Wie ich die Stelling-Tochter gefunden habe.

Beschäftigt man sich mit dem Thema Inobhutnahmen/Kinderklau dann trifft man hin und wieder auf besonders auffällige Menschen. Andrea Hinkel war z. B. so eine Person. Ihren Humor und ihre Videos gefallen mir. Es hatte mich auch gefreut, dass ich sie persönlich getroffen habe, und ein gemeinsames SONNTAGSVIDEO gemacht wurde. Allerdings hielt die Begeisterung nicht lange an. Ca. 10 Minuten nach unserem Treffen erfuhr ich, dass sie gegen Geld Familiengutachten zerpflückt. Für ein 120 seitiges Gutachten verlangt sie angeblich 750 Euro.

750 Euro für 120 Seiten ist nicht viel, wenn man es vergleicht mit dem was ein Gutachter dafür erhalten hat. 750 Euro ist aber sehr viel für Menschen denen man die Kinder geklaut hat, und dadurch vermutlich auch schon sehr viel Geld.

Ich habe meine Zweifel, dass diese 750 Euro wirklich gut angelegt sind, denn Frau Hinkel beschäftigt sich ja nur amateurhaft mit solchen Gutachten. Ob die Gerichte die Schreiben von Frau Hinkel interessiert, dürfte zweifelhaft sein.

Kurz nach unserer Begegnung gab es dann auch noch bei LEECHI einen Spendenaufruf für Frau Hinkel, der von vielen äußert merkwürdig empfunden wurde. Wir hatten dort mal einen Spendenaufruf für unsere Bobby-Car-Demo, also eine bestimmten Zweck. Frau Hinkel dagegen wollte Spenden einfach so für sich sammeln, weil sie halt gegen das Jugendamt ist.  Ich habe den Spendenaufruf nicht bis zum Schluss verfolgt, aber während der Zeit meiner Beobachtung ging dort zum Glück kein Geld ein. Viele Kinderklau-Betroffenen sahen den Spendenaufruf ähnlich skeptisch wie ich.

Frau Hinkel ist aber nicht die einzige Person die versucht mit dem Kampf gegen Kinderklau Kasse zu machen. Darko ist auch einer der im Internet aktiv ist. Seine Aktionen fand ich gut. Darko sollte die älteste Tochter von Familie Stelling finden. 300 Euro wollte er dafür. Es dauerte auch nicht lange und er meldete einen Erfolg. In einer Einrichtung in der Nähe von Bremen will er sie ausfindig gemacht haben. Der Name des Kindes soll auf einem Klingelschild der Einrichtung gestanden haben. Nein wie praktisch. Das Dumme ist nur, dass das Mädchen niemals in dieser Einrichtung gelebt hatte. Das ist halt die Problematik, wenn man versucht mit dem Thema Kinderklau auch noch Geld verdienen zu wollen.

Es gibt nur wenige die in dem Bereich unentgeltlich unterwegs sind. Angela und ich gehören dazu. Natürlich könnte man unter Umständen mehr machen, wenn man sich dafür bezahlen lassen würde, aber das Geld rückt dann sicherlich in den Vordergrund.

Es gibt natürlich auch einige Leute die Geld nehmen, aber dabei handelt es sich nur um kleine Summen. Wenn z. B. Heiderose 45 Euro für ein Schreiben ans Gericht nimmt, dann geht das noch, aber ich würde es dennoch nicht manchen.

Darko hat also die Tochter nicht wirklich gefunden. Dafür gab es einige Tage später ein Lebenszeichen aus Meppen. Ein Foto vor Annette-Style machte klar in welcher Stadt man suchen konnte. Einige Tage später gab es dann noch eine weitere Bestätigung. Das bisher zuständige Gericht wollte das Verfahren nach Meppen abgeben. Also Meppen oder Umgebung.

Meppen ist Sitz von Backhaus. Die Wahrscheinlichkeit war groß, dass man das Kind dort finden wird. 5 Anläufe brauchte ich, bis ich dort fündig wurde. Zwei Anläufe mussten abgebrochen werden, weil es Probleme bei der Reise gab. Eine Reise fiel ins Wasser, weil kurz nach meiner Ankunft starker Regen aufkam. 1 Stunde wartete ich an einer Bushaltestelle, unter dem Wartehäuschen, dass der Regen aufhört. Dann fuhr ich unverrichteter Dinge wieder nach Hause. Zweimal war ich aber auf der Suche in Meppen. Beim ersten Versuch fand ich die Stelle wo das Mädchen sich häufig aufhielt, aber von ihr gab es an diesem Tag keine Spur.

