„Du hast uns gestern den Arsch gerettet.“

Die drei gestrandeten Berlinfahrer sind wieder daheim. Die Kinder im Bett, und die Mutter völlig platt, aber froh wieder heil angekommen zu sein. Natürlich wurde ich gleich angerufen. Die Mutter meinte dann, das ich ihnen gestern den Arsch gerettet hätte.

Das freut mich natürlich, dass meine Hilfe nicht nur erfolgreich war, sondern auch eine Anerkennung fand. Obwohl, das sollte mich eigentlich zur Vorsicht mahnen. Gab es das in der Vergangenheit nicht schön öfters?

Wie war das doch gleich mit der Familie aus Stade/Bremervörde? Was für Sprüche gab es damals?

Wir werden nie vergessen, was du für unsere Familie gemacht hast. Noch keiner hat soviel für uns gemacht, wie du!

Und kaum hatte ich ihre Tochter gefunden, kaum gab es einen Kontakt zwischen den Eltern und dem Kind, da drehten sich die Eltern um 180 Grad. Bei einem Besuch bei der Familie wurde ich heimlich auf der Toilette gefilmt. Man hat mich verleumdet, und betreibt üble Nachrede, weil man mir gerne schaden wollte. Dass dies zum Scheitern verurteilt war, steht auf einem anderen Blatt, aber es gab zumindest entsprechende Versuche.

Ich habe daraus natürlich auch gelernt. Wenn man mir nun sagt, dass ich den Arsch der Berlinfahrer gerettet hätte, weiß ich was das zu bedeuten hat. Sollte ich die Frau mal besuchen, dann weiß ich, dass das bedeutet, dass ich sofort das Badezimmer nach versteckten Kameras durchsuchen muss. 😉

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter UC veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu „Du hast uns gestern den Arsch gerettet.“

  1. justizfreund schreibt:

    Bei einem Besuch bei der Familie wurde ich heimlich auf der Toilette gefilmt. Man hat mich verleumdet, und betreibt üble Nachrede, weil man mir gerne schaden wollte.

    Es handelte sich doch nur um eine Verwechselung zwischen Handwaschbecken und Kackstuhl.
    Das ist bei Menschen halt unterschiedlich wo die ihr Waschbecken im gesellschaftlichen Frieden haben.

    Als die Familie den Irrtum verstanden hat wurde für den gesellschaftlichen Frieden der mutmassliche Hinweis auch entfernt.

    Ich habe aber noch nichts erlebt wo so viel zensiert wird, wie in der Justiz als eine Zensuranstalt für den gesellschaftlichen Frieden.

    Meine Antwort auf Schulze .29.09.2017:
    https://community.beck.de/2017/06/30/in-muenchen-fuer-richter-zu-akzeptieren-eigentlich-sind-sie-so-wie-freisler-nur-anders?page=1#comment-78436

    Ich hatte darauf geantwortet aber das ist nun mal nicht gewollt, weil die Beschäftigung mit Fehlern in der Justiz gar nicht gewollt ist.

    Wie Rolf Bossi schon erklärte ist das Justizsystem nicht in der Lage oder überhaupt dafür geschaffen Fehler zu korrigieren oder zu verbessern, sondern genau im Gegenteil.
    Alles schon damals für den gesellschaftlichen Frieden.

    Auf Englisch heißt solch ein Verhalten: Rejection and Denial. – Zurückweisung und Abstreiten der Tatsachen.
    Derartiges Verhalten gilt in der Psychologie als ein Anzeichen für besonders schwer heilbare psychische Erkrankungen. Die Wahrnehmung und Anerkennung von Fehlern und von Fehlverhalten als solches ist nämlich Voraussetzung und im Wesentlichen die einzige Möglichkeit, deren Behebung zu erreichen. …“

    „Die Bedeutung der Rechtskraft für den gesellschaftlichen Frieden kann gar nicht überschätzt werden.“

    Genau! Die Rechtskraft hat die wichtigste Bedeutung überhaupt, denn es ist das wichtigste. Aber für wen?

