ANGELA MASCH: Strafverfahren beim AG Syke

Am 7. November soll es mal wieder ein Strafverfahren gegen Angela Masch geben, weil sie die Wahrheit wohl etwas zu deutlich sagt. Angeklagt ist sie nun wegen übler Nachrede eines Polizisten.

Der Termin ist um 10:30 im Sitzungssaal 117 beim Amtsgericht Syke angesetzt.

Angela Masch wird vorgeworfen, dass sie behauptet hat, der Polizeikommissar Christoph Hauck hätte den 12-jährigen Jungen Tobias Kucharz getreten. Es geht hier um dieses Video, und um die Szene zwischen Minute 10:20 bis 10:30.

(ACHTUNG DIESES VIDEO IST NICHT FÜR JEDERMANN GEEIGNET. BESONDERS SENSIBLE PERSONEN SOLLTE SICH DAS VIDEO NICHT ANTUN.)

Wenn man sich das Video ansieht, dann kann man wohl zu dem Ergebnis kommen, dass der Einsatz sehr unprofessionell durchgeführt wurde. Besonders diesem Polizist kann nun nicht bescheinigt werden, dass er etwas unternommen hätte, um die Situation zu beruhigen.

Vor der entscheidenden Szene hört man den Polizist, wie er dem Jungen droht, weil der angeblich versucht hätte ihn zu beißen. Der Junge bestreitet dies, oder versucht es zumindest, wird aber die ganze Zeit von dem Polizisten an- und niedergeschrien.

Dann schreit der Polizist den Jungen an, dass der sein Bein loslassen soll. Wenn der Junge zwischenzeitlich das Bein tatsächlich festgehalten haben sollte, dann dürfte er dies inzwischen wieder losgelassen haben. Zumindest gehe ich davon aus, weil einiges dafür spricht, was sich später noch ergeben hat.

Einige Sekunden später sieht man eine Beinbewegung des Polizisten. Bei dieser Beinbewegung sehen einige einen Tritt in Richtung des Jungen, während der Polizist später behauptet hat, er habe sich mit der Beinbewegung lediglich von dem Griff des Jungen befreit.

Sieht man sich die Sequenz genau an, dann hat man aber eher den Eindruck, als ginge die Fußbewegung in Richtung des Jungen, und nicht von dem Jungen weg, bzw. wurde das rechte Bein etwas nach hinten bewegt, um auszuholen, und dann ging das Bein in Richtung des Jungen.

Die Reaktion der Anwesenden stützt auch eher die Fußtrittversion, als die von dem Polizisten mal behauptete Version, er habe sich von der Umklammerung des Jungen befreien wollen.

Hätte er sich von dem Griff des Jungen nur befreit, wäre die Beinbewegung nach hinten gegangen. Auch wäre die Reaktion der anwesenden Mutter eine andere gewesen. Auch die ging von einem Tritt aus, und hat das später auch bei Gericht bestätigt. Außerdem hört man nach der „Beinbewegung“ den Jungen schmerzhaft aufschreien.

Während die Aussagen der Anwesenden eindeutig waren, wird berichtet, dass der Polizist bezüglich der „Beinbewegung“ unterschiedliche Aussagen gemacht habe. Zunächst wurde behauptet, er habe sich nur von dem Griff des Jungen befreit, später rückte er von dieser Aussage angeblich wieder ab, und er will nun nur versucht haben das Gleichgewicht zu halten.

Es ist mir unklar, wo das Video das belegen sollte.

