Kritik oder kritische Fragen erlaubt

Wir haben keine Probleme mit Kritik. Kritische Fragen sind hier erlaubt, auch zu dem Beitrag

https://beamtendumm.wordpress.com/2016/11/03/bericht-der-familienhilfe-ueber-familie-stelling/

Wenn hier aber Kommentare geschrieben werden, die man einfach nur als Müll bezeichnen muss, dann hat man keine Chance, dass die hier unbedingt veröffentlicht werden.

Ein Kommentar wurde bisher nicht veröffentlicht, weil der nicht nur Müll ist, sondern am den Eindruck haben muss,  dass der Typ gar nicht lesen kann, zumindest scheint er nicht viel von dem Gelesenen verstanden zu haben.

Da schrieb einer:

Also, es passt einfach nicht: Eine extrem kinderreiche Familie hat aus Sicht des JA Bedarf an einer SPFH. Die bekommt sie dann auch. …

Also hier ist einer der Meinung, dass die Familie aus Sicht des JA Bedarf an einer SPFH hat. Logischerweise muss die Sicht des JA aber nicht richtig sein. Wie bereits erwähnt habe ich eine tätige Familienhelferin bezüglich des Berichts der Familienhilfe befragt, und sie fand, dass da alles im grünen Bereich ist. Warum das Ja einer Familie bei so einem Bericht die Kinder entzieht ist nicht nachzuvollziehen.

… Dennoch werden laufend neue Kinder geboren, also mangelnde Problemeinsicht und Reflexionsfähigkeit der Eltern. …

Schon hier fängt der geistige Dünnschiess des Typen an. (Mir ist bekannt, wer der Typ ist, und seine sonstigen Ergüsse im Internet bestätigen, dass er gerne Müll von sich gibt. Für seinen Beruf ist er jedenfalls völlig ungeeignet.)

Die Familie hat insgesamt 6 Kinder zur Welt gebracht. Das war mal durchaus normal in Deutschland, heute ist es aber nicht mehr so üblich. Die Familienhilfe wurde installiert, nachdem das letzte Kind zur Welt kam. Damit ist der Satz also völliger Blödsinn.

Nein, nach der Installation der Familienhilfe wurden keine Kinder mehr in die Welt gesetzt, damit ist auch die folgende Behauptung bezüglich der angeblich mangelnden Problemeinsicht und Reflexionsfähigkeit der Eltern als Müll entlarvt.

Peinlich ist dann auch folgender Satz

… Die Kinder sind fast alle auffällig bis höchst auffällig, was auf eine jahrelange „Überforderung“ der Eltern hinweist (früher hätte man Unfähigkeit gesagt). …

Die Kinder sind keineswegs fast alle auffällig bis höchst auffällig.

Zoe verhält sich innerhalb der Familie aufgeschlossen, und fröhlich, ihr Verhalten wirkt alters entsprechend. Zoe zeigt keine Berührungsängste. Im Umgang mit anderen Kindern zeigt sich Zoe aufgeschlossen, sicher kooperativ.

Soll das etwa auffällig sein?

Julian zeigt sich offen und freundlich gegenüber d. U. (Unterzeichner = Familienhilfe). Im Umgang mit seinen Geschwistern neigt Julian zu konfliktbehaftetem Verhalten, dieses äußert sich in der Hauptsache durch provokantes Verhalten, körperliche Aggressivität und selbstverletzendes Verhalten. Auch den Kindeseltern gegenüber fällt ein provokantes Verhalten auf. …

Das ist etwas auffällig, aber bestimmt noch nicht sehr auffällig.

Tayler zeigt sich offen, fröhlich, aufgeschlossen gegenüber d. U. (Unterzeichner = Familienhilfe). Taylor sucht stark den Kontakt zu d. U., und kann nur schwer akzeptieren, dass auch seine Geschwister Aufmerksamkeit benötigen. Laut Aussage der Kindeseltern gibt es in der Schule keine gravierenden Probleme.

Auch hier gibt es keine Probleme.

Adrianne zeigt sich sichtlich erfreut über die Besuche d. U. Sie nutzt das Angebot und nimmt an gemeinsamen Ausflügen Beispielweise zur Bücherei teil. Adrianne nutzt die angebotene Zeit, und freut sich über die Zuwendung und die Einzelgespräche. In der Schule zeigen sich massive Probleme, Adrianne berichtet von großen Problemen mit Mitschülern. Das Hauptproblem scheint das Verhalten der Mitschüler in Bezug auf ihrer Figur zu sein. Adrianne versucht sich Unterstützung bei den Lehrkräften zu holen, dies gelingt jedoch nur gelegentlich. Zum jetzigen Zeitpunkt, scheint das Leistungsniveau Adrianne zu überfordern. Sie wurde in der IGS-Stade angemeldet, evtl. steht eine Wiederholung der vierten Klasse zur Debatte.

