JVA Münster muss innerhalb von 48 Stunden geräumt werden.

Knackis suchen eine Zuhause.

Innerhalb von 48 Stunden muss die JVA-Münster geräumt werden, weil eine akute Einsturzgefahr besteht. Schon ein vorbeifahrender Schwerlastransporter, oder Unwetter könnte akut zum Einsturz der JVA Münster führen, die immerhin teilweise schon 160 Jahre alt ist.

Jetzt müssen die Gefangenen mit Bussen kurzfristig in andere Haftanstalten verlegt werden. Lt Justizministerium reichen aber die vorhandenen Kapazitäten in den anderen Haftanstalten aus, um die 513 Gefangenen aus Münster aufzunehmen. Keiner muss wohl auf die Straße gesetzt werden.

Bei 513 Gefangenen dürften auch die Transportkapazitäten eng werden. Vermutlich werden andere geplante Verlegungen teilweise verschoben werden.

Es bleibt aber die Frage offen, warum die plötzlich Räumung erfolgen muss, ohne dass es einen entsprechenden Neubau gibt. Das Alter und der Zustand des Gebäudes ist ja nicht erst seit gestern bekannt. Man darf hier auch an das Amtsgericht Gelsenkirchen erinnern, dass plötzlich teilweise nicht mehr genutzt werden konnte, wegen Einsturzgefahr, und mit dem Neubau des dortigen Justizzentrum erst nach der Einsturzwarnung für das alte Amtsgericht begonnen wurde. Mit verantwortungsvoller Politik hat das wohl kaum noch was zu tun.

Noch im Mai hatte der Justizminister erklärt, dass in der JVA-Münster keine Gefahr für Leib und Leben bestehen würde, jetzt zwei Monate später hat sich dies offenbar plötzlich geändert. Bereits seit 2012 „denkt“ man über den Neubau einer neuen Haftanstalt in Münster nach, bisher jedoch ohne Ergebnis. Da braucht man sich natürlich über eine Internetseite wie BeamtenDUMM nicht wundern.

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4 Antworten zu JVA Münster muss innerhalb von 48 Stunden geräumt werden.

  1. Korte Werner schreibt:

    Wenn der Bau so lange ungefährdet Gäste bewirten konnte, warum dann diese Eile, außer das da ganz andere Interessen ausschlaggebend waren ? Vielleicht wurde die Räumung so dringend, weil einige „Volksdiener“ keine Lust mehr hatten, noch lange auf Bakschisch oder Parteispenden zu warten ? Darum spielt es keine Rolle, wie hoch die Kosten getrieben werden, weil es ja nicht das von den „Volksdienern“ erarbeitete Geld ist, sondern das den Arbeitern abgepresste Geld.
    Wenn es nur die Unfähigkeit wäre, käme der Steuerzahler noch glimpflicher davon. Vermutlich überwiegt aber die kriminelle Energie, wie z. B. auch am Berliner Flughafen nachzuvollziehen und an vielen anderen auch.

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    • Justizfreund schreibt:

