Traumatisierung ist kein Kindeswohl

Echt widerlich, echt unglaublich, was man in dem Video an Gewalt von Polizisten gegen einen erst 12-jährigen Jungen mitbekommt. Und das alles unter dem Vorwand des Kindeswohl. Eine so schwere Traumatisierung durch Gerichtsvollzieher, Jugendamt und Polizei hat natürlich im Leben nichts mit Kindeswohl zu tun.

Sämtliche Beteiligte wären verpflichtet gewesen diese Aktion umgehend abzubrechen. Es gibt nicht wenige, die erklären, dass sie in diesem Fall gewaltsam gegen die Polizisten vorgegangen wären, und wenn ich Richter wäre, dann hätte ich dies als Notwehrhandlung angesehen.

Worum ging es denn überhaupt? Warum „musste“ der Junge aus der Familie geholt werden? Um es gleich zusagen, der Junge „musste“ gar nicht aus seiner Familie geholt werden, es gab dazu keinerlei berechtigten Gründe. Nur die Unfähigkeit der Behörden haben zu dieser unnötigen und widerlichen Gewalttat gegen ein minderjähriges Kind, das den Schutz der Gesellschaft verdient, geführt.

Erinnern wir uns zunächst  an den Fall ANTONYA S: Es gab Leute, die der Familie vorgeworfen hatten, dass diese nicht bereit war mit dem Jugendamt zusammenzuarbeiten. Hier haben wir aber genau den umgekehrten Fall.

Es war die Mutter selbst, die zum Jugendamt ging, um dort um Hilfe zu bitten. Mit Hilfe war aber natürlich nicht dieser perverse Gewaltakt gegen das Kind gemeint.

Der 12-jährige Tobias hat Geschwister, die ganz normal die Schule besucht haben. Er selber hat jedoch körperlicher und geistiger Beeinträchtigungen, die zu Problemen in der Schule geführt haben. Tobias hat Probleme mit der Lernfähigkeit und dem Hörvermögen und deshalb soll er an der Schule, u.a. von Lehrern, gemobbt worden. Dadurch und durch Versagensangst hat er eine extreme Angst vor der Schule entwickelt.

Die Familie wollte Unterstützung. Die Familie hat das Jugendamt um Hilfe gebeten, nachdem Lerndefizite bei dem Jungen festgestellt wurden. Laut Gutachten, ist der Junge dringend förderungsbedürftig.

Das Jugendamt soll aber keine Förderung bewilligt haben. Wiedermal soll ein Jugendamt nur bestrebt gewesen sein das Kind aus der Familie zu nehmen. Unter dem Deckmantel des Kindeswohl kam es so zu dieser verachtenswerten, widerlichen Aktion.

In der Nähe des Wohnorts gibt es sogar eine Förderschule. Dort hätte man den Jungen beschulen können, das wäre im Sinne des Kindeswohl gewesen, und nicht die Traumatisierung des Kindes bis ans Lebensende, denn diesen Gewaltexzess wird das Kind nicht mehr vergessen.

 

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4 Antworten zu Traumatisierung ist kein Kindeswohl

  1. Anonymous schreibt:

    Leider ist solch Handeln „unserer Volksdiener“ nicht nur auf absolute Unfähigkeit, sondern vielmehr auf kriminelle Energie zurückzuführen ! Wäre das nicht der Fall, würden sie wissen können, hier wäre Hilfe, Unterstützung angesagt, statt Heime mehrkostenträchtig zu füllen um anderen Systemlingen Profite sichern zu helfen und Kinder zu traumatisieren. Das müßte wie ein Sittlichkeitsverbrechen verfolgt und bestraft werden. Aber weil die BRDDR ja ein RechtS-Staat, leider kein Recht-Staat ist, wird das nicht passieren. Hier schützt jeder Systemling jeden Systemling und geht u. Umständen auch noch zur Demo um 6 % Gehaltserhöhung auf Kosten der Werteschaffenden zu erstreiten unter dem Motto: „Wir sind es wert“ ! Noch skrupelloser geht es wohl nicht mehr ?

