DRESDEN: Wann ist ein Tisch ein Tisch?

Manchmal fragt man sich wirklich, hat die Stadt keine anderen Probleme? Da wiehert mitunter der Amtsschimmel, dass man es bis zum Südpol hört. Der Streit um einen kleinen Beistelltisch des Straßenmusikers Arne Schmitt sorgte jetzt für einen Gerichtsstreit am Dresdner Amtsgericht. Wann ist ein Tisch ein Tisch?

Das ist die Einleitung zu einem Beitrag in den DRESDNER NEUE NACHRICHTEN. Es ging um einen angeblichen Verkaufsstand, oder einen Tisch, der das sein sollte.

Für den Beistelltisch, so die Behörde, bräuchte Schmitt eine Sondergenehmigung, denn der sei ja eine Art Verkaufsstand und dafür habe er keine Erlaubnis gehabt. Schmitt sollte ein Ordnungsgeld von 85 Euro zahlen und zog vor Gericht. Hätte sie sich das Ganze mal etwas genauer angesehen oder mit dem Musiker gesprochen. Schmitt verkaufte keine CDs. Wer wollte konnte sich eine nehmen, gegen eine Spende oder einfach so. „Ich bin schon mehrmals kontrolliert aber nie auf den Tisch angesprochen worden. Ich verkaufe nicht, ich bitte nur um Spenden. Man hätte mich doch einfach fragen können.“ Dass Schmitt CDs verkauft hat, hat die Mitarbeiterin übrigens nicht gesehen.

Wenn der Preis „Depp des Monats“ nicht traditionell schon an den NIEDERRHEINER und seine Suppenhühner vergeben wäre, hätte die Behördenmitarbeiterin wirklich einen reelle Chance den Preis zu erhalten.

Der Musiker muss die 85 Euro nicht zahlen. Die Kosten für das Verfahren trägt die Staatskasse und da ist einiges zusammengekommen. „Das wird teuer. Ich bin Tausende Kilometer gefahren, eine Zeugin reiste aus Köln an. Dazu die Anwaltskosten. Das muss jetzt der Steuerzahler zahlen. Vielleicht sollte das die Mitarbeiterin aus ihrer Privatkasse zahlen“, überlegte Schmitt.

Eine wirklich gute Idee, die hier sicherlich Unterstützer findet. Und hier noch ein Kommentar zu dem Beitrag.

Hat das Amtsgericht keine wirklich kriminellen Fälle mehr?

https://linkverzeichnis.wordpress.com/2016/04/15/amtsgericht-dresden-behoerden-irrsinn-gerichtsstreit-um-beistelltisch/

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