Bevölkerungsentwicklung in der BRD, England(VK) und Frankreich

Deutschland hatte 1960 insgesamt 72,81 Millionen Einwohner. Damals gab es noch die BRD und die DDR.

2015 waren es dann schon 81,41 Millionen Einwohner. In 55 Jahren stieg also die Bevölkerung um 8,6 Millionen Menschen. Es sieht so aus, als wäre ganz schön was los in deutschen Betten, aber das täuscht. Tatsächlich bräuchte es eine Geburtenrate von 2,1 Kinder pro Frau, um nur die Bevölkerungszahl zu halten. Davon ist man aber weit entfernt, die tatsächliche Zahl liegt nur bei 1,50, das sind fast 30% unter dem „Soll“. Das bedeutet dann, dass die steigende Einwohnerzahl von 8,6 Millionen nur durch den Zuzug aus dem Ausland erfolgt sein kann, außerdem müssen noch jährlich ca. 200.000 Menschen dazugerechnet werden, wenn man davon ausgeht, dass die Geburtenrate ca. 30% unter dem Soll liegt.

Die Statistik zeigt ein etwas anderes Bild.

2013 betrug die Differenz mehr als 200.00.

2014 waren es nur etwas mehr als 150.000.

2015 waren es fast 200.000.

1970 gab es sogar noch mehr Geburten als Todesfälle.

Laut der Statistik sollte man ab 1971 durchschnittlich eher von nur einer Differenz von 150.000 ausgehen, als von 200.000.

Von 1960 bis 2015 gab es somit ein Bevölkerungswachstum durch Einwanderung von 8.6 Millionen Menschen, und seit 1970 noch zusätzlich ein Wachstum von jährlich 150.000 Menschen, weil die Bevölkerungszahl in Deutschland durch den Sterbeüberschuss eigentlich gesunken sein müsste. Bis 2015 bedeute das dann nochmals (45 Jahre x ca. 150.000=) 6.750.000 Menschen. Damit würden tatsächlich seit 1960 nicht nur 8.6 Millionen Menschen nach Deutschland zugezogen sein, sondern tatsächlich über 15 Millionen (15,35 Mil).

1960 hatte Deutschland also 72,81 Millionen Einwohner. Natürlich  waren das damals schon nicht alles nur deutsche Staatsbürger.

1970 hatte Deutschland dann 78,17 Millionen Einwohner, auch damals waren das nicht nur deutsche Staatsbürger. Seit 1970 sterben aber in Deutschland mehr Menschen als es Geburten gibt. Seit 1970 müsste also die Bevölkerungsentwicklung negativ verlaufen, wenn es keinen Zuzug aus dem Ausland gäbe.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/161831/umfrage/gegenueberstellung-von-geburten-und-todesfaellen-in-deutschland/

1970 hatte Deutschland noch 78,17 Millionen Einwohner, die bis 2015 auf die 81,41 Millionen anstieg. Es sieht auf den ersten Blick so aus, als ob in dieser Zeit (81,41 Mil – 78,17 Mil =) 3,24 Millionen Menschen aus dem Ausland zugezogen wären. Tatsächlich muss man aber zu dieser Zahl noch die ca. 6,75 Millionen Menschen dazurechnen, um die die Bevölkerung gesunken wäre durch den Sterbeüberschuss. Aus 3,24 Millionen werden so 9,99 Millionen.

Die Bevölkerung in Deutschland wäre von 1970 bis 2015 von 78,17 Millionen um 6,75 Millionen auf 71,42 Millionen gesunken, wenn es keinen Zuzug aus dem Ausland gegeben hätte. Der Ausländeranteil durch Einwanderung beträgt dann 2015 (71,42=100%, 81,41=113,99%) c. 14%. (Unberücksichtigt bleibt, dass es zwischen 1970 und 2015 auch Auswanderungen von Deutschen gab, oder Rückkehrer. Da die Auswanderer die Rückkehrer zahlenmäßig überschreiten, wäre der Anteil der Deutschen noch etwas weiter gesunken, und der Anteil der ausländischen Zuwanderer noch etwas höher.)

Es gibt eine weitere Zahl zu berücksichtigen. Das sind die Zahlen 1,4 und 1,8. Um die Bevölkerung, ohne Aus- und Zuwanderung, zu halten, müsste jede Frau 2,1 Kinder zur Welt bringen. Tatsächlich sind es aber nur 1,5 Kinder. Es gibt dabei noch einen bedeutenden Unterschied. Die deutsche Frau bringt durchschnittlich nur 1,4 Kinder zur Welt, eine in Deutschland lebende Ausländerin dagegen 1,8 Kinder. Auch wenn beide Zahlen unter den 2,1 liegen, und somit kein Wachstum der Bevölkerung erzeugen, so sorgte es doch zu einer inländischen Verschiebung zwischen Ausländern und Deutschen.

