2:0 Rechtsanwalt Saschenbrecker gegen Wald und Wiesen-Anwalt

Thomas Saschenbrecker, das war auch der Rechtsanwalt von PAUL. PAUL wird hier in Großbuchstaben geschrieben, weil es nicht der echte Name des Kindes ist. PAUL wurde berühmt durch die WDR-Sendung MONITOR, die über das Heimkind PAUL in Ungarn berichtete. MIT KINDERN KASSE MACHEN lautete der Beitrag.

PAUL wurde von Gerhard Lichtenberger, dem SPD-Stadtverordneten aus Bochum, und seiner LIFE-Jugendhilfe nach Ungarn gebracht. Dafür kassierte er monatlich 7.000 Euro vom Jugendamt, und zusätzlich gab es nochmals 600 Euro im Monat für die „Beschulung“. Natürlich gilt auch im Ausland die Schulpflicht, und bei Paul beschränkte sich das auf 4 Stunden Unterricht in der Woche.

Der Unterricht fand nicht an einer gewöhnlichen Schule, mit gewöhnlichen Umgang und entsprechenden sozialen Kontakten statt, sondern nur am PC.

Der Betreuer in Ungarn, der wahrscheinlich die Hauptarbeit machte, der bekam weniger als 10 % dessen, was Lichtenberger und seine LIFE-Jugendhilfe im Monat kassierte. Ein wirklich lohnendes Geschäft für den SPD-Stadtverordneten.

Und PAUL ist keineswegs sein einziges Kind gewesen, was so gewinnbringend im Ausland untergebracht war. Bei einer Ratssitzung im Rhein-Sieg-Kreis verkündete Lichtenberger großspurig, dass er deutlich mehr Angebote von den Jugendämtern bekäme, als er überhaupt bewerkstelligen könnte.

Mit der Life-Jugendhilfe dürfte Lichtenberger einen deutlichen zweistelligen Millionenbetrag von den Jugendämtern kassiert haben.

MIT KINDERN KASSE MACHEN

scheint mir also ein äußerst zutreffender Titel gewesen sein. Bei solchen Summen lässt man sich aber nicht so gerne in die Suppe spucken, deshalb ist Lichtenberger auch dafür bekannt, sehr schnell einen Anwalt einzuschalten.

In Sachen PAUL gab es zunächst auch eine Unterlassungsaufforderung gegen den Rechtsanwalt Thomas Saschenbrecker, die dieser aber nicht akzeptierte. Hier musste Lichtenberger und sein Anwalt erkennen, dass sie wohl keine Chance hatten. Der erste Sieg also für Saschenbrecker.

Gegen Stefan und gegen mich gab es aber auch noch jeweils eine Unterlassungsaufforderung, und anschließend einen Eilantrag beim LG Bochum gegen Stefan, und beim LG Essen gegen mich.

Ohne Anhörung bekam Lichtenberger und sein Anwalt diese beiden Beschlüsse. Dagegen wurde von besagten Rechtsanwalt Thomas Saschenbrecker Rechtsmittel eingelegt, weil bei den Landgerichten in solchen Verfahren Anwaltszwang besteht. Am 14.7.2016 fand nun der erste Termin beim Landgericht Bochum statt. Der Vorsitzende Richter hatte einige bemerkenswerte Aussagen getroffen.

Möglicherweise haben wir die Dimension des Falls verkannt. …

Wir haben uns damals von dem Antrag des Klägers vielleicht beeindrucken lassen …

Ein deutlicher Hinweis, dass Lichtenberger und sein WuW-Anwalt den Beschluss heute nicht mehr erhalten würde? Ein Hinweis, wie die Klage beim LG ausgehen würde?

Fakt ist, heute kam die Entscheidung des LG Bochum. Es wird keinen weiteren Termin mehr beim LG geben, das LG hat die Klage von Lichtenberger abgelehnt. Jetzt darf Stefan also ein Flugblatt verteilen, das er bis dahin niemals verteilt hatte. Toll, aber will er das überhaupt?

Fakt ist, im Moment steht es zwischen dem Rechtsanwalt Thomas Saschenbrecker und dem Wald und Wiesen-Anwalt 2:0, und es wird noch nicht das Endergebnis sein.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter BdF, Beamtendumm, Jugendamt abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu 2:0 Rechtsanwalt Saschenbrecker gegen Wald und Wiesen-Anwalt

  1. Caesar schreibt:

    Es hat ein wenig gedauert, aber jetzt habe ich auch meinen Bericht zu dem Prozess und den Ereignissen drumherum fertig:

    http://caesar-bochum.blogspot.de/2016/07/lichtenberger-lg-bochum.html

    Gefällt 1 Person

  2. Korte Werner schreibt:

    Dem Herrn Lichtenberger traue ich alles zu, nur nichts Gutes zu Gunsten Hilfebedürftiger, z. B. Kinder, Alten und Wehrlosen. Scheinbar steht die Profitgier über allen Gesetzen und Sitten, zumal er dabei in „guter Gesellschaft“ zu sein scheint. Wenn es da vermutlich nicht soviele Mitwisser oder Mittäter gäbe, würde er vermutlich längst geächtet sein. Damit wird aber im BRDDR-Besatzer-Vasallen-System kaum zu rechnen sein.

    Gefällt mir

  3. Gehilfe-fürs-delikate schreibt:

    Gratulation an die ehrlichen Ermittler und investigativen Blogger

    Gefällt mir

  4. st gundlach schreibt:

    hallo bernd: nach dem beschluss des lg bochum, hätte ich große lust das zu verteilen obwohl ich es nicht ein mal im realen kenne und ich auch nicht weiß von wenn das flugblatt ist. aber ich habe auch etwas angst, das sich dann in nachhinein der verfasser meldet und irgend was von mir will.

    Gefällt mir

    • beamtendumm schreibt:

      Stimmt, das Copyright hat natürlich der Verfasser. Also nicht verteilen. Sonst kommt der Urheber noch und verklagt dich.
      Und da dir nicht bekannt ist, wer der Urheber ist, könnte es sein, dass sogar ein Herr Lichtenberger, oder einer seiner Mitarbeiter sich als (angeblicher) Urheber outet, und dich dann verklagt.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s