Demo in Köln und Düsseldorf

Die letzten beiden Tage waren anstrengend. Düsseldorf war anstrengender als Köln, obwohl es nur halb so weit entfernt war. Woran lag es? Lag es daran, dass ich die Strapazen von Köln noch in den Knochen hatte, oder lag es vielleicht daran, dass ich nach Düsseldorf meine Lautsprecherbox mitgeschleppt habe?

Immerhin musste ich die vor der Fahrt am Rollstuhl anbringen, und danach wieder abbauen. Außerdem musste ich das Ganze auch noch zweimal in Düsseldorf machen, weil der Rollstuhl zusammen mit der Lautsprecherbox nicht in den Aufzug passte.

Das hat mich schon mitgenommen. In Köln hätte man die Anlage gut gebrauchen können, und in Düsseldorf war sie dann gar nicht nötig.

Die Veranstaltungen waren ziemlich unterschiedlich. Der Polizeieinsatz in Köln war mal wieder absolut unprofessionell geplant. Ich glaube, die Kölner lernen das nie. Die zunächst eingesetzte Polizei war völlig überfordert. Mit den paar Mann konnten die es nicht ermöglichen, dass der Bus das Ziel zunächst erreichte. Schon bei BESORGTE ELTERN hatte die Polizei viel zu wenig Einsatzkräfte vor Ort. Jetzt holte man zwei Züge an Einsatzkräften nach, und so konnte der Bus dann nach ca. 3 Stunden sein ursprüngliches Ziel doch noch erreichen.

Zum Glück waren die Gegendemonstranten ziemlich dämlich, und haben gar nichts geschnallt. Vor dem Platzwechsel haben Polizisten unseren Platz besetzt, und wenn man nicht ganz blöd ist, dann hätte man merken können, dass da was passiert. Offenbar waren die Gegendemonstranten aber ziemlich ganz blöd, und vielen auf den einfachsten Trick rein.

Vor dem Platzwechsel hatte mir der Organisator mitgeteilt, dass gleich die Teilnehmer der DEMO FÜR ALLE in den Bus einsteigen, und einmal um den Block fahren werden, damit sie den ursprünglich angedachten Platz erreichen konnten. Mit dem Rollstuhl kam ich natürlich nicht darein, deshalb tat ich so, als ob ich mit einer Begleiterin den Demo verlasse, und fuhr zum Nebeneingang des Bahnhofs. Kurz danach stiegen die Demoteilnehmer in den Bus, und fuhren unter dem Grölen der Gegendemonstranten weg. Ich wartete mit meiner Begleiterin zwischenzeitlich im Bahnhof am Haupteingang auf die Rückkehr des Bus, während unsere holen Gegendemonstranten nun scharenweise den Platz verließen. Denen kam noch nicht mal komisch vor, dass wir im Bereich des Haupteingangs warteten, und zwar mit Blick nach draußen. Der BUS DER MEINUNGSFREIHEIT hätte sich noch ein paar Minuten mehr Zeit lassen müssen, dann wäre wahrscheinlich gar keiner mehr dagewesen. So erlebten dann doch noch einige Gegendemonstranten die Rückkehr des Busses, und konnten unsere anschließenden Kundgebung beiwohnen.

Natürlich versuchten sie diese zu stören, aber sie sorgten damit natürlich für die nötige Aufmerksamkeit für unsere Demo. Am Geländer des Domplatz blieben viele Passanten stehen, und sahen uns zu. Durch dieses Antifa-GRÜNE-LINKE-PIRATEN-SPD-Spektakel wurden Leute auf uns aufmerksam, die sich später über das Internet bei uns gemeldet haben. Das ist der Grund, warum ich gar nichts gegen diese Gegendemonstrationen habe. Jeder vernünftige Deutsche weiß doch heute, dass eine vernünftige Demo nur dann eine Demo ist, wenn sich die ANTIFA und andere Systemtrolle dafür interessieren.