Der Polizist Hauck hatte mal politische Ambitionen als Bürgermeister. Daraus wurde aber nichts. Vielleicht lag es ja na diesem Video, das in der Öffentlichkeit gar nicht gut ankam. Angeblich musste die Tochter des Polizisten sogar die Schule wechseln, weil das Kind nach diesem Video an der Schule gemobbt wurde. Natürlich kann das Kind nichts dafür wenn es einen Vater hat, der als Polizist möglicherweise ein Kind körperlich misshandelt hat, aber die Empörung bei so einer Maßnahme ist natürlich mehr als verständlich. Wenn es also tatsächlich stimmen sollte, dass die Polizistentochter deswegen die Schule wechseln musste, dann deutet das deutlich daraufhin, dass nicht nur Angela Masch, sondern auch andere Menschen in dem Video einen Fußtritt gesehen haben.

Wenn es also wirklich ein Fußtritt gewesen war, dann ist die Empörung darüber nicht nur berechtigt, sondern auch verständlich. Völlig falsch wäre es jedoch hierfür Frau Masch verantwortlich zu machen Wir leben doch nicht mehr im Mittelalter, wo der Überbringer der schlechten Nachricht hingerichtet wurde. Verantwortlich für so eine Tat wäre der Täter, und nicht der Überbringer der Nachricht.

Die Staatsanwaltschaft hat die Strafanzeige nicht zur Anklage gebracht, sondern verdammt schnell die Ermittlungen eingestellt. Verdächtigt schnell. Dass es nun ein Strafverfahren gegen Angela Masch gibt verwundert nun kaum noch. Es passt in das Bild, das viele Bürger heute von unserer Justiz haben.

Frau Masch wird also angeklagt wegen angeblicher übler Nachrede bzw. sogar Verleumdung. Da gibt es auf der einen Seite das Recht der freien Meinungsäußerung aus Artikel 5 des Grundgesetz, und auf der anderen Seite den Ehrschutz. Die höchstrichterliche Rechtsprechung hat endlich mal festgestellt, dass die Wahrheit gesagt werden darf. Das war nicht immer so, es gab auch schon Richter, die dem Bürger mitgeteilt haben, dass es auf die Wahrheit gar nicht ankäme. Dies hat sich inzwischen also zum Glück geändert.

Wenn es sich bei der Beinbewegung des Polizisten Hauck tatsächlich um einen Tritt in Richtung des Jungen gehandelt hat, dann darf man das auch sagen. Dann muss sich das auch ein deutscher Polizist gefallen lassen.

Was aber wenn nicht, wenn die Beinbewegung kein Tritt gegen das Kind gewesen wäre? Hier muss dann unterscheiden, ob es sich bei der Aussage von Frau Masch um ihre eine Meinung, oder eine Tatsachenbehauptung gehandelt hat.

Hört man sich die Radiosendung von Frau Masch an, dann ist ganz klar, dass Frau Masch keine Tatsachenbehauptung von sich gegeben hat, sondern ausdrücklich nur ihre Meinung kundgetan hat. Mehrfach erwähnt sie dies ausdrücklich in ihrem Beitrag

Vielleicht kann Angela in einem Kommentar zu diesem Beitrag noch einen Link zur Radiosendung einfügen. Gestern hatte ich den noch, aber jetzt im Moment kann ich den nicht mehr finden.

Zur Erinnerung, auch hier wird keine Tatsachenbehauptung getätigt, sondern nur weitergegeben, was andere von sich gegeben haben, ohne eine eigenen Tatsachenbehauptung aufzustellen. Natürlich darf straffrei berichtet werden, was andere von sich gegeben haben.

Natürlich habe ich mir auch das Video angesehen, und dazu eine eigene Meinung gebildet, die aber hier nicht als Tatsachenbehauptung veröffentlicht wurde. Es kann aber gesagt werden, dass in der Vergangenheit die absolute Mehrheit der Besucher die Meinung von Frau Masch teilt.

https://www.amtsgericht-syke.niedersachsen.de/service/wegbeschreibung/63986.html

ERGÄNZUNG:

Video von Angela Masch zur Verhandlung

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9 Antworten zu ANGELA MASCH: Strafverfahren beim AG Syke

  1. W. Korte, Solingen schreibt:

    Obwohl dieses Video nur wenig Handlung zum eigentlichen Tatgeschehen zeigt, bleibt festzustellen, Polizisten die sich zu solchen Gewaltanwendungen hergeben, sollten bei Hochsommertemparaturen verkehrt rum 2 Meter über dem Boden auf öffentlichen Plätzen aufgehängt werden. Wer Kindern oder Wehrlosen, unabhängig aus welchen Gründen Gewalt antut, für den kann keine Strafe hoch genug sein.

