STRAELEN: Kindeswohlgefährdung durch das Jugendamt?

Nach dem Kinderklau bei einer Polizistin gibt es nun einen weiteren Fall von Kinderklau, bei einer Mutter, die für den Staat arbeitet. Die Frau ist als Dozentin in der JVA Willich tätig. Das Jugendamt begründete den Kinderklau damit, dass die Frau angeblich verwirrt sein soll. Wenn man sich das Video ansieht, dann kann man diesen Verdacht aber kaum bestätigen. Vielleicht sind die Verwirrten eher die Typen beim Jugendamt.

Auch hier zeigt sich mal wieder, was Jugendämter unter Kindeswohl verstehen. Das Traumatisieren von Kindern ist offensichtlich für das Jugendamt keine Kindeswohlgefährdung. Das ältere Kind war ja nur 12 Tage von der Mutter getrennt, und ist jetzt völlig verändert und verstört.

Die genannte Zahl von 50.000 Kinder pro Jahr, ist ziemlich zutreffend. 2015 wurden von den Jugendämtern über 52.000 Kinder in Obhut genommen. 2004 waren es noch weniger als 25.000 Kinder. Eine echte Wachstumsindustrie, die inzwischen wirklich Jeden treffen kann. Auch Knastmitarbeiter, Polizisten und Richter etc. Und natürlich auch Menschen, die mal selbst Pflegekinder im Auftrag des Jugendamtes betreut hatten. Es ist tatsächlich kein Einzelfall, dass man solchen Leuten später die eigenen Kinder oder Enkel entzieht.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter BdF, Beamtendumm, Jugendamt abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu STRAELEN: Kindeswohlgefährdung durch das Jugendamt?

  1. Kurt Zach schreibt:

    So „arbeiten“ Jugendämter und deren Familiengerichte:

    Nach einem unsäglichen Verfahren vor dem Familiengericht, das die ungerechtfertigte Inobhutnahme eines Kindes in einen von Anfang an abgesprochenen Heimaufenthalt (kirchliche Einrichtung, die nichts von Nächstenliebe, Kindeswohl etc. weiß) überführte,
    wurde ein Antrag auf Einsetzung eines Einzelvormunds gestellt.
    Dieser Antrag datiert vom 26.7.2015.
    Der Antrag wurde bis heute nicht beschieden. Dann wurde mit dem hier eingestellten Schreiben
    vom 12.1.2016 daran erinnert.
    Niemand antwortete bisher.

    Hier das Schreiben:

    Amtsgericht
    xxx

    2 F 56/15 (Rpfl)
    Ihr Schreiben vom 6.1.2016 – Eingang 11.1.2016

    Sehr geehrte Frau xxx

    im Hinblick auf meine Anregung zur Bestellung eines Einzelvormunds für den Jugendlichen xxx, vom 26.7.2015
    erscheint Ihre erstmalige Reaktion auf diese Eingabe sehr seltsam.

    Sie übersenden mir ein Schreiben des Jugendlichen vom 28.09.2015 und fragen an, ob der Antrag auf Vormundschaftswechsel aufrecht erhalten bleiben solle.

    Der Antrag auf Vormunschaftwechsel bleibt aufrecht erhalten, denn durch das Schreiben des Jugendlichen ändert sich nichts an den Tatsachen und dem Verfahrensstoff:

    Vor Bestellung des Amtsvormunds der Kreisverwaltung xxx wurde rechtsfehlerhaft nicht geprüft,
    ob ein geeigneter Einzelvormund aus der Familie bestellt werden kann.

