Tag der Wahrheit

Vielleicht sollte man den 1. April in „Tag der Wahrheit“ umbenennen. Immerhin ist es der Tag im Jahr, wo es wahr ist, dass jeder Lügen verbreiten darf.

Es ist also an diesem Tag völlig egal, ob Simone von der Lügengurka an diesem Tag erzählt, ihre letzte Gerichtsverhandlung sei für sie gut ausgegangen, oder ob ich hier verbreite, dass Gräfin von der Pfeife endlich mal beim Gericht gewonnen hat.

Sagt man das am 1. April, dann weiß jeder, dass das in Wahrheit eine Lüge ist.

Deshalb schlage ich vor, dass man den 1. April zum Tag der Wahrheit ernennt, weil an diesem Tag jede Lüge wahr ist.

Ein ungelöstes Problem bleibt aber dennoch. Was macht dann ab dem 2. April? Klar, man könnte einfach wieder aufhören mit dem Lügen, und die Meisten machen das auch, aber für Menschen wie Simone P. ist das natürlich ein Problem, denn für die ist jeder Tag der 1. April.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Tag der Wahrheit

  1. Gehilfe fürs Delikate schreibt:

    Nicht jede schriftliche Lüge ist straffrei.

    Einfach und verständlich für Laien zu lesen bei Wikipedia „Lüge“,
    meine Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCge,
    Abruf: 01.04.2017, 12:35 Uhr.

    In den Kommentaren des Strafgesetzbuches zu §348 Falschbeurkundung im Amt ist eine schriftliche Lüge sehr wohl strafbar. Allerdings kann nur eine Amtsperson, die berechtigt ist, Urkunden anzufertigen, der Täter sein, Zum Beispiel Richter, die eine Urkunde „Beschluß“ oder „Urteil“ anfertigen können.

    Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Wer die Wahrheit kennt und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher (Bertolt Brecht in: Das Leben des Galilei).

    Gefällt mir

  2. berndvogt schreibt:

    Sehr geehrter Herr Schreiber,

    ich kann ihren Ausführungen in diesem Beitrag größtenteils und vollends zustimmen! Bitte bedenken sie jedoch, sehr geehrter Herr Schreiber, dass der Begriff der „Lüge“ seit einiger Zeit bereits völlig veraltet ist!

    Was früher einst als Lüge bezeichnet wurde, heißt jetzt „alternative Wahrheit“!

    Zudem hat mir ein Staatsanwalt aus Schleswig-Holsteinischen bereits vor einiger Zeit schriftlich mitgeteilt, dass „schriftliches Lügen grundsätzlich nicht strafbar“ sei!

    In diesem Sinne…wenn schon „alternativ die Wahrheit verbreiten“, dann doch bitte schriftlich. Schließlich ist das ja „grundsätzlich straflos“!

    Bernd Vogt
    Netzwerk Menschenrechte

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s