Die erstaunliche Meinung eines Herrn Lichtenberger

und/oder seines Klagevertreters.

Eigentlich sollte ja gestern die Verhandlung zwischen Lichtenberger und mir stattfinden, aber der Anwalt hat es wohl vorgezogen in den Urlaub abzutauchen.  Aber es gibt dennoch Neuigkeiten.

Gerhard Lichtenberger ist der Meinung:

Dass der Kläger (also Lichtenberger) Kinder ins Ausland „verschachert“ ist genauso unzutreffend wie die Behauptung, dass das Jugendamt Bochum den Kläger beim „Kasse machen“ unterstützt.

Zumindest hat dies der Anwalt mitgeteilt.

Ob der Beklagte dies überhaupt jemals behauptet hatte ist mir jetzt nicht bekannt. Vermutlich bezog sich die Klägerseite dabei ausschließlich auf das streitige Flugblatt, was bekanntlich gar nicht von dem Beklagten stammte.

Unabhängig davon finde ich es äußerst merkwürdig, dass  man der Meinung sein kann, es sei unzutreffend, wenn behauptet wird, der SPD-Stadtverordnete Gerhard Lichtenberger hätte Kinder ins Ausland verschachert.

Nochmals zur Erinnerung.

Gerhard Lichtenberger war zunächst nur ein Nachhilfelehrer in einem Kinderheim in Bochum. Aus dieser niederen Position wurde er dann plötzlich Heimleiter, obwohl man sich die Frage stellen könnte, ob er dafür überhaupt genügend Erfahrungen und Qualifikationen erworben hatte.

Vielleicht nicht, denn er scheiterte dort, und wurde wegen Unregelmäßigkeiten gekündigt. Seine Klage vor dem Arbeitsgericht blieb erfolglos. Als Heimleiter war er offenbar nicht unbedingt brauchbar, deshalb gründete er die „Life-Jugendhilfe“. Sein erstes Büro hatte er in einem anderen Kinderheim in Bochum, was auch schon wieder sehr merkwürdig ist. Kinderheime, die Büroräume vermieten findet man vermutlich eher selten.

Sehr schnell machte Lichtenberger und die Life-Jugendhilfe mit Skandalen auf sich aufmerksam. Maßnahmen in Chile, Kirgistan, Spanien und Ungarn landeten regelmäßig in der Presse.Seine politische Karriere dürfte er hauptsächlich angestrebt haben, um sein Unternehmen zu fördern. Wie spendenfreudig er dabei vorgegangen ist, ist zwar nicht bekannt, aber bekannt wurde, dass die SPD in Bochum insgesamt 10.000 Euro im Jahr 2015 nicht mehr von ihm und (angeblich) seiner Frau haben wollte. Das war dann nach dem MONITOR-Beitrag über den Jungen „PAUL“, der in Ungarn „untergebracht“ war.

Die Frage darf bestimmt erlaubt sein, ob die 5.000 Euro-Spende wirklich von seiner Frau kam, oder dies nur auf dem Papier so war, damit die Spende unter der Meldepflicht blieb. Da die SPD beide Spenden nicht mehr wollte, deutet dies vielleicht daraufhin.

Die Pflegeperson in Ungarn, die für Paul zuständig war war ein Handwerker, die auf dem Papier 10 Jahre jünger gemacht wurde, und in Wirklichkeit mindestens 73 Jahre war, hatte keine wirkliche pädagogische Ausbildung, und bekam monatlich nur 10% der Summe, die das Jugendamt regelmäßig an die Life bzw. Lichtenberger überwies.

Ähnlich sah es mit dem Schulbesuch in Ungarn aus. Es gab nämlich keinen. Ersatzweise gab es 4 Stunden Fernunterricht am PC die Woche. Auch hier also nur ca. 10% der Stunden im Monat, die das zuständige Jugendamt für die Life gebucht hatte.

Wenn dann jemand auf die Idee kommt, und meint dies als „verschachern“ bezeichnen zu müssen, dann kann ich dies durchaus nachvollziehen.

Der angebliche Vorwurf, dass das Jugendamt Bochum Lichtenberger beim Kasse machen unterstützen würde, ist allerdings zumindest unpräzise. Diesen Satz würde ich anders formulieren.

Nicht nur das Jugendamt Bochum unterstützt mich dabei,

das hätte ich geschrieben.

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