    Es muss jedoch der gesetzlichen Vorgabe genügt werden, wonach im Verhältnis zur Amtsvormundschaft der Einzelvormundschaft der Vorrang gebührt (§ 1791b BGB).
    Nur dann nämlich, wenn eine als Einzelvormund geeignete Person nicht vorhanden ist, k a n n ein Amtsvormund bestellt werden.
    Der Gesetzgeber hat in völliger Eindeutigkeit die Bestellung der Einzelvormundschaft als Regelfall, die Bestellung der Amtsvormundschaft dagegen als Ausnahmefall festgelegt.
    Dem Gericht wurden mögliche geeignete Personen genannt, die als Einzelvormund bestellt werden könnten.
    Geeignete Einzelvormünder standen von Anfang an zur Verfügung, z.B. an erster Stelle der bemühte Vater des Kindes, sowie seine Großmutter (studierte Pädagogin und Sozialpädagogin, selbst Mutter von fünf erwachsenen Kindern), die seit 2003 die Pflege, Förderung und Betreuung des obigen Kindes während der berufsbedingten Abwesenheiten der 14 Jahre lang allein sorgeberechtigten Mutter sicherstellte, sowie weitere Mitglieder der Familie, insbesondere der Onkel des Jugendlichen, Herr xxx, Lehrer in der Waldorfschule xxx, der nach(unwahren) Angaben des Jugendlichen nicht ausreichend Kontakt zum Neffen pflegen konnte.
    Die objektiv unwahre Behauptung des Jugendamtes xxx, dass es in der Familie keine geeignete Person gäbe, die als Einzelvormund in Frage käme, ist vom Gericht eigens im Rahmen der Amtsermittlungspflicht zu prüfen.
    Das Familiengericht hat sich jedoch nur auf die Mitwirkung des Jugendamtes xxx beschränkt, das seine offensichtlich persönlich aversive, unsachliche und kindswohlschädigenden Absichten, dem Jugendlichen die Familie zu nehmen, unter allen Umständen durchsetzen wollte.
    Eine Prüfung ist also nachzuholen.

    Über die Bestellung des Einzelvormundes entscheidet das Familiengericht, nicht der Mündel selbst.
    Das Familiengericht hat im Interesse des Jugendlichen zu prüfen, ob die Entlassung des Amtsvormunds und die Bestellung einer Einzelperson angezeigt ist.
    Dabei kann nicht einfach davon ausgegangen werden, dass der angeblich vom Mündel seinerzeit schriftlich geäußerte Wille, den Amtsvormund behalten zu wollen, dem Interesse des Jugendlichen am besten entspricht.
    Kindeswille und Kindeswohl können nicht automatisch gleichgesetzt werden.
    Es wurde nicht geprüft, ob der Jugendliche tatsächlich der Verfasser des Schreibens vom 28.09.2015 ist oder ob dieses möglicherweise gar von Mitarbeitern der Jugendhilfeeinrichtung diktiert wurde, zumal das Schreiben ausweislich der Eingangsstempel zunächst der Kreisverwaltung – wohl zur Durchsicht und Genehmigung – zugeleitet wurde, bevor es an das Pfälzische Oberlandesgericht, das bezüglich der Vormundschaft gar nicht zuständig war, weiterversandt wurde.
    Es muss stark in Zweifel gezogen werden, dass der Jugendliche eine Erklärung mit diesem Wortlaut selbst gefertigt hat.
    Insofern steht gar nicht fest, ob diese Äußerung der beachtliche und authentischer Wille des Jugendlichen ist.
    Weiter ist zu klären, was dem Jugendlichen über Sinn, Zweck und Notwendigkeit einer Amtsvormundschaft vermittelt wurde, so dass er nun der Meinung sein soll, nur ein Amtsvormund könne gewährleisten, dass er „seinen Weg in der Wohngruppe mache“.
    Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb ein Einzelvormund nicht in der Lage sein sollte, die Interessen des Mündels besser als ein Amtsvormund zu vertreten, zumal der Jugendliche offensichtlich meint, Herr xxx sei sein Einzelvormund, die Vormundschaft an diese Person gebunden und nur diese Person wisse am besten, was gut für ihn sei.
    Tatsächlich ist jedoch die Kreisverwaltung xxx, Jugendamt, der Amtsvormund, der die Interessen des Jugendlichen wegen der Vielfachbelastung durch mehrere Amtsvormundschaften und vorliegender Interessenkollision gar nicht bestmöglich vertreten kann.

