Polizist als ungewollter Whistleblower

Erklärung zum Beitrag „22 Ermittlungs- und Strafverfahren gewonnen“

Herr Schreiber berichtet in seinem Beitrag vom 19.8.2016 („22 Ermittlungs- und Strafverfahren gewonnen“) kurz über eine SMS-Mitteilung von mir, weshalb ich an dieser Stelle etwas ausführlicher auf Inhalt meiner Mitteilung eingehen, und die Vorgeschichte dazu liefern will, die zur sehr aufschlussreichen, informativen Äußerung des Polizisten geführt haben mag.

Vor 17 Jahren wurde ich von einer „Dame“ aus dem Rotlicht- und Drogenmilieu schwer geschädigt. Gesundheitlich wie auch finanziell. Ich wandte mich an die Polizei, die Kripo und die Staatsanwaltschaft, weil ich damals noch den naiven Glauben besaß, wir leben hier in einem demokratischen Rechtstaat, in dem Täter verfolgt werden, und nicht die von Kriminellen Geschädigten. Ich sollte im Verlauf meiner Rechtsuche eines „besseren“ belehrt werden! Polizisten, Kripo-Bedienstete, Staatsanwälte, und so genannte „Richter“ stellten sich geschlossen hinter die Täterin, was mich für 77 Tage wegen angeblicher „Beleidigung der Prostituierten“ ins Gefängnis brachte.

Auf meiner weiteren Suche nach Hilfe gegen die Willkür der gegen mich agierenden BRD-Büttel, fand ich heraus, dass ich nicht der einzige Mensch bin, der zu Unrecht von schrecklichen BRD-Bediensteten verfolgt wird. Auch erkannte ich, dass es Millionen Menschen sein müssen, denen Tag für Tag, Jahr für Jahr von der Dienerschaft des Volkes Unrecht angetan wird. Ebenfalls fand ich heraus, dass es in der BRD wohl mehr als 10 000 Selbsthilfegruppen und Organisationen geben muss, die sich tätig mit dem Unrecht und der menschenverachtenden Willkür des Systems BRD beschäftigen, und geschädigten Menschen helfen!

So engagierte ich mich als Geschädigter in einigen dieser Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen, gründete das NETZWERK MENSCHENRECHTE, deckte Willkür in diversen Machtstufen des BRD-Unrechtssystem auf, recherchierte über den unglaublich verbreiteten Machtmissbrauch und Korruption innerhalb der Polizei, Staatsanwaltschaften, in Kreisen nicht demokratisch gewählter, so genannter „Richter“, von Politikern und selbst ernannter Kinderschutz- und Hilfsorganisationen.

Die Ergebnisse meiner Recherchen, die Infos die mir von Mitarbeitern verschiedener Behörden zugespielt wurden, und die mir zufällig zur Kenntnis gekommenen Insider-Infos, machte ich in Zeitungen öffentlich, zeigte etliche Täter verschiedener BRD-Systsemabteilungen an, und machte die Politik auf die Missstände in unseren Lande aufmerksam. Wie man sich denken kann, größtenteils ohne Folgen für die Täter (m/w)!

Nun kommen wir zu dem Grund, weshalb mir ein alt gedienter, noch aktiver Polizist der Elmshorner Polizeiwache bei einem zufälligen Zusammentreffen am 15. August sinngemäß den Rat gab: „Sie sollten vielleicht weniger Anzeigen erstatten, da man sonst schnell als Querulant abgestempelt wird!“

Zuvor hatte ich dem Polizisten berichtet, dass ich wegen Behördenwillkür seit zwei Jahren wohnungslos bin, und auch keine Leistungen zur Grundsicherung mehr erhalten würde.

Ich kann aus dem (Insider-) Hinweis des Polizisten nur schließen, dass er (aus dienstlicher Erfahrung?) der Meinung ist, dass, wer als anständiger Mensch auf Missstände hinweist und Anzeigen erstattet, muss im BRD-Unrechtssystem eben mit Verfolgung, Diskriminierung und Entsozialisierung rechnen. Wohl besonders dann, wenn sich die Anzeigen gegen System-Bedienstet des BRD-Regime richten, die vergessen haben, dass Gesetzte auf für sie gelten.

Wem meine Schilderungen und Erlebnisse mit dem System BRD bekannt vorkommen, denen kann ich bestätigen, dass derartiges Verhalten und Handeln von System-Bediensteten in unserem Lande nicht neu sind. Ich erinnere in diesem Zusammenhang hier besonders an die Zeit vom 1933 bis 1945!

Hier kommt mir persönlich auch immer nachfolgend beschriebenes Foto aus einem Flyer zu einer Ausstellung über Polizei- und Justizverbrechen im III. Reich vor Augen.

