Zwei Herzen schlagen in meiner Brust

 

Es ist bekannt, dass ich kein Freund von Merkels Einwanderungspolitik bin. Ich lebe lieber in Gelsenkirchen, als in Gelsenmoschee.

Laut Wikipedia hatte Gelsenkirchen 1959 über 391.000. Ich würde mal schätzen, dass damals mindestens 300.000 Einwohner keinen Migrationshintergrund hatten. Am 31. Dezember 2011 sollen nur noch 256.000 Einwohner in Gelsenkirchen gelebt haben. Ich bin mir sicher, dass davon höchstens noch 150.000 Einwohner keinen Migrationshintergrund hatten.

Ich darf aber die Einwohnerzahlen etwas anzweifeln, weil mir bekannt ist, dass Gelsenkirchen maximal schon über 400.000 Einwohner hatte, und man andererseits auch schon die 250.000 unterschritten hatte.

Der Stadtrat von Gelsenkirchen hatte 2012/13 eine Studie in Auftrag gegeben, in der festgestellt wurde, dass in Gelsenkirchen mehr Menschen sterben als es Geburten gibt, gleichzeitig mehr Menschen nach Gelsenkirchen ziehen, als wegziehen. Dennoch ergibt sich insgesamt ein Negativwachstum. Die Studie hat festgestellt, dass immer mehr Deutsche die Stadt verlassen, während immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund in die Stadt ziehen.

Seit 2015 wächst die Einwohnerzahl von Gelsenkirchen wieder. Das liegt aber an den weiterhin starken Zuzug von Ausländern.

Am 4. August 2016 berichteten zum Beispiel die ZEIT über Gelsenkirchen. Die Überschrift lautete:

 

GELSENKIRCHEN: der Häuserkampf

In das arme Gelsenkirchen sind 6200 Rumänen und Bulgaren gezogen. Manche wohnen in verfallenen Gebäuden, haben Scheinjobs ziehen Hartz IV. Der Sozialbetrug wird von skrupellosen Geschäftemachern organisiert. Kann der SPD-Oberbürgermeister die Kontrolle zurückgewinnen?

http://www.zeit.de/2016/31/gelsenkirchen-zuwanderer-rumaenien-bulgarien-sozialbetrug?cid=8151350

 

Außerdem sind natürlich mehrere 1000 Flüchtlinge nach Gelsenkirchen gekommen, die von Mutti Merkel quasi eingeladen wurden. Während ein gewisser Ausländeranteil durchaus eine Bereicherung sein kann, wird es jedoch problematisch, wenn dieser zu groß wird. Gelsenkirchen ist dafür geradezu ein Paradebeispiel. In diesem Beitrag soll es aber nicht um die Probleme gehen, die durch einen zu hohen Ausländeranteil entstehen (können).

Es gibt ein neues Gesetz, welches die Flüchtlingsströme regeln soll. Für Gelsenkirchen bedeutet dies, dass 1890 Flüchtlinge die Stadt wieder verlassen müssten. In Essen sind sogar 2500 Flüchtlinge davon betroffen. Nach diesem neuen Gesetz müssten die betroffenen Flüchtlinge wieder zurück an die Orte, wo sie zum ersten Mal in Deutschland registriert wurden. Für die meisten Flüchtlinge bedeutet dies, dass sie nach Bayern zurück müssten.

Für eine Stadt wie Gelsenkirchen wäre dies natürlich finanziell eine große Erleichterung. Und wenn man, wie ich, kein großer Freund von Merkel Flüchtlingspolitik ist, könnte nun eigentlich Freude aufkommen. Fast 2000 Flüchtlinge weniger bedeutet, 2000 Ausländer weniger, und deutlich weniger Kosten für die Stadt. Bei diesem Thema schlagen jedoch zwei Herzen in meiner Brust. Man darf dieses neue Gesetz nicht nur aus dem finanziellen Blickpunkt betrachten, sondern muss berücksichtigen, dass wir es hier mit Menschen zu tun haben, und nicht mit einer Sache oder mit Waren. Man kann Menschen nicht wie ein Paket von A nach B, von B nach C, und von C wieder nach A transportieren. Diese Menschen sind, sicherlich mit häufig falschen Versprechungen, nach Deutschland gekommen, um hier eine neue Heimat zu finden, und wurden dabei quasi auch noch von unserer Kanzlerin dazu ermuntert. Wenn nun so eine Flüchtlingsfamilie zunächst in Bayern ankam, dort registriert wurde, und dann in ein anderes Bundesland, Z. B. NRW, weitergeschickt wurde, und dann zunächst in einer Flüchtlingsunterkunft in Essen oder Gelsenkirchen gelandet sind, dann kann man nicht einfach hergehen, diese Menschen Monate später, wie Vieh, nach Bayern zurückschicken. Auch wenn die Flüchtlingskrise für Städte wie zum Beispiel Essen oder Gelsenkirchen ein großes Problem ist, so müssen wir doch unsere Menschlichkeit bewahren, und entsprechend handeln. Es mag ja sein, dass nicht alle Flüchtlinge echte Kriegsflüchtlinge sind, aber diese Menschen sind nicht zu uns gekommen, um als ewige Flüchtlinge hier zu leben, sondern wollen hier eine neue Heimat finden.

Durch das neue Gesetz sollen Flüchtlingsfamilien wieder nach Bayern geschickt werden, die hier in Gelsenkirchen teilweise schon Arbeit gefunden haben, einen Mietvertrag unterschrieben haben, und wo die Kinder in Gelsenkirchen schon teilweise zur Schule gehen. Aus meiner Sicht kann man solche Menschen nicht zumuten wieder in eine andere Stadt zu gehen, selbst wenn sie dort vor Monaten mal registriert wurden.

In Gelsenkirchen in 1890 Menschen von dem neuen Gesetz betroffen, in Essen sollen es 2500 sein. Von den betroffenen 1890 Menschen demonstrieren seit letzten Donnerstag ca. 150 Männer, Frauen und Kinder vor dem Hans Sachs Haus. Sie übernachten dort, weil sie Gelsenkirchen nicht mehr verlassen möchten. Ich kann zwar nicht alle Forderungen von Flüchtlingen grundsätzlich unterstützen, bin aber der Meinung, dass der Protest dieser Flüchtlinge mehr als gerechtfertigt ist.

Wenn von 1890 Betroffenen ca. 150 Gelsenkirchen nicht verlassen wollen, weil sie Arbeit haben, eine Wohnung, oder ihre Kinder hier zur Schule gehen, dann sollte man für diese Flüchtlinge auch eine Lösung in Gelsenkirchen bzw. in anderen betroffenen Städten finden.

 

Überhaupt scheint es mir überhaupt keine Lösung zu sein, wenn wir nun einige 1000 Menschen durch die Republik hin und her schicken, aber es nicht gelingt, den Flüchtlingsstrom endgültig zum Erliegen zu bringen.

 

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