wir verpacken doch Weihnachtsgeschenke auch, damit sich der Beschenkte nicht nur über das Geschenk freut, sondern auch um die Neugier zu steigern.

Tritt hier ein Polizist einen Jungen?

Man hat zwar schon eine Erwartungshaltung beim Ansehen, aber man muss sich das Video ansehen, um Gewissheit zu erlangen.

Wenn man das Ergebnis schon vorher präsentiert bekommt, dann muss ich mir das Video nicht mehr zwingend ansehen. Warum sollte man sich ein widerliches Video unbedingt ansehen, wenn man das Ergebnis schon vorher genau kennt? Immerhin ist das Video für die Zuschauer evtl. sehr belastend.

Wenn man sich das Video ansieht, besonders das von der BILD veröffentlichte Video, dann kommt man sehr schnell zu einem eindeutigen Ergebnis. Jeder kann sich nun selbst ein Bild davon machen, was der Polizist Hauck so in seinem Dienst treibt.

Der Polizist Hauck behauptet bekanntlich, dass er das Kind NICHT getreten habe. Wirklich?

Man sollte denken, dass man behaupten dürfte, dass der Polizist den Jungen getreten hat, wenn er das Kind wirklich getreten hat. Man sollte denken, man darf behaupten, dass der Polizist das Kind getreten hat, wenn man das Video gesehen hat. Leider ist das nicht ganz so einfach.

Wäre der Polizist wegen eines Fußtritt angeklagt worden, und wegen (gefährlicher) Körperverletzung verurteilt worden, dann dürft man dies tatsächlich behaupten. Allerdings wurde der Polizist niemals deswegen angeklagt. Es gab zwar eine Strafanzeige, aber die hat die Staatsanwaltschaft eingestellt, noch bevor die Tinte auf dem Papier trocken war. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so eine schnelle Einstellung erlebt zu haben, wie in diesem Fall. Unglaublich.

Wenn jemand nach dem Ansehen dieses Videos für sich zu dem Ergebnis kommt, dass der Polizist ein Verbrecher wäre, was muss der dann erst über den Staatsanwalt denken, der das Verfahren in Nullkommanichts eingestellt hat?

Da stellt man sich auch die Frage, was der Anwalt der Familie eigentlich gemacht hat. Gegen die Einstellung hätte man Beschwerde einlegen müssen, und bei der Eindeutigkeit des Videos gegebenenfalls auch noch ein Klageerzwingungsverfahren anstrengend müssen. Wenn es dann zu einer Anklage und Verurteilung gekommen wäre, dann hätte Angela vermutlich auch keine Probleme mehr, wenn sie behauptet, dass der Polizist den Jungen getreten hat.

Es kommt aber noch schlimmer. Angela wurde wegen der Veröffentlichung eines Videos von dem Vorfall von der Justiz angeklagt, und vom Amtsgericht und Landgericht verurteilt. Ein klarer Justizskandal, auch wenn die Urteile bisher nicht rechtskräftig geworden sind. Es gab Monate später eine Inobhutnahme in Parchim (Mecklenburg-Vorpommern). Dort kamen nicht nur zwei Polizisten um einen 5-Jährigen zu holen, sondern die kamen mit einer halben Hundertschaft. Echt peinlich. Das Fernsehen strahlte damals ein Video von der Inobhutnahme aus, und man sah auch einen Polizisten, der den Tränen nahe war. Auch in diesem Video waren die Polizisten unverpixelt zu sehen, wie in dem von Angela veröffentlichtem Video. Bei Angela soll das angeblich eine Straftat gewesen sein, bei dem Fernsehsender hat man sich das wohl nicht getraut.