In Düsseldorf lief das alles ganz anders ab. Dort hatte die Polizei das Gelände schon großräumig abgesperrt. Zwar nur mit Flatterband, aber es war klar, dass dort keine Gegendemonstranten geduldet wurden. Auch die Anzahl der anwesenden Polizisten war von Anfang an wesentlich größer, als in Köln. Vielleicht sollte man die Kölner Polizeiführung mal nach Düsseldorf schicken, damit die das endlich mal lernen.

Es geht hier nicht um die Polizei vor Ort, denn die Polizisten in Köln konnten selber nicht verstehen, dass ursprünglich so wenig Einsatzkräfte bereitgestellt wurden.

In Düsseldorf gab es natürlich mehr Besucher am Bus, weil die Gegendemonstranten auf Abstand gehalten wurden, aber insgesamt erregte die Demo in Köln natürlich mehr Aufmerksamkeit.

In beiden Städten gab es interessante Kontakte. In Köln hatte ich mit einer Sozialarbeiterin gesprochen, die plötzlich meinte, ob ich nicht auch in Wittmund gewesen wäre. Sie war auch dort, und auch schon bei der Demo der BESORGTEN ELTERN hatte sie sich beteiligt.

Leider war es nicht möglich, dass ich in Köln sprechen konnte, aber ich habe dann mitgeteilt, dass ich in Düsseldorf auch etwas sagen möchte. Ich hatte mir bereits so meine Gedanken gemacht, wurde dann aber gefragt, ob man meinen Beitrag als Interview machen könnte. Damit konnte zwar der ursprüngliche Beitrag nicht gehalten werden, aber ich habe versucht so viel wie möglich davon in dem Interview zu verbreiten. Das kam sehr gut an, und ich hatte sowohl in Köln, als auch in Düsseldorf, dort auch am Mikrofon, das Thema Kinderklau zur Sprache gebracht, was für mich im direkten Zusammenhang steht.

Ich war erstaunt, dass das sowohl in Düsseldorf als auch in Köln nicht ganz unbekannt war, und man sich dafür interessierte. Gerade am Mikro in Düsseldorf gab es viele Zuhörer die sofort zustimmenden mit dem Kopf nickten, und man kam nach dem Interview noch auf mich zu, weil man Kontakt zu mir suchte, und meinen Beitrag richtig gut fand.

Beata war in Düsseldorf auch dabei, aber ich hatte sie nicht gesehen bzw. erkannt. Erst auf einem Foto bei FACEBOOK bekam ich mit, dass sie dort war. Auch ihr hatte mein Beitrag gefallen, und ich hätte sie sofort auch erwähnt, wenn ich gewusst hätte, dass sie vor Ort war.

Natürlich hatte ich auch wieder ein BobbyCar als Erkennungszeichen dabei. Auf der Rückfahrt von Köln hat mich in Duisburg diesbezüglich sogar noch eine Polizistin angesprochen. Sie war zwar auch in Köln, aber dort nicht bei uns im Einsatz. Das BobbyCar war nun wirklich nicht die schlechteste Idee von mir.

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Eine Antwort zu Demo in Köln und Düsseldorf

  1. W. Korte, Solingen schreibt:

    Was wäre eine Veranstaltung ohne Antifa und sonstige „Gutmenschen“ ? Bei den „Nazis“ soll es eine System- Kampfgruppe, SA genannt gegeben haben. Das heutige westlich, christlich, jüdische Werteverteidiger- System hat viel von den „bösen Nazis“ gelernt und sich auch eine System- Kampfgruppe zugelegt, finanziert aus den Arbeitern geraubtem Steuergeld. Aber die nennt niemand SA, sondern da reicht das A für Antifa. Da sind solch intelligente Leute drunter, die brüllen z. B. „Harris do et again“ und „Deutschland verrecke“ und „nie wieder Deutschland“ ! Die sind leider zu blööd, zu bedenken, wenn ihr Wunsch Wirklichkeit würde, wären sie auch nicht im steuer-alimentierten Deutschland als System- SA auf der Straße sondern tot. Denn Harries Bomben sind nicht so intelligent zwischen bösen Nazis und Gutmenschen zu unterscheiden.

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