    Die mit der Vormundschaftsreform vorgesehene Anhörung des Mündels vor der Auswahlentscheidung des Vormunds ist nur als rechtliche Beteiligung zu sehen.
    Entscheiden wird der Jugendliche nicht.
    Wenn die Bestellung eines Amtsvormundes die Ausnahme sein soll, muss zudem begründet werden, weshalb der Ausnahmefall angenommen wird.
    Eine solche Begründung gibt es aber nicht.

    Die Kreisverwaltung xxx, Jugendamt, Herr xxx,
    führt ihre Amtsvormundschaft nicht im Interesse des Mündels.

    Der Amtsvormund hätte darauf hinzuarbeiten, dass eine Rückführung des Mündels in die Familie möglich würde, dass dem Mündel die Familie als identitätsstiftende und Sicherheit vermittelnde und deshalb schützenswerte Institution erhalten bliebe, indem ihm erklärt würde, dass man Familie nicht einfach aufkündigen und ersetzen dürfe, da sie zu einer gesunden Entwicklung normalerweise notwendig ist.
    Stattdessen werden objektiv unwahre Behauptungen als Grundlage für Entfremdung und Umgangsvereitelung genutzt.
    Die Herkunftsfamilie sollte unter Würdigung ihrer Ressourcen und Kompetenzen vom Amtsvormund einbezogen werden, was nicht geschieht.
    Durch den Amtsvormund sind die Eltern zeitnah über die Aufgaben und Funktion des Vormundes zu informieren.
    Dieser Amtsvormund hat nicht informiert.
    Als Inhaber der Personensorge bestimmt der Vormund unter Berücksichtigung des § 1684 BGB Umfang und Qualität des Umgangs.
    Der Amtsvormund unterstützt den Umgang des Kindes mit seinen Eltern nicht, wie nachgewiesen ist.
    Nach § 1686 BGB erhalten die Eltern Auskunft über die Entwicklung des Kindes.
    Unter Berücksichtigung des Kindeswohls sind die Eltern zu beteiligen.
    Dieser Amtsvormund kennt die Eltern des Jugendlichen jedoch nicht, hat nie mit ihnen gesprochen, lässt Umgang nicht zu, bzw. führt den Jugendlichen nicht dahin, seine Konflikte mit der Mutter und Großmutter zu bearbeiten und Umgang mit ihnen zu pflegen, gibt auch nur unzureichend, nicht zeitnah und erst nach langem Bitten zustehende Auskunft über den Jugendlichen.
    Damit zeigt er unverhohlen seine evtl. grundlegende Abneigung gegenüber Eltern, bringt diesen also keine Wertschätzung entgegen, sondern begegnet ihnen nur mit auffälliger Ablehnung.
    Der Amtsvormund kümmert sich gerade nicht um die persönlichen Belange seines Mündels, fördert und erzieht ihn nicht persönlich, sondern beantragt seinerseits „Hilfe zur Erziehung“ in Form von Heimerziehung, was seine Aufgabe konterkariert.
    Diese seine Aufgaben kann er nämlich nicht an die Mitarbeiter/innen des Heims übertragen, was aber tatsächlich und ausschließlich der Fall ist.