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  2. W. Korte, Solingen schreibt:

    Wen wundert eine neue Anklage ? Sämtliche „Behörden“ sind weit überbesetzt. Darum müssen diese Herrschaften ihre Daseinsberechtigung beweisen. Wie tun sie das ? Sie jammern über Personalmangel und Überlastung, um auch noch ein paar „Kumpel“ gut dotierte Posten zu verschaffen ! Die meisten Menschen erkennen die Märchen von Personalmangel und Überlastung nicht. Den Gegenbeweis könnte ich zigfach antreten. Beispiel: Die Weigerung eine Zustimmungserklärung zu einer Mieterhöhung von 0,51 Euro zu unterschreiben, hat anschließend genügend Personal beschäftigt um daraus mehr als ein Dutzend „Verfahren“ zu kreieren mit ca. 30.000 Euro Schäden und Kosten ! Ich könnte hier noch viele ähnliche Verfahren aufführen. Selbiges wird jetzt auch A. Masch anschließend bestätigen können, wo „Volksdiener“ immer Recht auch im Unrecht haben. Das garantiert die Besatzer-Justiz zuverlässig, weil sie wie „unsere Volksvertreter“ sich hinter der Polizei gut geschützt weiß !

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    • justizfreund schreibt:

      10 Monate auf Bewährung für räuberischen Diebstahl eines Schweineschnitzels, LG-Bückeburg, 13.02.2004

      Absurder Strafprozess wegen 50 Cent Pfandwert, Anklageerhebung, zwei Strafprozesse, 100 EUR Ordnungsgeld für die Geschädigte, Vorführbefehl, Freispruch, weit über 1000 EUR Verfahrenskosten, 30.04.2015

      In fast 4 Jahren 32 Beschwerden, Entscheidung des VG-Bayreut, des Bayerischen Verfassungsgerichtshof und Stellungnahme des Deutschen Bundestags, wegen einer Reisekostenentschädigung:
      Der lügende Reichsbürgerrichter L. LG-Coburg als auffälliger Grundrechtsverletzer, keine Bearbeitung von Beschwerden minderwertiger sogenannter „Untermenschen“ (Reisekostenentschädigung), 19.08.2017

      „König der Kläger“ erneut verurteilt, 1 Jahr Gefängnis für Worte! mehr nicht. Der IQ ist für die Justiz zu hoch und das Kunstwerk „Arschficker“, 29.04.2013

      „Die Übergröße Zahl dieser Beleidigungsprozesse (Jahr 1927) hatte es mit Nichtigkeiten zu tun – Schimpfreden und Tratsch und Klatsch, deren forensische Behandlung eigentlich unter der Würde der Justiz lag.“ Erich Schwinge „Ehrenschutz heute“ (1987).
      Laut Reichskriminalstatistik beschäftigten sich die Gerichte Deutschlands im Jahre 1927 mit 50.000 Fällen von „Beleidigung“. Im Jahre 2005 waren es beinahe 180.000, mit steigender Tendenz. In England beschäftigte sich die dortige Justiz 2005 mit 1 Fall von „Beleidigung“. Entsprechend sind etwa 1400 Wohnungsdurchsuchungen und DNA-Tests erfolgt, die zur Verfolgung von „Beleidigungen“ durchgeführt wurden (‚DER SPIEGEL‘).

