Stefan und Lisa getroffen

Ich glaube, für mich gibt es noch Hoffnung. Ich bin doch gar nicht so schlimm. Zumindest könnte dieser Eindruck entstehen wenn ich berichte, dass ich in der letzten Woche Lisa und Stefan getroffen habe.

Erst bin ich Stefan begegnet. Stefan ist der langjährige Vorsitzende der MLPD. Ich bin eigentlich nie ein Kommunist gewesen, sondern war sogar zweimal CDU-Mitglied. Erst in Gelsenkirchen, und später mal in Hohenstein-Ernstthal. CDU und MLPD, dazwischen liegen sicherlich Welten. Allerdings hat sich Deutschland in den letzten Jahren in eine Richtung entwickelt, wo es schon schwerfällt CDU-Anhänger zu sein.

Ich bin trotzdem kein Kommunist und werde das sicherlich auch nie werden, aber heute muss man den Kommunisten in manchen Punkten zustimmen, die man früher nicht für möglich gehalten hätte. Andere Punkte, besonders der überflüssige Kampf gegen angeblich rechts, teile ich nicht. Ich kämpfe lieber gegen das korrupte System, als gegen die, die das korrupte System genauso ablehnen wie ich selber.

Stefan hatte ich auf der Gelsenkirchener Montagsdemo kennengelernt. Auch wenn ich nicht alle seine Meinungen teile, habe ich ihn aber trotzdem schätzen gelernt. Er ist charismatisch, ein guter Redner und ein toller Mensch, auch wenn seine Power etwas nachgelassen hat.

Ich beteilige mich schon länger nicht mehr an der Montagsdemo, besonders weil ich der Meinung bin, dass sich die nicht weiterentwickelt.

Jetzt bin ich Stefan mal wieder bei LIDL begegnet. Er hat mich gesehen und erkannt, und kam auch sofort zu mir, um mir die Hand zu drücken, und wollte wissen, wie es mir geht. Ich fand das durchaus einen netten Zug von ihm.

Auch wenn ich mich nicht mehr an der Montagsdemo beteilige, besuche ich doch noch hin und wieder Veranstaltungen der MLPD.

In Gelsenkirchen gibt es alle 2 Jahre ein Pfingstjugendtreffen der MLPD. Auch das versuche ich regelmäßig zu besuchen. In diesem Jahr war es wieder so weit. Lisa gehört auch  zur MLPD, auch sie kenne ich von der Montagsdemo und natürlich von ihrem und Maries Arbeitskampf vor dem Arbeitsgericht. Die beiden jungen Frauen wurden damals von mir in ihrem Kampf unterstützt.

Lisa gehörte auch zu der Prominenz bei der Gelsenkirchener Montagsdemo. Nicht jeder der Teilnehmer spricht dort am Mikrofon, aber Lisa war dort regelmäßig Sprecherin, und noch eine Gute dazu. (Kein Wunder bei der Mutter.)

Während meiner Zeit war ich dort auch regelmäßig am Mikro, und man sagte mir nach, dass ich häufig die Hammerskandale hatte. Das stimmte wohl, aber ich war auch besonders für den Spaßfaktor zuständig. manchmal konnte man nämlich die Hammerskandale auch lustig präsentieren.

Und manchmal hatte ich meine Späße mit, bzw. auf dem Rücken von Lisa gemacht. So erhielt sie aus meiner glorreichen Hand ihr „Schwabenstreich-Diplom“.

Jetzt bin ich Lisa also mal wieder beim Pfingstjugendtreffen begegnet. Sie war gerade im Gespräch, aber sie freute sich ersichtlich, als sie mich sah. Sie hat sogar extra ihr Gespräch unterbrochen, um zu mir zu kommen, und mich mal zu umarmen. Wir haben uns dann noch kurz unterhalten, und sie hat mir dann noch mitgeteilt, dass sie gefreut hat mich mal wieder zu sehen. Auch ich habe mich gefreut, weil ich die junge Frau schon für etwas besonderes halte.

Die Begegnung mit den beiden MLPD-Größen hat mir gezeigt, dass ich doch gar nicht so furchtbar sein kann. Weder Stefan noch Lisa haben vor mir Ausreiß genommen, sondern sich gefreut mich mal wieder zu sehen.

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