Ist eine Demo gegen Rechts eigentlich ausländerfeindlich?

Wie hier bereits berichtet, gab es in Bingen einen Brandanschlag gegen eine Unterkunft, in der auch Flüchtlinge untergebracht war.

Bei so einem Brandanschlag geht man regelmäßig davon aus, dass es sich um eine Straftat von den zahlreichen Rechten handelt, die auf den Wahlzetteln immer CDU, GRÜNE und SPD wählen. Bei diesem Brandanschlag gab es am Objekt sogar noch mindestens 2 Hakenkreuze, so dass man sofort eine Demo gegen Rechts plante.

Der Täter wurde schnell gefasst. Ein Schock für den gemeinen Gutmenschen. Es war ein syrischer Flüchtling, der in der Unterkunft wohnte, und mit seiner Situation nicht zufrieden war.

Die geplante Demo gegen Rechts sollte dann trotzdem stattfinden. Man hat jetzt das vermeintliche  Rechte nicht mehr so ganz in den Vordergrund stellen können, sondern die Gewalt mehr thematisiert. Das ist ja noch nachvollziehbar, aber durfte man denn die Demo überhaupt noch durchführen? War die Demo jetzt nicht ausländerfeindlich? Waren die Gutmenschen nun plötzlich alles Nazis? Gab es auch eine anständige Gegendemo, und wo war die ANTIFA?

Man sollte ja denken, dass es erlaubt sein müsste eine Demo durchzuführen, wenn es einen Brandanschlag auf eine Unterkunft gibt, wo Menschen gefährdet werden, oder wie hier sogar verletzt werden. Aber das ist natürlich ein Trugschluss.

Demos sind natürlich erlaubt, wenn ein Deutscher einen Ausländer tötet, wurden aber schon verboten, wenn ein Deutscher von einem Ausländer getötet wurde.

Nach den sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen in der Silvesternacht, von ausländischen Männern auf Frauen, in Köln und anderen Städten, gab es zwar eine Demo wegen den Vorfällen, aber es wurde auch dafür gesorgt, dass die Demo nach nur wenigen Metern wieder aufgelöst wurde, und natürlich gab es auch gleich eine Gegendemo, denn jeder der gegen die Vergewaltigung von Frauen durch Zugereiste ist, ist ja ein Nazi.

Und auch in Brüssel war das ähnlich. Als man dort nach dem Selbstmordanschlägen von Moslems auf die Straße ging, um gegen die Verbrechen zu demonstrieren, wurden die Demonstranten gleich wieder in die rechte Ecke gestellt, die Demo verboten, und nur die Demo der Gegendemonstranten genehmigt.

 

Ich finde es schon erstaunlich, dass in Belgien nur Nazis gegen moslemische Selbstmordanschläge sein sollen. Ich hätte eigentlich vermutet, dass jeder gegen solche Mörder sein sollte. Eine Demo gegen Selbstmordanschläge kann ich verstehen, für eine Gegendemo habe ich aber kein Verständnis. Im Islam würde es das sicherlich nicht geben.

In Bingen gab es also eine Demo. Weil der Täter an das Gebäude Hakenkreuze geschmiert hatte, ging man zunächst von einer Tat von rechten Deutschen aus. Damit war die geplante Demo also noch systemkonform.

Jetzt hat man den Täter geschnappt. Geschnappt vor der Demo. Hätte man jetzt die Demo nicht schleunigst absagen müssen? Es war ja jetzt plötzlich keine Demo mehr gegen Rechts, sondern wurde eine Demo gegen die Straftat eines Ausländers. Durfte man die denn jetzt überhaupt noch durchführen?

Die Demos in Köln und Brüssel zeigen doch, dass Demos gegen Straftaten von Ausländern nicht systemkonform sind, und die Teilnehmer regelmäßig als Nazis beschimpft werden müssen, und es natürlich auch sofort eine Gegendemo von hirnlosen Gutmenschen geben muss.

Waren jetzt die Teilnehmer der Demo in Bingen  plötzlich alles Nazis? Gabe es wenigstens Wasserwerfer, und einen anständige Gegendemo? Wo war die ANTIFA?

Für mich persönlich sind auch Demonstrationen gegen Verbrechen die von Ausländern gegen Deutsche begangen wurden zulässig. Damit ist für mich auch nicht jeder ein Nazi, wenn er sich an so einer Demo beteiligt.

In Köln hatte PEGIDA gegen die Silvesterverbrechen demonstriert. Ich wäre auch zu einer ANTIFA-Demo gegangen, wenn die gegen die Silvesterverbrechen demonstriert hätten. Haben sie aber nicht, also blieb mir nur PEGIDA. Bei einer Demo geht es mir hauptsächlich um die Sache. Und wenn die Sache gerechtfertigt ist, dann nehme ich daran teil.

Dortmund-Fans und Schalke-Fans sind sich häufig spinnefeind. Nach den Polizeiübergriffen während eines Fußballspiels auf Schalke-Fans, bekamen die Schalker auch Unterstützung von den Dortmundern-Zecken. Ich war bei der anschließenden Demo der Schalke-Fans dabei. Und ich würde dafür auch nach Dortmund fahren, und würde auch dort gegen Polizeigewalt demonstrieren, wenn es so einen Grund gäbe.

Diese ständige Lagerbildung von links und rechts muss endlich mal überwunden werden. Sie nutzt nur dem System. Wenn ein Haus angezündet  wird, und Menschen gefährde t werden, dann ist es doch ziemlich unerheblich, welcher Nation der Täter oder evtl. Opfer angehören. Das macht man nicht, das muss man nicht hinnehmen. Da darf man sich natürlich empören. Deshalb ist man weder ein Linker noch ein Rechter.

Und ich gehe auf die Straße egal ob es einem Gutmenschen oder dem System passt, bzw. gerade, weil es denen nicht passt.

Wer darüber anders denkt, der kann ja mal hingehen, und überlegen, ob die Demonstranten in Bingen jetzt plötzlich alles Nazis waren, weil der Brandstifter keinen deutschen Pass besitzt.

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2 Antworten zu Ist eine Demo gegen Rechts eigentlich ausländerfeindlich?

  1. M.F.S. schreibt:

    Aus dem Feuer in Bingen am Rhein resultiert eine Initialzündung für eine Neujustierung innerhalb der vorherrschenden Intention…

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  2. Wolfhilta schreibt:

    Hat dies auf wolfhilta rebloggt.

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