Hier gibt es zwar leichte Probleme, aber das sind völlig normale Probleme. Dafür braucht man weder zwingend Familienhilfe, und schon gar keine Inobhutnahme.

Anders sieht es beim nächsten Kind aus. Dieses Kind wurde der Familie schon 2,5 Jahre vorher vom Jugendamt weggenommen. Der Grund für die Wegnahme dieses Kind war, dass der noch ältere Bruder einigen Mist gebaut hatte. Damals wollte die Familie Unterstützung vom Jugendamt für das älteste Kind. Das lehnte das Jugendamt aber ab, und meinte, dass man nur das älteste Kind aus der Familie nehmen könnte. Das wollten aber die Eltern nicht. Daraufhin wurden beide älteren Jungs 6 Monate nach der Hilfsanfrage vom Jugendamt aus der Familie genommen. Der älteste Bruder berichtet in einem Video, dass er dann von einer Einrichtung in die andere kam, und als das Jugendamt bzw. die Pflegepersonen keinen Bock mehr hatten, kam erst der eine Sohn zurück, und später auch wieder der älteste Sohn. Das schreibt die Familienhilfe über den zweitältesten Sohn. Der älteste war zu dieser Zeit noch nicht wieder in der Familie.

 Steven zeigt sich offen für Gespräche mit d. U. Er nutzt die Angebote zur Gestaltung gemeinsamer Diskussionen mit den Kindeseltern. Hierbei zeigt sich, dass Steven ein ambivalentes an den Tag legt. Zum einem stellt Steven große Anforderungen an seine Eltern und erwartet in Bezug auf seine Person faires Verhalten, zum anderen ist er zur Zeit noch nicht in der Lage sich altersgemäß mit den Inhalten einer Diskussion auseinander zu setzen. Steven zeigt seinen Eltern gegenüber stark aggressives Verhalten. Es kommt von Stevens Seite zur Androhung von körperlicher Gewalt. Steven ist nicht bereit sich an alle Absprachen zu halten. Steven versucht durch Diskussionen seine Überlegenheit gegenüber seinen Eltern deutlich zu machen. Aus diesem Verhalten resultieren dauerhafte Konflikte.

Nur bei Steven ist also wirklich ein auffälliges Verhalten festzustellen. Dies resultiert aber daraus, dass das Jugendamt den Jungen aus der Familie genommen hatte, und ihn dann völlig verhunzt hat, weil er von einer Bezugsperson zur nächsten kam.

Während der SPFH wird festgestellt, dass der bisherige Stundenumfang nicht reicht, was auf Deutsch heißt: Da liegt so EINIGES im Argen!

Zur Erinnerung, die Familienhilfe wurde eingerichtet, weil das JA dachte, dass die Mutter mit Zoe Problem bekommen könnte, weil das als Frühchen zur Welt kam. Zu diesem Zeitpunkt war Steven noch gar nicht wieder in der Familie. Er kam erst während dieser Zeit zurück. Tatsächlich kann man feststellen, dass man Hilfe wegen diesem, vom Jugendamt verhunzten Kind, braucht.

Trotzdem wird die SPFH nicht verlängert, was widersinnig ist, aber schlicht an leeren Töpfen liegen kann.

Leere Töpfe, also Geld für eine Familienhilfe, die in der Woche 10 Stunden in der Familie ist, ist nicht da. Aber für die Inobhutnahme von 4 bis 6 Kinder hat man Geld.

WAS also bleibt im Rahmen der gesetzlich im BGB vorgegeben Logik noch übrig? Überprüfung der Kindeswohlgefährdung nach 1666. Und dabei kommt raus: Ohne Hilfen gefährdet. Da es keine Hilfen gibt, werden die Kinder also aus der Familie genommen.

Nein, das ist keine Logik. Die Familienhilfe einstellen um Geld zu sparen, und dann monatlich bis zu ca. 8.000 Euro für die Fremdunterbringung eines Kindes auszugeben, das hat mit Logik sicherlich gar nichts zu tun.

Außerdem sollte doch einem Menschen mit minimalen pädagogischen Hintergrund bekannt sein, dass die Herausnahme eines Kindes nur das letzte Mittel sein darf. Also dann, wenn andere Mittel nicht mehr zur Verfügung stehen.

