Kleine Brötchen backen

1952 kostete ein Brötchen 6 Pfennig.

http://www.wz.de/lokales/krefeld/wirtschaft/als-broetchen-sechs-pfennig-kosteten-1.618882


1970 kostete ein Brötchen 10 Pfennig

https://hartgeld.com/media/pdf/TO2009/Heil-Teuerung_und_Broetchen.pdf


1974 kostete ein Brötchen 10 Pfennig

http://www.mikrocontroller.net/topic/250542

1974 kostet ein Brötchen 20 Pfennig

https://hartgeld.com/media/pdf/TO2009/Heil-Teuerung_und_Broetchen.pdf


1984 kostete ein Brötchen 20 Pfennig

http://www.webvariants.de/blog/sidestep-ist-mein-broetchen-wirklich-teurer-geworden.html


1990 kostete ein Brötchen 18 Pfennig

http://www.gutefrage.net/frage/was-kostete-1990-ein-broetchen-regulaer


2000 kostete ein Brötchen 15 Pfennig

https://www.lima-city.de/thread/brot-broetchen-wird-teurer


2001 kostete ein Brötchen zwischen 33 – 36 Pfennig.

http://www.gutefrage.net/frage/wie-teuer-war-ein-broetchen-2001


2007 kostete ein Brötchen zwischen 25-50 Cent

https://hartgeld.com/media/pdf/TO2009/Heil-Teuerung_und_Broetchen.pdf

 


2009 kostete ein Brötchen 23 Cent

http://www.webvariants.de/blog/sidestep-ist-mein-broetchen-wirklich-teurer-geworden.html


Heute 2017 kostet ein Brötchen bei MALZERS 31 Cent, das wären dann ca. 62 Pfennig.

Die Preise von 1984 und 2000 wurden rot markiert, weil da was nicht stimmen kann.

Offenbar gibt es auch starke regionale Unterschiede, bzw. Unterschiede von Bäcker zu Bäcker. Für das Jahr 2007 wurden z.B. Brötchenpreise in einer Stadt zwischen 25 bis 50 Cent festgestellt. Besser wäre es gewesen, wenn man die Brötchenpreise der letzten Jahre von einem einzelnen Bäcker gehabt hätte.

Die Statistik der Preiserhöhungen betrifft die Jahre 2000 bis 2016. Geht man davon aus, dass 2001 ein Brötchen 33 Pfennig gekostet hat, dann müssten sich lt der. Statistik folgende Brötchenpreise ergeben.

2001 – 33 Pfennig

2002 – 35,2605 Pfennig

2003 –  35,9163453 Pfennig

2004 – 35,9989528942 Pfennig

2005 – 36,0385517424 Pfennig

2006 – 36,2439714873 Pfennig

2007 – 38,0525456645 Pfennig

2008 – 40,8075499706 Pfennig

2009 – 40,9707801705  Pfennig

2010 – 41,093692511 Pfennig

2011 – 42,8196275965 Pfennig

2012 – 44,7079731735 Pfennig

2013 – 45,7764937324 Pfennig

2014 – 46,2708798647 Pfennig

2015 – 47,5433290609 Pfennig

2016 – 48,0377796832 Pfennig  52,404851

Damit dürfte also ein Brötchen heute ca. 24 Cent kosten, wenn man von ursprünglich 33 Pfennig ausgeht, und ca. 26 Cent, wenn man von 36 Pfennig ausgeht. Gibt es da einen Fehler, oder wird man bewusst mit falschen Zahlen gefüttert?

Eigentlich wollte ich auf etwas anderes raus. Die Preisentwicklung alleine ist wenig aussagekräftig, weil sich natürlich auch die Löhne weiterentwickelt haben. Für einen Vergleich ist es entscheidend wie lange man früher für ein Brötchen arbeiten musste, und wie lange man heute dafür arbeiten muss, oder wie viele Brötchen man früher für einen Stundenlohn kaufen konnte, und wie viele man heute dafür kaufen kann.

Raumpfleger im Tarifbereich der IG Bau bekommen zwischen 7,87 und 7,92 Mark. Bund, Länder und Gemeinden zahlen fürs Putzen zwischen 8,77 und 10,14 Mark.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14324099.html

Das galt für das Jahr 1980. Der Brötchenpreis dürfte damals bei ca. 18 Pfennig gelegen haben. Das Mittel zwischen 7,87 und 10,14 liegt bei 18,01/2= 9 DM. Damit konnte man dann 50 Brötchen kaufen.

Bei dem heute geltenden Mindestlohn von 8,50 Euro und einem Brötchenpreis von 0,31 Cent kann man dann nur noch 27,41 Brötchen kaufen. Das ist erstaunlich, denn offizielle Statistiken gaukeln uns was anderes vor. Die Berechnungen nach Lohnminuten ergibt, dass man heute (teilweise deutlich) weniger für Lebensmittel arbeiten muss, als früher. Das gilt z.B. für Butter, Eier, Milch etc. Leider fand ich keine Statistik für Brötchen.

Allerdings darf so eine Statistik auch bezweifelt werden, weil die vom Durchschnittslohn ausgeht. Wie aber sieht es bei den Geringverdienern, H4-Beziehern und Rentner aus?

Heute arbeiten viele für einen Mindestlohn von 8,50 Euro Bei so einem Mindestlohn kann man sich heute deutlich weniger Brötchen kaufen, als das vor 30 Jahren z.B. der Fall war. Für den Manager ist es bestimmt zutreffend, dass der heute mehr Brötchen für eine Stunde Arbeit laufen kann.

Beim Busfahrer, der Putzfrau oder dem Taxifahrer sieht das aber ganz anders aus. Mit 8,50 Euro in der Stunde kann man nur noch „kleine Brötchen backen“.

Außerdem lohnt auch mal ein Blick auf die Qualität. Selbst Bäcker erklären heute, dass sie keine Qualität mehr liefern würden, weil das auch gar nicht mehr möglich sei. Der Bäcker bekommt heute fertige Backmischungen geliefert, die eine Qualität schlichtweg nicht mehr zulassen.

 

 

 

 

 

 

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Eine Antwort zu Kleine Brötchen backen

  1. Korte Werner schreibt:

    Das ist bestimmt Volksverhetzung, wenn jemand sagt, es sei alles teurer geworden ! Die uns aufgezwungenen Politdarsteller und deren Medienpapageien wollen uns doch täglich einreden, mit EU und Euro sei doch alles besser geworden. Deswegen müssen wir aus humanitären Gründen alle Kriegs- und Armuts- Flüchtlinge der Welt hier herzlich zur rundum, allinclusiv- Versorgung willkommen heißen ! Wer das nicht begrüßt, wird als Nazi, Rechtspopulist mit der Nazi-Keule erschlagen und vom „Staats“- Anwalt wegen „Volksverhetzung“ auch zur allinclusiv- Versorgung in „Willkommenscentern“ (Knast) eingeladen. Das gebietet die Gleichheit vor dem Gesetz !

    Gefällt mir

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