Ein uniformierter Polizist steht allein in dem Gerichtssaal, in dem der NS-Justizverbrecher Roland Freisler seine konstruierten Todesurteile gegen hunderte Menschen produzierte. Über dem Foto stand: „Die Gegenwart hat eine lange Vergangenheit“!

Ja, dass ist so, die Zeit und die Verhältnisse in denen wir heute leben, sind die Folgen – und manchmal auch die Fortsetzung dessen –  was sich in den Jahren 1933 bis 1945 in unserem Lande politisch, juristisch und organisatorisch schon einmal ereignet hat.

WIR ALLE MÜSSEN UNS ERHEBEN, UND  DIE FORTSÄTZUNG DIESER MISSTÄNDE UND SYSTEM-WILLKÜR BEKÄMPFEN, UM SIE ZU BESEITIGEN, UND DIE TÄTER ZUR RECHENSCHAFT ZU ZIEHEN!!!

Meinungen, Schilderungen eigenen Erlebnisse zum Thema Behördenwillkür, und Vorschläge bitte an:

 

Bernd Vogt

Netzwerk Menschenrechte

Postfach 1108

25311 Elmshorn

 

netzwerk-menschenrechte@gmx.de

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2 Antworten zu Polizist als ungewollter Whistleblower

  1. 5jahrehartz4 schreibt:

    Den Polizisten können wir noch toppen. Unser Dorfpolizist weigert sich Strafanzeigen zur Neiderschrift aufzunehmen (aus gesundheitlichen Gründen und wegen fehlender technsicher Geräte – Beratungsstelle Landratsamt leistet keine Hilfe, sondern bezeichnet Menschen mit Behinderung als ‚Arsxxxxch‘ (Leiter)) und begründet es mit ‚die Staatsanwaltschaft stellt sowieso alles automatisch ein‘. Trotz mehrfachen Hinweis, dass man weitere Details, Punkte zur Niederschrift geben möchte.
    Ergebnis: 89 Tage Gefängnis für mich, weil man einen Strafbefehl loslies, den Bruno wie alle Post nicht lesen konnte (kein Lesegerät oder Hilfe), der dadurch rechtskräftig wurde und man ihn Abends ins Gefängnis verschleppte – 89 Tage Folter in TAGESlicht (Hautkrankheit), usw. – Tagebuch (im Blindflug gemalt und später entziffert), Zellenbeschreibung zu klein, keine Entlüftung, usw. gegen Strafvollzugsgesetz – KEIN TAGESlichtschutz, krankmachendes Essen bei Diabetes (5 mal Nudeln pro Woche plus Nudelsalat – einige Essenspläne), keine Bewegung (kein Lichtschutz, also kein Ausgang 1 Std/Tag), usw. hier: http://www.dassindbrunosmoerder.wordpress.com/folterhoelle/

    Hier was zur deiner Einforderung von Recht und Gesetz:
    Es habe in der DDR eine Diktatur des Proletariats und den festgeschriebenen Führungsanspruch der SED gegeben. Wer das anzweifelte, für den hätten die auf dem Papier vorhandenen Gesetze ganz schnell nichts mehr gegolten – „und wenn man Pech hatte, für die ganze Familie gleich mit“, sagte die Kanzlerin, die in der DDR aufwuchs – http://www.faz.net/aktuell/politik/25-jahre-mauerfall/streit-ueber-unrechtsstaat-ddr-merkel-nennt-debatte-beklemmend-13255394.html
    Und
    „Wenn die Partei Weisung gibt, folgen die Richter“, Walter Janka, über seine Verurteilung zu 5 Jahren Zuchthaus durch das Oberste Gericht der DDR

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    • M.F.S. schreibt:

      Ja, an die Zeit beginnend mit 1933 sehe ich mich aufgrund von tendenziellen Parallelen ebenfalls erinnert. Und auch an die Tendenz, dass das Aufzeigen von Unrecht zur Folge haben kann sich mit Misshandlungen konfrontiert zu sehen, währenddessen kadavergehorsame Korruption befördert wird.

      Ich bin geneigt vieles dazu niederzuschreiben, denn in Zwangsläufigkeit gäbe es vieles wo wir gegenseitige Bestätigung erfahren würden und zugleich bemerke ich allerdings auch dass ich dessen müde bin. Der Fluss des Lebens und notwendige Aufarbeitung des Vergangenen als Teil davon. Sonst kann es wohl nicht zurückgelassen werden und in dem Moment wo Festgehaltenes losgelassen wird kann es seine freie Wirkung entfalten. Etwas davon schriftlich zu besiegeln ist zwar nicht erforderlich, doch es auf diese Weise Manifest zu machen kann dazu beitragen. Im Sinne einer Siegelmagie des Lebens. Hinterlassene Spuren im Sand, deren Schritte sich erforschen lassen.

      „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.“

      „Die höchste Ebene des Kampfes ist es, nicht zu kämpfen.“


      (…Insgesamt 21 Teile)

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