Wenn eine Überprüfung nach 1666 ergibt, „ohne Hilfen gefährdet“, dann ist das JA verpflichtet die Hilfen zu leisten, und nicht für ein vielfaches der notwendigen Hilfe, eine Fremdunterbringung zu veranlassen.

So weit, so,logisch.

Erstaunlich was manche für logisch halten.

WAS man dem JA anlasten könnte, ist, dass die SPFH nicht verlängert und/oder intensiviert wurde. Alles andere ist ganz „sauber“ gelaufen, auch wenn’s den Beteiligten natürlich weh tut, das ist klar.

Nein, hier ist gar nichts sauber gelaufen. Bei diesem Familienbericht ist eine Inobhutnahme völlig ausgeschlossen und unzulässig. Dies bestätigte mir eine Familienhelferin aus der Nachbarstadt.

Und: Nein, ich arbeite nicht bei einem JA oder ähnlichem, ich bin ein unbeteiligter Außenstehender, der das mal ganz ohne Emotionen auseinander dividiert. In Kenntnis der Mechanismen, die in diesem Bereich laufen.

Ein völlig Unbeteiligter hat also Kenntnisse der Mechanismen in diesem Bereich. Der Typ ist zwar sicherlich in dem Fall ein Unbeteiligter, aber er ist kein Unbeteiligter in dem Bereich der Jugendhilfe, sondern einer der Profiteure.

Solche Kommentare werden hier nicht als Kommentare veröffentlicht.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter BdF, Beamtendumm, Jugendamt veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Kritik oder kritische Fragen erlaubt

  1. Korte Werner schreibt:

    Bei den meisten „Ämtern“ ist die Einstellungsvoraussetzung nicht die Eignung, Fähigkeit, sondern die „Systemtreue“ und der Beweis des Willens, den Volksangehörigen größtmögliche Schäden und Kosten zu Gunsten der Profiteure aufzuzwingen. Dafür könnte ich hier seitenlange Beweise aufführen. Gänzlich aus dem Rahmen fallen Jugend-„Ämter“ und „Gerichte“, weil da drüber keine neutrale Kontrolle eingerichtet ist. Warum ? Diese „Ämter“ sind die Schutzpatrone der Profiteure. Wenn sich jemand z. B. bei „Politikern“ über die krikinellen Machenschaften von anderen „Behörden“ beschwert, antwortet z. B. ein luxusalimentierter Hilfsarbeiter mit der Antwort: Die BRD sei ein Rechts-Staat und da Sie (der Beschwerdende) alle RechtS-Mittel ausgeschöpft habe, müsse man das nun akzeptieren ! Oft kommt gar keine Antwort, oder man wird weiter verars.. !

    Gefällt mir

  2. Kurt Zach schreibt:

    Es werden auch Kommentare nicht veröffentlich, die auf vielen Erfahrungen fußen und in einem Fall lediglich gut gemeinte Ratschläge für die Familie Stelling enthielten.

    Gefällt mir

    • beamtendumm schreibt:

      Falsch. Der Kommentar wurde veröffentlicht, allerdings im geschützten Bereich.
      Außerdem war der Kommentar völlig falsch, was in einem der nächsten Beiträge erklärt wird.
      Zusätzlich wäre es ausgerechnet schädlich für die Familie gewesen, denn öffentlich zu verbreiten.
      Manchmal wäre es hilfreich, wenn man erst denkt, und dann handelt.

      Gefällt mir

      • Kurt Zach schreibt:

        Dass Sie den Kommentar im geschützten Bereich veröffentlicht haben, ist in Ordnung gewesen.
        Allerdings müssen Sie dann auch bedenken, dass nicht jeder in den „geschützen Bereich“ gelangen kann, also dann auch nicht weiß, was „veröffentlicht“ wird.
        Ihrem obigen Satz „manchmal wäre es hilfreich, wenn man erst denkt und dann handelt“ schließen wir uns an: Sie sollten das mal selbst beherzigen.

        Gefällt mir

      • Kurt Zach schreibt:

        Nachtrag: Ein Kommentar k a n n nicht falsch sein.
        Lesen Sie mal z.B. im Duden nach, was ein Kommentar ist.

        Abgesehen davon wird bezweifelt, dass Sie ausreichend Kenntnisse haben, um hier fundiert zum SGB II vortragen zu können. Das kann vielleicht Ihr Anwalt.

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s