INGE HANNEMANN: Hurra, ich kann in die Zukunft sehen.

Es wird ja gerne behauptet, dass ich ein Fan von Inge Hannemann wäre. Alles Quatsch, in Wirklichkeit ist Inge Hannemann natürlich ein Fan von mir.😉 Ist doch wohl klar, oder?

Inge Hannemann ist bei der Partei DIE LINKE aktiv. Ich finde nun nicht alles gut von dieser Partei, aber einiges wird von mir durchaus unterstützt, Gysi ist sowieso einfach nur klasse. Auch gibt es eine gewisse fruchtbare Zusammenarbeit mit einigen Ortsverbänden und mit einzelnen Parteimitgliedern beim Thema INOBHUTNAHMEN, JUGENDAMT bzw. KINDERHANDEL/KINDERKLAU/KINDERRAUB durch Jugendämter bzw. gegen mafiöse Jugendhilfeeinrichtungen, bei denen mit KINDERN KASSE MACHEN, über dem Kindeswohl stehen.

Hannemännchen, war schon lange nicht mehr in unserer Ecke, und weil zwischen Gelsenkirchen und Hamburg einige Kilometer und in der Bundesligatabelle einige Plätze liegen, habe ich ihre Aktivitäten etwas aus den Augen verloren. Das kann man aber ändern.

Heute war ich mal auf einer Internetseite wo sie noch aktiv ist, und konnte dabei feststellen, dass ich in die Zukunft sehen kann. Wir haben den 21.11.2016, und ich bin in der Lage auf der Internetseite von Inge einen Beitrag zu lesen, der vom Oktober 2017 stammt. Wenn ich euch langsam unheimlich werde, dann kann ich euch sagen, dass das mir auch so geht.😉

Hier also der Beitrag, besser ein Schreiben aus dem Jahr 2017

Hamburg, im Oktober 2017 

Liebe Genossinnen und Genossen,

wir bewegen uns derzeit in einer turbulenten Zeit. Während wir eine Wahl nach der anderen erleben, können wir gleichzeitig beobachten, wie die AfD an Aufwind gewinnt. Eine Partei, die sich rassistischer Ressentiments bedient, die Klassenspaltung von Oben nach Unten favorisiert und rechtspopulistisch agiert. Sie macht es sich zu Nutze, dass sie steile Thesen und Unwahrheiten oder Halbwahrheiten in so konzentrierter Form vermengt, dass noch nicht einmal das Gegenteil mehr wahr bzw. richtig ist.

Wir als LINKE haben die Aufgabe und Verantwortung, uns diesem Rechtspopulismus mit klaren Argumenten entgegen zu stellen. Parteien, wie die AfD ziehen in großem Maße auch Protestwähler_innen an, die sich von der neoliberalen Politik im Stich gelassen fühlen. Die vergangenen Wahlen zeigten auf, dass sich auch unsere Wählerschaft z. T. den sinnentleerten Wahlsprüchen angeschlossen hat. Die Gründe sind vielfältig.

Mit meiner Bewerbung als Kandidatin für die kommende Bundestagswahl 2017 möchte ich mich der Verantwortung stellen, eine LINKE zu vertreten, die die Nähe zu den Wähler_innen sucht und eine gute Arbeits- und Sozialpolitik vertritt, die alle Menschen betrifft – unabhängig ihrer Nationalität, Herkunft, Ausbildung oder ihres Alters.

(Kinder-)Armut, Erwerbslosigkeit, Rassismus und Ausgrenzung sind auch in Hamburg keine Einzelfälle mehr. Wenn in Hamburg jeder fünfte junge Mensch unter 18 Jahren von Sozialleistungen abhängig ist, ist dies der Beginn einer Verelendungsspirale, die mit Engagementverlust und Ängsten einhergeht. Hamburg steht mit der Anzahl von Erwerbstätigen, die ihre Arbeit mit Hartz IV aufstocken müssen, im bundesweiten Vergleich sehr weit oben. Ein Ergebnis der verfehlten bundesweiten Arbeitsmarktpolitik, die vor Hamburg jedoch keinen Halt macht. Hamburg benötigt einen Landesmindestlohn in Höhe von 13 Euro. Nur so ist die Chance gegeben, dass soziale Gerechtigkeit und die damit verbundene soziale Teilhabe möglich sind. Dazu gehören: ausreichend bezahlbarer und barrierefreier Wohnungsraum, gute Arbeit, gute Löhne und eine gute Rente.