An dieser Stelle will ich nochmal auf Andrea Hinkel zurückkommen. Sie soll für die Bearbeitung eines Gutachtens mit 120 Seiten 750 Euro verlangen, und ich fahre 5x nach Meppen und Umgebung. Das Ganze kostenlos. Die Hinfahrt dauert 2 Stunden, und die Rückfahrt wieder zwei Stunden. Für mich als Rollstuhlfahrer ist das immer so anstrengend, dass ich danach 2 Zage fast nur im Bett liege, aber dennoch nehme ich dafür keinen Cent. (Nur das Eis essen mit den beiden Kindern habe ich mir erstatten lassen.)

Beim fünften Versuch, den zweiten Versuch in Meppen, war ich erfolgreicher. Ich war in Meppen unterwegs, als mich der Anruf erreichte, dass das Mädchen an der erwarteten Stelle sein sollte. Ich düste sofort los. Bingo an der vermuteten Stelle war sie, aber leider nicht alleine. Eine halbe Stunde hab ich gewartet, aber sie war nie allein. Als sich die 13-Jährige eine Zigarette angesteckt hatte, fuhr ich zu ihr.

„Mit 13 schon rauchen, ist das ok, Edi“,

hab ich sie angesprochen. Sie reagierte sofort und ahnte was los ist.

„Wer sind sie, schickt sie meine Familie?“

Wir haben uns dann eine Weile unterhalten, und da wir dort wie auf einem Präsentierteller saßen, habe ich dann vorgeschlagen an einen anderen Ort zu gehen, wo uns keiner von Backhaus sehen würde. Edi führte mich dann zu einer Eisdiele in der Innenstadt. Ich hab ihr dann erklärt, dass ich das für keinen guten Ort halte, aber sie meinte bis hier würde keiner aus dem Heim kommen.

Als sie am Abend nach Hause kam, wurde sie dann von einer Erzieherin gefragt, wer denn der alte Rollstuhlfahrer war, mit dem sie Eis essen war. SUPER.

Eine Antwort darauf soll die Erzieherin nicht erhalten haben.

Nach dem Eis essen gingen wir zurück ins Einkaufszentrum. Edi hat zwar ein Handy, darf aber keine SIM-Karte haben. Ich habe ihr dann eine SIM-Karte gekauft. Leider klappte das mit dem Freischalten nicht, weil die Kopie meines Personalausweis nicht beim Provider angekommen sein soll.

Edi bekam dann zwischenzeitlich die SIM-Karte einer Freundin und konnte dann regelmäßig mit den Eltern telefonieren.

Das war am 4.7.2017. Für den 11.7.2017 wurde der nächste Termin vereinbart. Da sollten auch die Eltern kommen. Doch nach meiner Abreise wurde ein weiterer Termin vereinbart. Die Eltern wollten schon am Sonntag den 9.11.2017 die Tochter sehen. Also fuhr man am Sonntag und Dienstag nach Meppen. Geld scheint man ja genug zu haben. Merkwürdig. Ich kann ja mit dem Zug kostenlos fahren, aber eine Fahrt von Bremervörde nach Meppen und zurück soll jedes mal 70 Euro gekostet haben. Am nächsten Sonntag waren die Stellings wieder da, das wären dann in einer Woche mal eben mindestens 210 Euro. Da kommen Fragen auf.

Ich hatte Tipps zum ersten Treffen gegeben. Als Treffpunkt hatte man den Bahnhof ausgesucht. Ich hatte gesagt, dass sie auf große Begrüßungszeremonien verzichten sollen, sondern das Mädchen ins Auto einsteigen soll, und man Meppen sofort verlässt Richtung Harem, um zu verhindern, dass man wieder gesehen wird.

Ich weiß nicht was da los war, aber am Abend wurde die Tochter von einer Erzieherin gefragt, bei wem sie im Auto mit STA-Kennzeichen eingestiegen war. Also wurde sie wieder gesehen.

Ich war mit dem Zug nach Harem gefahren und habe dann die Stellings dort getroffen. Von dort ging es zunächst in eine Kneipe, und danach in eine Pommes-Bude. Da gab es die nächste Merkwürdigkeit.

