Jugendamt Gelsenkirchen ist vorsichtiger geworden

Grundsätzlich war der Kinderklau auch ein beliebtes Thema beim Jugendamt Gelsenkirchen. Ich darf hier an eine betroffenen Mutter erinnern, die seit 14 Jahren gegen diese Bande kämpft. Vierzehnjahre ist eine lange Zeit, da hätte die Behörde doch Zeit genug gehabt der Mutter mal mitzuteilen, warum man ihr das Kind eigentlich weggenommen hat. Bis heute hat man das nämlich nicht geschafft.

Wenn man da heute mal die Frage stellt, dann gibt es als Antwort, dass man damals ja noch nicht beim Jugendamt gearbeitet hat, und man deshalb nicht sagen könne, warum das Kind zu kapitalkräftigen Pflegepersonen gesteckt wurden, die ganz zufällig keine eigenen Kinder bekommen konnten.

So eine Aussage kann doch wohl nur bedeuten, dass auch in den Akten kein Grund genannt wurde, weshalb hier eine Kindeswohlgefährdung vorgelegen haben soll.

Immerhin hat die Mutter wenigstens eine Antwort vom Jugendamt erhalten. Die Frage, warum die Mutter das Kind nicht zurückbekam, obwohl das Gericht einen Rückführungsbeschluss erlassen hatte, die wurde beantwortet. Der Mutter hatte man damals mitgeteilt, dass sie ihr Kind nicht zurückbekommt, obwohl sie bei Gericht gegen das Jugendamt gewonnen hatte, weil das  Jugendamt Gelsenkirchen der Ansicht war, dass da gerade kein guter Zeitpunkt war, um den Gerichtsbeschluss zu befolgen.

Das ist aber Geschichte, das war damals, als noch Wissmann und Frings „die Geschäfte“ beim Jugendamt Gelsenkirchen führten. Und das mit den GESCHÄFTEN kann man wohl wörtlich nehmen, denn immerhin betrieben die geschäftstüchtigen Leiter des Jugendamts nicht nur einen Reiterhof in Ungarn, der in den Ferien mit Kindern aus Gelsenkirchen bestückt wurde, sondern zwischenzeitlich auch noch ein eigenes Kinderheim in Ungarn.

Dieses Kinderheim wurde bestückt mit Kindern, die zuvor in einem Kinderheim in Gelsenkirchen lebten. Finanziell ging es dem Kinderheim nicht so gut bevor Wissmann Leiter des Jugendamtes Gelsenkirchen wurde. Nach der „Geschäftsübernahme“ beim Jugendamt versprach er dem Kinderheim, dass er das Heim voll machen würde. Im Gegenzug sollten dann von diesem Kinderheim in Gelsenkirchen sein Kinderheim in Ungarn bestückt werden.

Nun kann man sich sicherlich denken, dass die Eltern nicht unbedingt bereit sind ihre Kinder zu vernachlässigen, nur weil ein Kinderheim in Gelsenkirchen Kinder braucht um nicht pleite zu gehen, oder weil der Jugendamtsleiter ein privates Kinderheim in Ungarn betreibt.

Der Verdacht liegt damit förmlich auf der Hand, dass man Kinderklau betreiben musste, um die gesteckten Ziele, Überfüllung des Kinderheim Gelsenkirchen, und Bestückung des privaten Kinderheims in Ungarn, erfüllen zu können.

Als das Geschäftsmodell durch die Fernsehsendung MONITOR aufflog, und der Arbeitsvertrag zwischen der Stadt Gelsenkirchen und Wissmann aufgehoben wurde, und Frings an eine andere Stelle versetzt wurde, wurde man vermutlich etwas vorsichtiger beim Jugendamt Gelsenkirchen.

Aktuell gibt es einen Fall mit einem vernachlässigten Kind und einer überforderten jungen Mutter. Die 17 jährige Rumänin hat 2 Kinder, und leben unter schlechten Bedingungen. Das Jugendamt hatte sich überlegt die Kinder sofort mit Polizeigewalt aus der Wohnung der Mutter zu holen. Dies hätte sicherlich zur Traumatisierung der Kinder geführt. Das Jugendamt hat von dieser Maßnahme aber vorläufig keinen Gebrauch gemacht. Auch wenn die Zustände für die Kinder bei dieser Mutter schlecht sind, darf die Inobhutnahmen nur das letzte Mittel sein. Sicherlich sind die Zustände für die Kinder im Moment nicht optimal, und die junge Mutter auch überfordert, deshalb braucht die Familie sicherlich Hilfe. Vor einer Inobhutnahme sollte aber eine begleitete Familienhilfe eingerichtet werden. Das ist wohl auch so angedacht.

Früher hätte man aber auch in Gelsenkirchen bestimmt gleich zu härteren Mitteln, wie den Kinderklau, gegriffen. Nun agiert man vorsichtiger, vermutlich, weil sich das Jugendamt von dem letzten Jugendamtsskandal noch nicht völlig erholt hat. Kritik an Jugendämtern kann also auch erfolgreich sein.

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2 Antworten zu Jugendamt Gelsenkirchen ist vorsichtiger geworden

  1. W. Korte, Solingen schreibt:

    Die Frage tut sich auf, wielange die Zurückhaltung anhält. Oder wartet man nur ab, bis es dem Vergessen anheim fällt, um dann im alten Stiehl wieder fortzusetzen ? Vernunft von Jugendamtsbediensteten und „Familien-(Hin-) Richtern“ zu erwarten ist wohl ein frommes Wunschdenken ! Was meinte schon mein Opa: bevor die (in den Amtsstuben) zur Vernunft kommen, begegnen sich wohl eher 2 Kamele im Nadelöhr.

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  2. beamtendumm schreibt:

    Hat dies auf Jugendamtsmafia rebloggt.

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