Menschen mit Behinderung, Sozialleistungsempfänger_innen, Geflüchtete und Rentner_innen sind auch in Hamburg exkludierte Gruppen, die die Aufgabe aufgedrückt bekommen haben, sich zu schämen, weil sie keine Arbeit haben, weil sie arm sind oder weil sie von der Gesellschaft ignoriert werden. Sie haben es nach und nach aufgegeben, für ihre Rechte zu kämpfen. Es fehlt ihnen schlichtweg an Kraft oder den finanziellen Mitteln, soziokulturell oder politisch teilzuhaben. Dem werde ich weiterhin klar entgegentreten.

Als „Hartz-IV-Rebellin“ und Bürgerschaftsabgeordnete setze ich mich weit über die Grenzen von Hamburg gegen die desolate und menschenverachtende Arbeitsmarkt-  und Sozialpolitik ein. Ich engagiere mich in Bündnissen aus Gewerkschaften, Erwerbsloseninitiativen, Sozialverbänden, Landesarbeitsgemeinschaften aus Politik und Sozialem, und pflege und nutze enge Kontakte mit Hartz-IV- und Armut-Betroffenen und Vertreter_innen aus der ganzen Bundespolitik.

Durch diese bundespolitischen Aktivitäten bin ich vertraut mit Geschehnissen in Ost und West, bundespolitischer Arbeit sowie bundesweiter medialer Tätigkeit. Die reine Betitelung „Hartz-IV-Rebellin“ ist mit Sicherheit nicht etwas, worauf ich stolz sein kann. Es ist jedoch ein Begriff, der bundesweit Bekanntheit erlangt hat und mit dem Engagement für soziale Gerechtigkeit, gegen Hartz IV und für eine faire Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in Verbindung gebracht wird.

Meine Bewerbung zu diesem Zeitpunkt ist eine Fortsetzung meiner bisherigen politischen und sozialen Arbeit und außerparlamentarischem Aktivismus.

Soziale Gerechtigkeit ist ein Muss für alle Menschen, auch außerhalb der Hamburger Grenzen. Die Arbeitsmarktpolitik, und insbesondere Hartz IV, wird bundespolitisch entschieden. So wurde Hartz IV durch das Bundesarbeitsministerium mit Hilfe der Großen Koalition und der Grünen extrem verschärft. Ebenso bewirkt das neu verabschiedete Integrationsgesetz gegenüber Geflüchteten eine neue Härte. Die geplanten Änderungen beim Bundesteilhabegesetz inkludieren bei weitem nicht die Menschen mit Behinderung, was Not tut. Es gibt üble Machenschaften, die unter der derzeitigen Großen Koalition passieren. Immer mit dabei: Olaf Scholz. Niedriglohn, krampfhaftes Festhalten am prekären Arbeitsplatz, um nicht in Hartz IV zu rutschen und Befristungen über Befristungen, die kaum mehr eine Lebensplanung zulassen, prägen den Alltag vieler in Hamburg. Flexibilität, auch als Arbeit 4.0 getarnt, ist das Credo.

Ich vertrete ganz klar die Meinung: „Soziale Grund- und Menschenrechte sind unverkäuflich und nicht verhandelbar.“

Wir benötigen einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor, der die dort Beschäftigten tariflich entlohnt, der Menschen eine langanhaltende Perspektive gibt und der dort ansetzt, wo sie ihre Stärken und Fähigkeiten haben. Stoppen wir den Verschiebebahnhof von Erwerbslosen in Sinnlosmaßnahmen oder Zeitarbeit, wo über die Hälfte der Betroffenen nach sechs Monaten erneut im Jobcenter eine Bittstellerrolle einnehmen müssen!

Und vertreten wir als LINKE die klare Meinung: Die Agenda 2010 hat nicht zu mehr sozialer Gerechtigkeit geführt, sondern zu mehr Ausgrenzung, Armut und Stigmatisierung. Setzen wir uns ein für eine repressionsfreie Mindestsicherung – ohne Hartz IV.

Setzen wir als LINKE das Engagement für soziale Gerechtigkeit und den damit verbundenen sozialen Frieden fort – gegen den derzeitigen Neoliberalismus, aufsteigende rechte Politik und gegen das Schüren von Angst.