      Die Besatzer-Justiz hat uns allerdings die Grundrechte in das Grundgesetz geschrieben und diese auch noch vor allen anderen Regelungen gesetzt. Und mancher erhält halt ein Schaufensterurteil.

      Ohne die ehemalige Besatzer-Justiz gäbe es nicht einmal das:
      https://bloegi.wordpress.com/2009/06/26/naumann-noch-ein-schaufenster-urteil

      Polizeigewalt ist kein Problem für den Innenminister/Justizminister und das war es noch nie:

      Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Tobias Kucharz! Erneut zerrt mich „UNBERECHTIGT“ Polizeioberkommissar Hauck vor Gericht | kinderundelternblog

  4. M.F.S. schreibt:

    Dass es sich bei der Beinbewegung des Polizisten um einen Tritt in Richtung des Jungen gehandelt hat ist eine offensichtliche Tatsache und es gibt nichts was einen Zweifel daran begründen könnte. Zu hören ist zeitlich entsprechend zur ersichtlichen Bewegung des Fußes ein dumpfes Auftreffen etwa so wie beim Tritt gegen eine Pratze (ein Trittschlagpolster wie man es vom Kampfsport her kennt), es befindet sich jedoch nichts in vergleichbarer Beschaffenheit in diesem Bereich. In dem Video ist kurz vorher ein Blick unter den Tisch möglich, die Fläche ist frei. Somit kann es nur der Körper des Jungen gewesen sein der getroffen wurde. Die Trittrichtung des Polizisten im Verhältnis zur Körperhaltung des Jungen legen nahe dass es irgendwo im Bereich zwischen Oberschenkel und Fuß war.

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  5. A.G. schreibt:

    Hallo,
    für den Tritt spricht auch, dass der Junge kurz nach der Beinbewegung des Polizisten ein paar Mal „aua“ ruft. In dem Gefecht hätte er das sicher nicht einfach so gerufen, exakt in dem richtigen Moment.
    Die Tatsache, dass der Polizist durch die Aktion Nachteile abbekommen hat, spricht evtl. ebenfalls für eine Rache-Aktion gegen A. Masch. Sich darauf zu berufen bringt vor Gericht aber nichts, denn der Polizist hat bestimmt auf dem Partei-Weg genug Beziehungen zu verschiedenen Behörden, auch zu den Richtern. Wie man sieht, hat der Polizist nicht mal über sein Verhalten nachgedacht, als seine Tochter die negative Reaktion des Umfelds zu spüren bekommen hat. Menschlich – unterste Stufe der Rückentwicklung.
    Ich empfehle, die mündl. Verhandlung so genau wie möglich zu dokumentieren. Sollte jetzt etwas schief laufen, wird in Zukunft evtl. möglich sein, betrügerisch geführte Verfahren neu aufzurollen.
    Viel Glück für das Verfahren – damit es am Ende nicht so ausgeht wie in der Türkei. Das wäre ja peinlich für die deutsche Justiz! Wieder mal.

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  6. beamtendumm schreibt:

    Hier ein Beitrag von BILD. In diesem Video sieht man sehr deutlich, dass der Junge den Polizisten nicht am Bein gehalten hat, denn der Polizist steht rechts von dem Jungen und hat die rechte Unterarm des Jungen in der Hand. Damit dürfte ziemlich klar sein, dass sich der Polizist mit der „Beinbewegung“ keineswegs aus der Umklammerung des Jungen befreit hat, denn eine Umklammerung gab es zu diesem Zeitpunkt anscheinend nicht.

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  7. 5jahrehartz4 schreibt:

    Person wird von xfxer nach Dachau/Buchenwald geschickt – Polizei findet dass sind zwei schöne Städte – selbst ansehen.

    Polizei – Geschichte mangelhaft 05.10.2017, 20:50 Uhr, BR Fernsehen 1 Min.
    http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/quer/quer-polizei-100.html

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  8. Stefan schreibt:

    schweinerrei angela lass dir das nicht gefallen

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