    …15 Jahre nach Kriegsende. Ein junger Jurist macht seine ersten Erfahrungen mit jenen Kollegen, die schon unter Hitler Recht gesprochen haben.
    Helmut Kramer, Richter im Ruhestand: „Ich habe ja mit sehr vielen der Sonderrichter noch zusammen in Kammern gearbeitet, nette, reizende Leute, gute Juristen.“. Kramers Bild ändert sich als er seinen ersten eigenen Fall auf den Tisch bekommt. Er vertieft sich in die Gerichtsakten über ein junges Mädchen, ihr Name Erna Wazinski. Die Akte wurde am 23.11.1944 geschlossen im Gefängnis Wolfenbüttel. Das Leben von Erna Warzinski dauert da nur noch ein paar Schritte. Ihre letzten Erinnerungen sind das zerbomte Wohnhaus in Braunschweig. Erna errinnert sich an den Koffer, wie sie ihn aus den Trümmern holt, vielleicht gehört er ihrer Mutter. Erna wird angezeigt wegen Plünderns. Nach dem Verhör blutet ihre Nase. Staatsanwalt Magnus nennt sie einen Volksschädling. Sie ist 19. Richter Lerche zeigt Härte. Der spätere Oberlandeskirchenrat veruteilt sie zum Tode. Ernas Hinrichtung mit dem Fallbeil dauert 5 Sekunden. 21 Jahre später fordert der junge Jurist Kramer die Aufhebung des Urteils, vergeblich. „Meine Kollegen, die darüber zu entscheiden hatten, haben das Urteil für völlig in Ordnung befunden. Sie haben praktisch das Mädchen zum zweiten mal zum Tode verurteilt das war 1965. Ich bin angegriffen worden damals, richtig direkt, weil ich in einer Stellungsnahme die Aufhebung des Urteils gefordert habe und es als Unrechtsurteil bezeichnet habe.“.
    Das Räderwerk der Justiz arbeitet präzise und erbarmungslos. Kritische Äusserungen gegen den Staat gelten als Heimtücke (ein Sonderstraftatbestand).

    Auch die Urteile von Roland Freisler dürfen keinesfalls aufgehoben werden, denn die Rechtskraft für den gesellschaftlichen Frieden darf nicht unterschätzt werden.

    Was damals Recht war kann heute und niemals Unrecht sein.

    Gefällt mir

    • beamtendumm schreibt:

      Ja, es ist schon komisch, da wird als Freisler als die Symbolfigur der Unrechtsjustiz des 3. Reichs dargestellt, aber seine Urteile bleiben. Das System hat sich halt bis heute nicht geändert.

      Wer unschuldig verurteilt wurde, muss halt seine 25 Jahre absitzen um den Rechtsfrieden zu wahren.

      Gefällt mir

      • justizfreund schreibt:

        Einer hat dann noch geantwortet wegen dem „Unsinn“, den ich geschrieben habe, denn die Entscheidungen des Volksgerichtshofs sind 1998 aufgehoben worden.

        Geantwortet hatte ich aber auf einen juristischen Beitrag in dem erklärt wurde, dass die Rechtskraft für den hochelitären gesellschaftlichen Frieden nicht unterschätzt werden darf. Dann dürfen aber doch die Urteile von Roland auch nicht aufgehoben werden.

        Demgemäss ist es doppelt lächerlich, denn ungefähr 50 Jahre nach Kriegsende werden die Urteile aufgehoben wo kein Opfer, soweit man diesem nicht ohnehin den Kopf abgehackt hat, mehr lebt.
        50 Jahre Spott für die Opfer und 50 Jahre haben sich die juristischen Täter gefeiert für den gesellschaftlichen Frieden, der nicht unterschätzt werden darf.

        Nein, die Rechtskraft ist gerade bei unschuldig Verurteilten für den gesellschaftlichen Frieden nicht zu unterschätzen und auch nicht, wenn sich das Weltbild wandelt:
        http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-09/winfried-bausback-csu-rehabilitierung-homosexuelle-bedenken

        Kim Jung: „Ich habe auch das Gefühl, dass es unvorstellbar ist für die Justiz, dass jemand unschuldig verurteilt ist.“
        Das sieht auch Thomas Darnstädt so, der Grund ist für ihn klar:
        Thomas Darnstädt: „Fehlerkultur gehört nicht zur Justiz. Das ganze System der Dritten Gewalt besteht aus dem Selbstverständnis das man absolut und nicht hinterfragbare Wahrheiten verkündet. Wenn man das in Frage stellen würde, dann käme dieses System der Justiz, das abschliessende Urteile fällt in Gefahr. Darauf ruhen sich natürlich allemöglichen Leute aus, die schlichtweg pfuschen.“ 3 Sat-Dou vom 02.06.2015

        Es dürfte eher in erster Linie notwendig sein, damit die Pfuscher Ruhe haben und sich hochelitär für ihr fachliche „Qualifikation“ feiern können.

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s