Und: Holen wir die Menschen dort ab wo sie sind: Um uns herum!

Mit herzlichen und solidarischen Grüßen

Inge Hannemann

http://www.inge-hannemann.de/nc/politik/aktuell/detail/zurueck/aktuell-9767515619/artikel/-63acb76e30/

Inge Hannemann ist bekanntlich eine sehr gute Rednerin, der es höchstens mal etwas an Humor in den Beiträgen fehlt, zumindest aus meiner Sicht. Auch ihr Schreiben ist entsprechend gut, obwohl mir da das Wort HAMBURG etwas zu häufig vorkommt, wenn man sich für den Bundestag bewirbt. Inge Hannemann kandidiert also für den Bundestag. Finde ich Klasse. Vielleicht kann man ja eine Wiederwahl von Angela M. also Angela4 oder Angela Quadro, doch noch verhindern. Dafür würde ich glatt DIE LINKE wählen anstatt CDU.

Ich stelle fest, dass ich in Gelsenkirchen eine Frage an Inge Hannemann gestellt hatte, die sie nie beantwortet hatte. Das liegt vielleicht daran, dass ich die Frage falsch gestellt hatte.

Inge Hannemann hatte in Gelsenkirchen-Bismarck einen Vortrag in der Bleck-Kirche gehalten. Am Ende lautete meine Frage:

Wir sehen dich mit deinem Vortrag zum ersten Mal in einer Kirche. Wann sehen wir dich im Kloster?

Statt einer Antwort gab es ein großes Gelächter. Heute weiß ich, dass ich die Frage anders hätte stellen sollen.

Wir sehen dich mit deinem Vortrag zum ersten Mal in einer Kirche. Wann sehen wir dich im Bundeskanzleramt?

Natürlich ist eine Inge Hannemann als Bundeskanzlerin immer gerne gesehen in Gelsenkirchen. (Zumindest wenn die Stadt dann noch so heißt, aber das ist ein ganz anderes Thema.)

Eine Inge Hannemann als Bundeskanzlerin wäre mir doch wesentlich lieber als Angela Quadro (Angela4), oder Frieda Dingsbums-Porsche, die sich im Internet gerne als zukünftige Kanzlerin schon feiern lässt.

Die Äußerung von Inge Hannemann bezüglich der AfD kann ich nicht ganz teilen. Im Wesentlichen stimme ich ihr zu, aber dennoch begrüße ich im Moment noch den Zuwachs der AfD, weil das eine Stimme weniger ist für CDU/GRÜNE/SPD.

Natürlich wählen viele Protestwähler die AfD. Viele dieser Protestwähler waren früher mal Protestwähler von DIE LINKE, aber wegen ideologischen Scheuklappen haben sich diese Protestwähler wieder von der Partei abgewendet. Etwas mehr deutsche Realpolitik könnte auch der Partei DIE LINKE nicht schaden, zumal ich die Erfahrung gemacht habe, dass viele Mitglieder der Partei diese deutsche Realpolitik bevorzugen, und die ideologische Scheuklappen ablehnen.

Ich für meine Person würde übrigens kein Bundeskanzler werden wollen, sondern die Position eines Justizministers vorziehen. Also Inge wie wär`s? Sind wir beide nicht das Traumpaar schlechthin? Lass und Deutschland retten, Du als Kanzlerin, und ich als Justizminister.😉

 

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2 Antworten zu INGE HANNEMANN: Hurra, ich kann in die Zukunft sehen.

  1. Korte Werner schreibt:

    Obwohl bei den „Linken“ mitunter auch gute sinnvolle Ideen zu vernehmen sind, verwechseln die MEISTEN aus Borniertheit, wie andere Parteienwähler/Sprecher Ursache und Wirkung. Wären in unserem etablierten Parteien nicht organisiert so viele Ungerechtigkeiten verursacht worden, gäbe es gar keine Gründe für „böse Rechte“, Populisten, usw. Weil letztere von allen anderen Systemangehörigen und deren Medien-Papageien als Demokratie-„Feinde“ dargestellt werden, weil sie gegen die Verursacher der Mißstände ankämpfen, prügeln Systemlinge nicht die Verursacher sondern die, welche gegen die Verursacher anrennen. Vermutlich sind die Systemlinge zu blööd und/oder zu borniert, Ursache und Wirkung zu unterscheiden. Das ist das eigentliche Problem. Darum ändert sich auch nichts.

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