Aus meiner Sicht müssen sich Polizisten so etwas gefallen lassen. Sie sind im Staatsdienst und haben sich von daher von dem Bürger kontrollieren und kritisieren zu lassen. wenn ihnen das nicht gefällt, dann dürfen sie diesen Job nicht machen. Ich erinnere immer wieder daran. dass das Grundgesetz nur eine Obrigkeit kennt, und das sind wir das Volk. Nicht der Staat, nicht die Polizei etc. Wir das Volk zahlen letztendlich auch mit unseren Steuermitteln deren Gehälter und Pensionen.

Auch das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) untermauert immer häufiger meine Ansicht. Das BVerfG unterscheidet zwischen GRUNDRECHTSBERECHTIGTE und GRUNDRECHTSVERPFLICHTETE. Ein Polizist im Dienst ist also kein GRUNDRECHTSBERECHTIGTER, sondern vielmehr ein GRUNDRECHTSVERPFLICHTETER. Ich selber hatte in Bochum schon Probleme mit Polizisten, die glaubten, dass ich sie nicht filmen oder fotografieren dürfte. Durfte ich natürlich doch. Nur wenige Tage nach dem Zwischenfall hatte das BVerfG in einem ähnlichen Fall entscheiden, dass man die Polizei aufnehmen darf, damit Waffengleichheit zwischen Bürger und Polizei besteht. allerdings ging es damals nur um das Aufnehmen, und nicht das Veröffentlichen. Ich halte jedoch grundsätzlich, und besonders in so einem Fall, das Veröffentlichen mit dem Grundgesetz vereinbar. Die Öffentlichkeit hat ein berechtigtes Interesse über das Verhalten ihres Dienstpersonals, denn mehr sind Polizisten nicht, umfassend informiert zu werden.

Wie kann man sich nun das in Deutschland gesperrte Video ansehen?

Eine einfache Lösung ist mit der Nutzung eines Browsers wir TOR gegeben. Der Browser täuscht YOUTUBE vor, dass die Anfrage gar nicht aus Deutschland kommt, und dann ist YOUTUBE sofort bereit das Video wieder abzuspielen.

Für andere Browser wie EDGE, FIREFOX bis SAFARI etc. gibt es entsprechende Plugins, die auch die tatsächliche IP-Adresse verschleiern, und so YOUTUBE zum Abspielen der Videos bewegen können.

Bei Firefox kann man z. B. den CR-UNBLOCKER installieren. Danach das gesperrte Video auf YOUTUBE aufrufen. Dann kommt die Meldung, dass das Video gesperrt wurde. Man klickt dann auf den Button CR-UNBLOCKER, und nach kurzer Zeit sollte sich dann das gesperrte Video abspielen lassen.

Im Moment gibt es das Video aber auch noch hier.

Die gegen Angela Masch noch laufenden Verfahren bezüglich des Polizisten können aber auch als Chance angesehen werden. Immerhin besteht ja die Möglichkeit, dass nicht alle Schwarzkittel kriminell oder völlig verblödet sind. Sollte nur ein Richter zu dem Ergebnis kommen, dass in dem Video zu sehen ist, dass der Polizist den Jungen doch getreten hat, dann könnte das durchaus auch Auswirkungen auf die bereits gelaufenen Verhandlungen in Kaiserslautern haben. Es wäre nicht das erste Mal, dass Zivilverfahren dazu geführt haben, dass Strafverfahren wieder aufgerollt werden mussten.

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Eine Antwort zu Zwei Videos von Angela Masch gesperrt

  1. Korte, Werner schreibt:

    Die Wahrheit ist das gefährlichste und stärkste Gift für eine „Demokratie“ und RechtS-Staat nach westlichem Werteverteidiger- Muster. Weil dunkles Gesindel das Licht, die Wahrheit fürchtet, muß die Zensur, die es angeblich in einer Demokratie und einem RechtS-Staat nicht gibt, sofort einschreiten und alles, was der Wahrheit zu nahe kommt, sperren/unterdrücken. Trotzdem behaupten die Unterdrücker das Grundgesetz sei eine Verfassung ! Aber, warum beachten selbige das nicht ?

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