    Jugendamt und Familiengericht haben u.a. im Rahmen ihrer jährlichen Prüfpflicht
    darauf hinzuwirken, einen Einzelvormund zu gewinnen.
    Das Jugendamt xxx hat dieser Pflicht zuwider bisher die Bestellung eines Einzelvormundes nie in Betracht gezogen. Auch wurde der Mündel vor Bestellung des Amtsvormundes nicht gehört.
    Aus diesem pflichtwidrigen Unterlassen kann nicht gefolgert werden, dass die zuvor auf unwahre Behauptungen des Jugendamtes basierend getroffene fehlerhafte Entscheidung des Familiengerichts zur Bestellung eines Amtsvormundes ungeprüft fortbestehen kann und darf, auch wenn das für die beteiligten Stellen am bequemsten wäre.
    Tatsächlich ist es vordringliche Aufgabe des Jugendamtes auf eine Rückführung des Jugendlichen in die Familie hinzuarbeiten bzw. die Familie so zu unterstützen, dass die primär erziehungsverpflichteten Eltern ihrer Pflicht auch nachkommen können.
    Gem. Art. 6 GG stehen Ehe und Familie unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung, was besagt, dass staatliche Intervention zum Schutz des Kindes auf den Erhalt der Familie ausgerichtet sein muss.
    Das Jugendamt xxxhat jedoch nachgewiesermaßen nie Hilfe und Unterstützung bei der Erziehung des Jugendlichen xxx angeboten, war auch nicht ein einziges Mal in der Familie, um die Verhältnisse und die Erziehungssituation des Kindes zu überprüfen,
    hat jedoch trotzdem veranlasst, dass mir die elterliche Sorge vollständig und seit nunmehr mehr als zwei Jahren entzogen wurde. Eine Rückführung des Jugendlichen wurde vom Jugendamt nicht in Betracht gezogen und entsprechend auch nicht verfolgt.
    Es hat zudem vereitelt, dass der zugeneigte erziehungsbereite und -verpflichtete Vater des Jugendlichen seinen elterlichen Pflichten nachkommen kann, hat also auch ihm – ungeprüft und ohne Begründung – jedes Erziehungsrecht abgesprochen.
    Dieses Vorgehen ist rechtsfehlerhaft und verletzt Eltern, Familie und Kind in ihren Grundrechten, ist also kindswohlschädlich.
    Ich beantrage nach allem, den Antrag nun zeitnah zum Wohle des Mündels zu bescheiden.
    Mit freundlichen Grüßen
    xxx

    Dieses Schreiben wurde jetzt einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Familienrichter und
    dessen Rechtspflegerin beigefügt.
    Es kann damit gerechnet werden, dass das dienstaufsichtsführende Landgericht keinen Grund sieht, die Verfahrensweise von Richter und Rechtspflegerin zu rügen, da der „Dienstherr“
    sich – wie in solchen Fällen üblich -, darauf beruft, dass in die „richterliche Unabhängigkeit“ nicht
    eingegriffen werden könne.
    Die richterliche Unabhängigkeit steht hier aber nicht in Frage. Vielmehr dürfte es nicht sein,
    dass dem Bürger einfach nicht geantwortet wird, eine Bescheidung unterbleibt, da dieser
    „unter der Hand“ und auch mit deutlichen Worten als „Querulant“ gehandelt wird,
    dem deshalb nicht geantwortet werden müsse.

    Gefällt mir

  2. nielpuesch schreibt:

    Interessante Analogien zum bundesweit bekannten Fall Petra Heller, Bamberg. Dort hatte die Bamberger Vielharmonie von Gesundheits-und Jugendamt sowie zweier Instanzen von Ortsgerichten das Verschwindenlassen des Sohnes bewirkt. Signifikant lebensverlängernd
    waren die Vorgänge für Frau Heller leider nicht.
    Nun ist in diesem Fall die eingetretene Störung der Entwicklung des Urvertrauens kaum mehr
    rückgängig zu machen. Trotz der (zu erhoffenden) Rückgabe des noch immer freiheitsb.
    Kindes wäre es schade, sollte eine Schadenersatzklage versäumt werden. Nicht nur, weil es
    den Opfern zustünde und zu gönnen wäre. Sondern vor allem
    , weil der damit verbundene Verlust an
    (vermeintlichem) Prestige der Täter sich positiv auf deren Sozialisation auswirken könnte.
    Hierzu lese man mit angemessenem Genuß z.B. das Urteil des OLG Dresden vom 13.04.2013
    (AZ: 1U 1306/10). Dabei geht es um Schadenersatz wegen ausgeübter Liederlichkeit eines Jugendamtes beim widerrechtlichen Freiheitsentzug (auch hier, m.E.nach, eines Säuglings).
    Schade allerdings, daß keine angelsächsischen Zahlen erreicht werden. Doch immerhin:
    die seit ca. ab 2012 in Sachen „Inobhutnahmen“ seitens des Bundesverfassungsgerichtes
    verkündeten Entscheidungen haben sich bis zu (manchen) OLGs herumgesprochen. Kaum
    zu glauben; im Fall Haase war man da noch nicht soweit. Wenn das so weitergeht, leben wir
    in wenigen Dekaden in einem Rechtsstaat.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s