Das bedeutet dass  eine ausländische Frau fast 30 % (1,4 = 100%, 1,8 = 128,57%) mehr Kinder zur Welt bringt, als die deutsche Frau. Da die Basis (deutsche Frau ./. ausländischer Frau) nicht 1:1 ist, kann man natürlich nicht sagen, dass in Deutschland 30% mehr ausländische Kinder zur Welt kommen als deutsche Kinder.

Die Zahl der Auswanderer beträgt zwischen 1991 und 2015 jährlich zwischen 596.455 und 997.552 Menschen im Jahr 2015. Die meisten Auswanderer sind aber keine Deutschen, sondern müssten mehrheitlich eher als Rückkehrer bezeichnet werden, weil es meisten Ausländer sind.

Die Auswanderung von Deutschen ist gering.

1991 waren es nur 98.915 Personen.

2008 waren es dann 174.759 Deutsche

2015 nur noch 138.273 Deutsche.

In den letzten 25 Jahren gab es nur 6 Jahre, wo mindestens 150.000 Deutsche das Land verlassen haben. Durchschnittlich dürfte die Zahl bei ca. 130.000 bis 140.000 betragen.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2534/umfrage/entwicklung-der-anzahl-deutscher-auswanderer/

Das wären dann in den letzten 25 Jahren zwischen (130.00025 =) 3,25 Millionen und 3,5 Millionen (= 140.00025). Auch diese 3,5 Millionen wurden dann durch zugezogen Ausländer ersetzt. Die oben genannte Zahl von 71,42 Millionen Deutsche würde sich dann nochmals um 3,5 Millionen verringern, und zwar nur die Jahre 1991-2015 betreffend. Tatsächlich würden dann 2015 hier nur noch höchstens 68 Millionen Deutsche leben, und nochmals 3,5 Millionen zugezogene Ausländer mehr.

Das bedeutet der Ausländeranteil würde dann bei fast 20% liegen. (68 Millionen = 100%, 81,41 Millionen = 119,72%). Ich denke, dass das deutlich höher ist, als uns die offiziellen Statistiken zeigen.

Die WELT berichtet am 26.8.2016, dass 2015 in Deutschland angeblich 82.2 Millionen Menschen in Deutschland gelebt hätten, was mehr wäre, als die von mir verwendete Statistik hergibt.

https://www.google.de/search?q=einwohner+deutschland&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b&gfe_rd=cr&ei=lFUzWerdF8yF8QfNmZboDQ

Lt WELT sollen nur 8,7 Millionen Ausländer hier wohnen. Das ist deutlich weniger als hier gezeigt. Es ist ziemlich offensichtlich, dass die Zahl von 8,7 Millionen viel zu gering ist. Dies kann daran liegen, dass die Welt nur die Menschen mit einem ausländischen Pass als Ausländer gezählt hat, während bei mir der Zuzug etc. berücksichtigt wurde. Ein Ausländer der die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat wäre bei der Statistik der WELT kein Ausländer, während er hier als Zugezogener (Migrant) gewertet wird, und ein späterer Wechsel unberücksichtigt bleibt.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article157863027/8-7-Millionen-Auslaender-leben-in-Deutschland.html

Die WELT geht z. B. für 2015 von 73,5 Millionen im Land lebenden Deutschen aus. Eine Zahl die eigentlich nicht stimmen kann, da wir 1960 insgesamt (Deutsche und Ausländer) nur 72,81 Millionen Einwohner hatten, und die Zahl der Deutschen in den folgenden Jahren ständig sank. Hier wird nur noch von maximal 68 Millionen Deutschen ausgegangen. Ob es realistisch ist davon auszugehen, dass 5,5 Millionen Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben, wurde nicht geprüft.

Lt. WELT leben also nur 8,7 Millionen Ausländer hier. Hier wird jedoch von mindestens 13,41 Millionen ausgegangen, das wären gut 50% mehr. Da sich dann aber auch Basis ändert zeigt sich ein völlig anders Bild.

Die WELT geht von 73,5 Millionen Deutschen aus und 8,7 Millionen Ausländern und kommt dann auf einen Ausländeranteil von 9,3%.