      Das ist bei weitem nicht so einfach, weil hinterher ist man immer schlauer.
      Ich habe ja auch mal konstruktiver Ingenieurbau studiert, also Statiker. Es kann sogar sein, dass das Gebäude noch mehr als 50 Jahre steht. Im Bauwesen rechnet man mit ungefähr 200% Sicherheit. Im Flugzeugbau sind es zB. grundsätzlich etwa 20%. Ausser zB. bei den Triebwerken bei mehrstrahligen Passagiermaschienen, da darf eines von 4 ausfallen also 25% Sicherheit. Und ich wette die grossen Frachtmaschinen haben auch bezüglich der Triebwerke bei voller Beladung weniger wie 25%.
      Diese Bandbreite braucht man auch bei weitem. Wenn es Spannbeton ist, dann kann es noch kritischer sein.
      Besonders zB. in den 50er Jahren hat man Morniereisen (Bewehrungseisen) wieder rausgenommen nachdem der Prüfingenieur weg war. Und der Prüfingenieur ist ohnehin lustig, weil der keinerlei Verantwortung hat wie ein Richter und da arbeiten auch Nuschen. Ich hatte mal einen, der mich dann immer rechtlich ausfragte und der kannte keine Flächenträgheitsmomente (Steinersche Satz), keine Dreimomentengleichung, kein Kani- Cross- Weggrössen- (Prinzip der virtuellen Verrückungen) Kraftgrössen- (Prinzip der virtuellen Kraftgrössen) oder Wetzellverfahren, keine Kernflächen usw. usw. und er war der Überflieger, der sein Studium als Statiker in der Regelzeit absolviert hatte und stolz bei einem Prüfingenieur arbeitete.
      Was ich und auch meine Bekannten über das Kapitel erzählen können von Menschen, die das Studium beendet haben…. Aber da gibt es sozusagen eine gewisse natürliche Auslese, weil jemand in der Regel die Verantwortung dafür trägt…. (Im Gegensatz zu Justiz).
      Viele von den Flaschen gehen dann zu Behörden und brauchen dort zum Glück nicht mehr rechnen, sondern nur noch Vorschriften befolgen.
      Und da komme ich dann wieder als Prolet wegen eines meiner gestellten Bauanträge, die schon von vornherein nichts sind (wie in der Justiz), weil ich kein Architekt bin.
      Herr Rechtsanwalt Architekt Dipl. Ing. Ing. math. Patentigenieur hat aber weniger Bauanträge in seinem Leben eingereicht wie ich und er ist auch Beratungskunde von mir im gewerblichen Rechtsschutz….

      Und bei den Bauämtern sitzen dann auch absolute Nuschen, die fast gar nichts versehen und sich mir mir nach ihrer Aussage nicht fachlich unterhalten können, weil ich kein Architekt bin. Meine Frage müssen dort gemeinschaftlich beraten werden und am Ende sind diese nur halb beantwortet und ob mein Bauantrag so in Ordnung ist weiss keiner aber der wird dann grundsätzlich für einen Proleten abgelehnt, weil er im Ansehen seiner Person Prolet ist. Wenn ein Architekt im Ansehen der Person kommt….
      Über Architekten? Oh, no!
      Aber diese Leute haben noch die Justiz über sich wo man noch auf Verstand hoffen kann, wenn man sich im Ansehen der Person von einer entsprechenden elitären Person vertreten lässt. Was Juristen nicht mehr haben. Weil ich brauche fast immer einen Architekten der den Bauantrag unterschreibt….

      Aber wann ein Gebäude einstürzt vorher feststellen ist fast unmöglich:
      http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/stadt-sperrt-marode-tiefgarage-duisburger-ist-nun-zwangsweise-autolos-id9774676.html

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  2. berndvogt schreibt:

    Müsste man im Münsterland leben, und Insasse einer dortigen JAV sein, um binnen 48 Stunden ein neues „zuhause“ zu bekommen?

    Ich wurde – durch die Willkür einer kleinen Sozialamtsmitarbeiterin bei der Stadt ELMSHORN – und derer Helfershelfer in der Verwaltung des KREISES PINNEBERG, vor annähernd 24 Monaten (!) wohnungslos, und habe, bis zum heutigen Tage, trotz vorgelegtem Mietangebot, keine neue Wohnung beziehen können.

    Dass es dabei k e i n e r l e i Hilfe oder Unterstützung seitens der Büttel in den Dienstzimmern von Stadt und Kreis gegeben hat, braucht hier sicher nicht besonders Erwähnung finden.

    Das geht für die „Knackies“ im Münsterland offensichtlich viiiel schneller!!!

    Die ganze Geschichte zu meinem Fall, zu den verantwortlichen Täterinnen und Tätern, Vorgesetzten und Sozialgerichts-Bediensteten, von deren Willkür, Untätigkeit, Dummheit, Inkompetenz und krimineller Energie wird hier in Kürze mehr zu lesen sein!

    Bernd Vogt
    Netzwerk Menschenrechte
    Buettelwatch – die oberste Dienstaufsicht durch das Volk – (demnächst online)

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