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  2. M.F.S. schreibt:

    Unfassbar diese Fehlentscheidungen seitens des Jugendamtes. Dass nicht wenige als Elternteil eingegriffen hätten, kann ich sehr gut nachvollziehen und verstehen. Allerdings hätte es für den Jungen die Situation nur noch schlimmer gemacht, denn wie zumindest einer der beiden Polizisten darauf reagiert hätte kann man sich wohl denken. Wenn man sich trotz der emotionalen Aufgewühltheit in dieser Situation noch so im Griff hat, sagt das auch etwas über die Erziehungsfähigkeit aus.

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    • beamtendumm schreibt:

      Und so einen Schwachsinn erreicht mich auf facebbok

      Andreas Grätz: Naja, wenn man das sich genauer anschaut, hat das eine sehr lange Vorgeschichte, bei denen die Verwandtschaft des Kindes mehrmals gezeigt hat, dass von ihnen Widerstand gegen die Staatsgewalt zu erwarten ist. Es sieht auch danach aus, dass das Kind „Herr des Hauses“ ist und nicht die Mutter. Die Mutter ist allen Anschein nach tatsächlich mit der Erziehung des Kindes überfordert. Auch wenn ein Kind wochenlang nicht zur Schule geht, wird da auch vor diesem Termin schon einiges stattgefunden haben, das nichts gebracht zu haben scheint. Und die Posterin „Angela“ erklärt das Kind dann einfach zu einem „Kristallkind“, konstruiert daraus eine weltweite Verschwörungstheorie, nach der so ziemlich alle gegen „Kristallkinder“ sind, was absoluter Blödsinn ist (dazu kenne ich genug Lehrer und Erzieher) aber dadurch eine wichtige Form der Erziehung, nämlich das Setzen von Grenzen für das Kind, an denen es sich dann orientieren kann, nicht anerkennt. Genau dann entstehen dann Kinder wie das hier gezeigte, das der Mutter Befehle gibt und sich dann als 12-jähriger(!) wie ein Kleinkind verhält, wenn dann doch mal Grenzen gesetzt werden.

      Leute die keine Ahnung haben sind angeblich in der Lage in diesem Video die ganze Vorgeschichte zu erkennen. Traurig, der Mann ist Programmierer. In einen Aufzug würde ich nicht einsteigen, wenn die Steuerung von ihm programmiert wurde.

      Hier sein nächster Kommentar.

      Andreas Grätz: Beamtendumm-Förderverein Es wurde von „Angela“ bereits von einem Vorfall aus 2015 berichtet, bei dem das Kind aus dem Heim ausgerissen ist und von der Familie vor den Behörden versteckt wurde. Zumindest in dieser Zeit hat dann die Familie wahrscheinlich auch aktiv den Schulbesuch verhindert. Daher wird sich das Thema Schulbesuch und Schulpflicht schon länger hinziehen, als es aktuell (12 Wochen) beschrieben ist. Damit war klar, dass die Familie nicht gewillt ist, sich an irgendwelche Anweisungen oder Verabredungen zu halten. Auf dem aktuellen Video hört man, wie der Sohn schon vor dem Eintritt der Polizisten der Mutter im Befehlston Anweisungen gibt und die Mutter nur hilflos reagiert, anstatt dem Jungen die Lage tatsächlich zu erklären oder in zurecht zu weisen. Der Sohn ist auf dem Balkon und hat noch nicht mal im Freien Schuhe an – ich weiss nicht, ob Erkältung und Asthma gut zusammen passen. Die Mutter weiss noch nicht mal, wo die Schuhe sind. Der anwesende Herr – anscheinend vom Jugendamt oder einer anderen helfenden Organisation – versucht zuerst in einer ruhigen Art, den Jungen zur Kooperation zu bewegen. Der reagiert aber schon bei der kleinsten Berührung auf aggressivste Art – anscheinend, weil er gewohnt ist, damit durchzukommen, da sich diese Strategie in seinem ganzen Handeln fortsetzt. Die Mutter steht während all dem hilflos herum, filmt und hat zuerst mehr Sorge um das Inventar der Wohnung als um ihren Sohn. Der Sohn beisst die Polizisten und erst darauf hin halten die Beamten ihm den Mund zu. Selbst nach dem Versprechen des Jungen, nicht mehr Gewalttätig zu sein, bleibt er es trotzdem. Auch draussen reagieren Familienangehörige mit Gewalt gegen die Polizisten, die dann reagieren müssen.