Hier wurden maximal 68 Millionen Deutsche errechnet und gut 50% mehr Ausländer (13,41 Millionen) und so ergibt sich dann ein Ausländeranteil von fast 20%, der doppelt so hoch ist, wie von der WELT veröffentlicht.

Gelsenkirchen ist eine Stadt mit einem sehr hohen Ausländeranteil. Lt. offizieller Statistik hatte Gelsenkirchen am 30.9.2016 insgesamt 264.790 Einwohner. 50.745 waren Ausländer, was einen Ausländeranteil von 19,2 % macht. Der Ausländeranteil in dieser Stadt ist also mindestens doppelt so hoch, wie der offizielle Durchschnitt in Deutschland (Lt. WELT 9,3 %).

 https://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Gelsenkirchen

Geht man durch Gelsenkirchen, man bekommt man ein völlig anderes Bild. Die Haupteinkaufsstraße ist die Bahnhofstraße. Man hat den Eindruck, dass dort der Ausländeranteil nicht bei 20% liegt, sondern der Anteil der Deutschen noch bei höchstens 20% liegt.  Wie können die offizielle Statistik und der Eindruck der Bürger soweit auseinanderliegen?

Die offizielle Statistik berücksichtigt nur Ausländer (Migranten) nicht aber „Deutsche mit Migrationshintergrund“. Ein in der Türkei geborener Mensch, der mit einem deutschen Pass in Gelsenkirchen lebt, wird als Deutscher in der Statistik gezählt, während er natürlich im öffentlichen Erscheinungsbild noch immer als Türke wahrgenommen wird.

Es kann also sein, dass in Gelsenkirchen tatsächlich der offizielle Ausländeranteil „nur“ 19.2% beträgt, aber der tatsächliche Ausländeranteil mindestens doppelt so hoch wahrgenommen wird. In Gelsenkirchen wird z. B. in vielen Stadtteilen und in Bus und Bahn nur Deutsch gesprochen, wenn Schalke ein Heimspiel hat, und sich dann fast 70.000 Deutsche auf den Straßen in Gelsenkirchen bewegen.

An dieser Statistik gibt es noch etwas bemerkenswertes. Die Entwicklung in England (Vereinigtes Königreich) und Frankreich. Vermutlich hätte man nicht erwartet, dass das in England und Frankreich noch extremer aussieht. Ich will da nicht sehr auf Details eingehen.

https://www.google.de/search?q=einwohner+deutschland&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b&gfe_rd=cr&ei=lFUzWerdF8yF8QfNmZboDQ

England hatte 52,4 Millionen Einwohner im Jahr 1960. Die Einwohnerzahl stieg um 12,74 Millionen auf 65,14 Millionen Einwohner im Jahr 2015.

Frankreich hatte 46,81 Millionen Einwohner im Jahr 1960. Die Einwohnerzahl stieg um 20 Millionen auf 66,81 Millionen Einwohner im Jahr 2015.

Frankreich hat also England (VK) inzwischen überholt. Der Zuwachs von 12,74 Millionen in England liegt aber noch über dem Zuwachs in Deutschland, und der Zuwachs von 20 Millionen ist sogar mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland.

Auch dort dürfte die Bevölkerungsentwicklung durch Geburten rückläufig sein. Also auch dort wird das Bevölkerungswachstum nur durch Zuwanderung erfolgen, und die Zuwanderung ist dort dann deutlich höher als in Deutschland. das hätte man wahrscheinlich nicht vermutet.

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Eine Antwort zu Bevölkerungsentwicklung in der BRD, England(VK) und Frankreich

  1. Korte Werner schreibt:

    Entscheidend für jede Volkswirtschaft ist nicht die Geburten-/Sterberate, auch nicht wieviele Menschen in einem System leben, sondern allein, wieviele einen Arbeitsplatz haben und somit Steuer- und/oder Beitragszahler sind. Bornierte, „Politiker“, Statistiker, Medienpapageien und Sonstige scheinen das bis heute nicht begriffen zu haben, oder warum fantasieren sie z. B.: „Wir brauchen Zuwanderung, usw. !“ Wie verblöödet muß jemand sein, auf solche Ideen zu kommen ? Wer den Fortschritt, Technisierung, Computerisierung in seiner Blööd-oder Borniertheit nicht erkenn/t/en will, bemerkt logischer Weise nicht, daß in der Zukunft fast nur Ingenieure, Wissenschaftler und kaum noch Malocher, Hilfsarbeiter gebraucht werden.

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