Warum gibt es für sexuellen Missbrauch in 108 Fällen Bewährung?

Das Landgericht Hamburg hat einen Jugendbetreuer wegen sexuellem Missbrauch in 108 Fällen an 2 Kindern zu 2 Jahre Haft auf Bewährung verurteilt.

Zunächst kann festgestellt werden, dass das Urteil von einem Landgericht gesprochen wurde, und nicht von einem Amtsgericht. Dies könnte bedeuten, dass es zuvor schon ein Urteil eines Amtsgericht gab, und dagegen Berufung eingelegt wurde. Dann würde das Landgericht als Berufungsgericht zuständig sein. Es wäre dann zu vermuten, dass das Urteil des Amtsgericht höher gewesen wäre. Mehr als zwei Jahre würde aber auch bedeuten, dass es dann keine Bewährung gegeben hätte.

Allerdings wird in der Presse nicht darüber berichtet, dass es bereits eine Verhandlung beim Amtsgericht gab. Dies würde dann bedeuten, dass bei der Anklage davon ausgegangen wurde, dass eine höhere Strafe als 4 Jahre zu erwarten war. Auch das wäre natürlich nur ohne Bewährung möglich gewesen.

Wenn dann als Ergebnis nur 2 Jahre auf Bewährung raus kommt, kann das schon als sehr mildes Urteil angesehen werden. Man darf sich also schon die Frage stellen, warum es so ein mildes Urteil gab?

Die Antwort ist eigentlich einleuchtend, wenn man unsere Justiz kennt. Es handelte sich ja „nur“ um sexuellen Missbrauch, und nicht etwa um Beamtenbeleidigung. Bei letzterem ist die Justiz meist weniger verständnisvoll.

Aber auch wenn man davon mal absieht, und sich nur auf den Fall konzentriert kann man zu dem Ergebnis kommen, dass das in diesem Fall noch akzeptabel ist, auch wenn es sich zunächst merkwürdig milde anhört.

https://linkverzeichnis.wordpress.com/2017/06/01/jugendbetreuer-wegen-108-fachen-kindesmissbrauchs-verurteilt/

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Eine Antwort zu Warum gibt es für sexuellen Missbrauch in 108 Fällen Bewährung?

  1. Korte Werner schreibt:

    In der DDR hieß es einmal, mit Vitamin B kannst Du alles erreichen.Da wir ja nun eine DDR Jugendsekretärin für Propaganda … als oberste Cheffin der beigetretenen Besatzer-BRD haben, wirkt hier vermutlich wohl auch Vitamin ? Leider werden wir wohl nicht erfahren, welche Vitamine hier gewirkt haben. Könnte es sein, daß an den Mißhandlungen „Höher Gestellte“ beteiligt
    waren, die es zu schützen galt ? In Belgien gab es einen solchen Fall, wo man dann ein Bauernopfer finden konnte, um die eigentlichen Täter nicht behelligen zu müssen. Bei diesem Urteil liegt der Verdacht nahe, daß da etwas „faul“ ist. Die BRD-Justiz ist eben nur System-Justiz, nicht der Wahrer von Gerechtigkeit und Beschützer vor Unrecht-Handlungen. Der beste Beweis dafür ist doch ersichtlich, wenn man sieht, wieviele kleine Kinder in Maßregelvollzug, Psychiatrien deportiert werden. So funktioniert RechtS-Staat !

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