Bernd verändert die Welt

Ist das nicht eine tolle Überschrift? Zugegeben, ich habe nun nicht die ganze Welt verändert, aber zumindest dazu beigetragen, dass sich die Welt zwischen der Küppersbuschstr. 4 bis 46 sichtbar verändert hat, und das vermutlich auch Auswirkung auf die Robert-Geritzmann-Höfe hat.

Bereit im Frühjahr 2014 bemerkte ich in den Büschen und Grünflächen vor dem Kindergarten, dass dort Ratten unterwegs waren. Ein Anruf bei der Stadt, und einige Tage später wurde dort Rattengift ausgelegt, und entsprechende Warnschilder angebracht. Das dortige Rattenproblem ging zurück.

2015 bemerkte ich noch mehr Ratten zwischen dem Kindergarten und der Gaststätte/Pommesbude. Ich rief wieder die Stadt an, und nichts geschah. Die Ratten wurden immer mehr. Tagsüber spielten die Fangen, und abends tanzten die Samba auf der Straße. Von mindestens vier weiteren Anwohnern erfuhr ich, dass die auch die Stadt angerufen hatten, aber es wurde zunächst nichts unternommen.

Ich fuhr zur Stadt, und erfuhr, dass dort angeblich von einem Rattenproblem in der Küppersbuschstr. nichts bekannt wäre. Nichts bekannt? Haben die den Kopf nur zum Haareschneiden? Ich selber hatte angerufen, und mindestens vier Nachbarn, aber die Stadt weiß angeblich von nichts. Jetzt war ich da, und jetzt konnte keiner mehr behaupten, dass die Stadt nichts wüsste. Nach meinem Telefonat passierte nichts, und nach meinem Besuch passierte (zunächst) wieder nichts.

An einem Sonntag fuhr der städtische Ordnungsdienst durch die Küppersbuschstr. Ich stoppte das Fahrzeug mit den beiden Insassen, und erklärte ihnen das Rattenproblem, dabei erfuhr ich erstaunliches. Hier gibt es eine kleine Polizeiwache. Einer der dortigen Polizisten hatte auch schon seine Erfahrung mit dem nagenden Viehzeug gemacht. Eine Ratte gelangte in sein Fahrzeug, und hatte sich dort ein Lager mit Nüssen angelegt. Auch der Polizist hatte sich bereits bei der Stadt gemeldet, aber nichts passierte. Der Polizist war sauer, denn immer häufiger beschwerten sich die Anwohner über die Ratten.

Plötzlich waren die Ratten weg. Von der Küppersbuschstr. zogen die Viecher zu den Robert-Geritzmann-Höfen. Klar, da sind die schöneren Häuser. Irgendwie gelang es dem Viehzeug in die Versorgungsschächte der dortigen Häuser zu gelangen. An einem Tag hatte mein Nachbar Besuch. Plötzlich hörte er Geräusche aus der Küche. Bei ihm sind dort auch die Wasseruhren. Eine Ratte hatte gerade versucht die Rosette der Wasseruhr aus der Wand zu drücken, und wollte so in seine Wohnung. Weil das Vieh bei der Aktion zu laut war, konnte er das gerade noch verhindern.

Das Rattenproblem schien aber niemand wirklich zu interessieren. Allerdings passierte dann Ende des Jahres dann doch noch was. Die Stadt ließ die Büsche an der Küppersbuschstr. teilweise entfernen, damit die Ratten weniger Lebensraum und Rückzugsgebiet haben. Das betraf ca. 1/4 der Büsche auf der Küppersbuschstr.

Im Frühjahr 2016 rückten die Bagger wieder an, und entfernten weitere Teile der Büsche. Allerdings waren jetzt nur ca. 50% der Büsche entfernt, weil die Stadt nur für die Büsche an der Straße zuständig waren. Für die anderen Hälfte der Büsche, die zu den Häusern hin, ist unser Vermieter zuständig. Der weigerte sich aber die Büsche gleich mit zu entfernen. Seit Monaten belästigte ich nun schon den Vermieter wegen den Ratten in den Versorgungsschächten. Auch die Büsche auf der Küppersbuschstr. wurden dabei angesprochen. Angeblich hätten die Büsche dort nichts mit den Ratten in unseren Versorgungsschächten zu tun. Das sehe ich aber ganz anders. Ich habe 2015 mindestens 12 Ratten gefangen oder getötet. Die Zahl kann noch höher sein, denn Ratten die mit Gift gekillt wurden, fallen ja nicht sofort tot um.

2016 wurden 4 weitere Ratten gefangen, und evtl. einige vergiftet. Jetzt wurde festgestellt, dass endlich auch der Vermieter die restlichen Büsche an der Küppersbuschstr. in den letzten beiden tagen entfernen ließ. Die Küppersbuschstr. sieht jetzt zwischen den Hausnummern 4 bis 46 ganz anders aus. So habe ich meinen Beitrag dazu geleistet, dass sich sichtbar die Welt (zugegeben nur ein wenig)  verändert hat.

Ich freue mich. manchmal sind es die kleinen Dinge, die einem Freude bereiten. In den letzten Jahren hatte ich manchmal gleichzeitig 3 Igel in meinem Garten. In diesem Jahr war ich noch keinem Igel in einem Garten begegnet. Das mag daran liegen, dass ich seit dem letzten Jahr, wegen den Rattenproblemen kein Futter mehr im Garten habe. Allerdings betraf die Abstinenz der Igel nicht nur meinen Garten, sondern anscheinend die ganze Siedlung. Ob auch das mit den Ratten im Zusammenhang stehen könnte?

An schönen, warmen Tagen verlasse ich vor dem Schlafen gehen noch meine Wohnung. Auch bei diesen nächtlichen Touren war ich bis Ende Juni nicht einem einzigen Igel begegnet. Doch jetzt bin ich froh, dass ich im Juli wenigstens zweimal einem Stachelpelz getroffen habe. Gestern sogar in der Nähe meines Garten. Das stimmt mich optimistisch. Optimistisch, für mich, die Igel, und das Verschwinden der Drecksratten.

Und da wir gerade bei Drecksratten sind, so sei noch erwähnt, dass ich mit Freude verkünden kann, dass es auch einer anderen Ratte an den Kragen geht. Bisher war diese Ratte bei uns eher als NIEDERRHEINER-Suppenhuhn bekannt, aber auch dieser Ratte konnte ich einen empfindlichen Tiefschlag verpassen.

Wie aus gewöhnlich gut unterrichten Kreisen zu erfahren war, soll es jetzt eine Strafanzeigen geben. Ich befürchte, da wird ihm weder der Tierschutz noch der MÜLLMANN helfen können. 😉

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