      Und zur Thematik „Kristallkind“. Wenn das Kind tatsächlich hochbegabt wäre, dann würde man es auch erkennen und entsprechend fördern. Das weiss ich aus eigener Erfahrung. Leider benutzen aber viele Eltern tatsächlich nur den Begriff „hochbegabt“, um die erzieherischen Defizite zu rechtfertigen.

      Schon im nächsten Kommentar musste man dann schon wieder zurückrudern.

      Andreas Grätz: Ich muss mich korrigieren. Der Vorfall 2015 war eine andere Familie. Dafür hört man aber im Video, dass bereits im Vorfeld des Zugriffs der Mutter ein Platzverweis erteilt wurde. Also hat auch diese Geschichte eine Vorgeschichte – bei 12 Wochen Schulabstinenz wird nicht erst nach 12 Wochen gehandelt – und die Tatsache, dass der Platzverweis nicht befolgt wurde, obwohl sich auch andere Familienangehörige um den Jungen hätten kümmern können, zeigt deutlich den Willen, den Beamten Widerstand zu leisten. So ein Verweis wird nicht ohne Grund ausgesprochen ist immer nur eines der letzten Mittel.

      Nicht nur dass man offenbart, dass man gar nicht in der Lage ist vernünftig zu recherchieren, so hat doch die weitere Entwicklung bisher gezeigt, dass der gute Mann wohl völlig daneben liegt.

      Andreas Grätz: Beamtendumm-Förderverein Die Defizite bei der Erziehung sind bei dem Kind ganz genau zu sehen. Das war nicht das typische Verhalten eines Zwölfjährigen. Der Einsatz der Polizei war definitiv die letzte Lösung. Jugendämter arbeiten nicht perfekt. Dazu sind sie leider zu unterbesetzt, aber daraus eine behördliche Willkür abzuleiten und das ganze zu einer Art Verschwörung auszubauen, ist masslos übertrieben. Es sei denn, man macht sich einen Sport daraus, permanent das Verhalten von Behörden zuerst herauszufordern und dann missbilligend zu kommentieren, anstatt sein Leben einfach mal selbst in Ordnung zu bringen. Auf dem Video haben sich die Beamten wehren müssen(!), da sie angriffen wurden und die Familie nicht imstande war, ihr eigenes Kind unter Kontrolle zu bringen. Die Kontrolle über das Kind bestand ja schon vor dem Eintreffen der Beamten in der Wohnung nicht. Platzverweise werden grad auch dann ausgesprochen, wenn sich Widerstand ankündigt. Und hier wurde definitiv Widerstand geleistet. Noch nicht mal die Tür wurde sofort geöffnet. Stattdessen rotierte die ganze Familie hilflos in der Wohnung rum. Die Mutter war nicht in der Lage, dem Schreien und Treten ihres Kindes etwas entgegenzusetzen. So wird sich das wahrscheinlich auch jeden Morgen beim Schulgang abgespielt haben. Berichtet wird das ganze dann von einer Frau, die eh eine große Verschwörung zu einer Art Niederdrückung von hochbegabten Kindern sieht, was absoluter Blödsinn ist wie ich aus eigener Erfahrung weiss.
      Für dieses Kind in Berlin hätte ich gerne eine Quelle.

      Defizite in der Erziehung, nennt man das jetzt so, wenn man einem Kind nicht beibringt, wie es sich korrekt zu verhalten hat, wenn man von der Polizei misshandelt wird?
      Woher kennen wir nur solche schwachsinnigen Kommentare?

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    • M.F.S. schreibt:

      Nur zur Info: Laut Pressestelle der POL Kaiserslautern war am 25.4.2016 ein Koordinierungsgespräch mit der Staatsanwaltschaft, der Polizei und dem Jugendamt beabsichtigt. (Quelle: mimikama/ZDDK)

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