Die Imbissbude hat zwei Räume. Einen großen mit Eingang, und rechts einen separaten Raum, der offen stand. Wir gingen in den separaten Raum, und uns wurde mitgeteilt, dass das ein Raucherzimmer wäre. Das war uns egal. Wir haben dann was bestellt, und zu meiner Verwunderung hatte dann die Bedienung die Tür zu dem Raum geschlossen. Vorher stand der immer auf. Das hatte ich bemerkt und fand es irgendwie komisch.

Nachdem Essen fuhren wir wieder. Später fuhr ich mit dem Zug zurück, während Stellings meinten, dass sie nochmal zur Pommes-Bude wollten, weil sie noch auf Toilette mussten. Daraus wurde aber nichts, denn sie bemerkten, dass dort auf dem Parkplatz ein Auto von Backhaus stand. Zufall, alles Zufall?

Wie bereits erwähnt wurde Edi dann am Abend gefragt mit wem sie da im Auto mit STA -Kennzeichen unterwegs war.

In Harem gab es dann noch einige „Geschenke“ für Edi. Ein neues Handy gab es, jetzt hat sie also zwei. Eines von dem die Einrichtung was weiß, und eines von dem die offiziell nichts wissen sollten. Ich habe meine Bedenken, dass das der Einrichtung nicht bekannt sein sollte. Das Wort „heimlich“ scheint Edi nämlich nicht bekannt zu sein. So wie sie damals meinte, man würde uns im Zentrum von Meppen nicht sehen können, so geht sie auch mit dem Handy um. Wahrscheinlich weiß inzwischen jedes Kind in dieser Einrichtung, dass Edi ein Zweithandy mit Sim-Karte hat, und dass sie regelmäßig mit ihnen telefoniert und sie trifft. Ich kann deshalb auch kaum glauben, dass das die Erzieher noch nicht erfahren haben sollen.

Die beiden Handys wurden natürlich noch entsprechend eingestellt. Per GPS kann man jederzeit den Standort der Handys feststellen. Außerdem bekam die Tochter noch ein Powerpack für die Handys. Das besondere an dem Powerpack ist, dass auch das ein GPS-Tracker mit SIM-Karte ist, und auch jederzeit der Standort festgestellt werden kann.

(wird fortgesetzt…)

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2 Antworten zu Wie ich die Stelling-Tochter gefunden habe.

  1. .xXx. schreibt:

    Ich finde es nicht schön was hier abgeht, kann sie aber verstehen. Man(n) kann nicht immer Gutmensch sein, der Eigenschutz geht vor. Herr Schreiber, sie haben schon großartiges geleistet, das sollte man nicht vergessen und auch mal erwähnen. Leider beobachte ich schon seit Jahren, dass man dafür nicht immer mit Dankbarkeit rechnen darf, aber Undank braucht man sicherlich gar nicht. Schade dass Fam. Stelling so kurz vor dem Ziel austickt. (Mir ist mehr bekannt, als hier bisher veröffentlicht wurde.)
    Bei Dina habe ich schon lange den Eindruck, dass es ihr nicht hauptsächlich um die Kinder geht, sondern darum einen Grund zum Streiten zu haben. Vermutlich könnte sie mit einem geschickteren Vorgehen ihre Kinder längst wieder haben. Will sie das überhaupt?
    Und bei Fam. Stelling muss man sich diese Frage inzwischen auch stellen. Da hat man wieder (heimlichen) Kontakt mit dem Kind, und dann verhält man sich nicht so. Oder wollen die ihre Kinder auch nicht mehr zurück?
    Das Verhalten der Familie finde ich jedenfalls gruselig.

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  2. W. Korte, Solingen schreibt:

    Gutachten (für oder ohne Geld) erkennen (Hin-) Richter fast immer nur an, wenn drin steht, was sie hören/lesen wollen, ansonsten spielt es keine Rolle, wer sie schreibt oder zerpflückt. Genauso verhält es sich mit Schreiben an „Gerichte“. Diese „Richter/innen“ maßen sich zwar an, – Im Namen des Volkes !- zu sprechen/urteilen, jedoch verraten sie nicht, im Namen wessen Volkes !
    Egal ob es ums Kindeswohl oder ansonsten um Achtung von Recht und Sitten geht, juckt es diese Zunftangehörigen genauso wenig, wie (Gefälligkeits-) Gutachtern. Es geht immer nur um Geld. Warum sollte es da Ausnahmen geben ? Es gibt sie, leider rar, wie das Finden der Nadel im Heu-Haufen.

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