JULIA: Verloren im Rechtsstaat

1982 wird Julis geboren. Sie kommt acht Wochen zu früh zur Welt, und leidet an einer spastischen Diplegie. Mit 5 Jahren besucht Julia den katholischen Kindergarten in Lüneburg.

Bei der späteren Einschulung gibt es dann Probleme. Wegen ihrer körperlichen Behinderung wird Julia zunächst zurückgestellt. Im nächsten Jahr weigert sich die Grundschule, trotz in Deutschland existierender Schulpflicht, Julia wegen ihrer Behinderung aufzunehmen. Julia ist sehr wissbegierig und saugt alle Informationen auf wie ein Schwamm.

Die Eltern besorgen für Julia auf eigene Kosten eine Hausbeschulung, die nach langen Kampf auch von der Behörde genehmigt wurde. Im zweiten Schuljahr wechselt Julia dann in eine Sonderklasse der Grundschule, die Julia zunächst nicht haben wollte.

Allerdings ist Julia für diese Klasse viel zu schlau. Die meisten anderen Kinder sind nicht körperbehindert, sondern haben Verhaltensauffälligkeiten. In dieser Klasse hat Julia nichts zu suchen.

Die Eltern führen den Hausunterricht wieder fort, und bekommen dafür Ärger mit der Bezirksregierung, die lieber die Zukunft eine körperbehinderten Mädchen zerstören, als das Kind zu fördern. Die Behörde droht sogar das Mädchen mit Polizeigewalt zur Sonderschulklasse zu bringen.

Die Eltern haben Glück. Die katholische Grundschule erklärt sich nun bereit Julia aufzunehmen. Julia hat eine verständnisvolle Klassenlehrerin, und geht gerne zur Schule, obwohl der Unterricht für sie erheblich schwerer ist, als für die Kinder ohne Körperbehinderung.

Nach vier Jahren verlässt sie die Schule mit einem guten Zeugnis und wechselt zur Orientierungsstufe. Nach zwei Jahren Orientierungsstufe bekommt sie eine Gymnasialempfehlung. Ihre Eltern:

Bis zur zehnten Klasse ist sie eine durchschnittliche Schülerin, wird allerdings im Unterricht immer stiller. Da sie zu diesem Zeitpunkt zu Hause nichts erzählt, erfahren wir erst viel später, wie sehr sie darunter leidet, beim lauten Lesen – sie ist dabei ja langsamer – ständig ausgelacht zu werden. In den Pausen verkriecht sie sich in der Cafeteria, da ihr Schüler gedroht haben, sie aus dem Rollstuhl zu kippen. Die Lehrer bekommen dies alles mit, unternehmen aber nichts. „ Ihr müsst lernen, Euch selbst zu behaupten“, sagt die Klassenlehrerin. Sie meint vor allem Julia. Ihre Klassenlehrerin ist es auch, die Julia aus Gründen der Gleichbehandlung zum Mülldienst einteilt. Konkret bedeutet dies, dass Julia eine ganze Woche lang vom Rollstuhl aus in den Pausen den Müll ihrer gesunden Mitschüler aufsammelt. An Essen oder Trinken ist da nicht mehr zu denken. Julia frisst nach wie vor alles in sich hinein und gibt sich selbst bzw. ihrer Behinderung die Schuld.

Meine Meinung über die Zustände in diesem Land, über das Beamtendumm, Behörde, Justiz und Politik ist bekannt, oder kann auf diesem Blog nachgelesen werden.

Ich finde in diesem Land vieles richtig dämlich, aber sauer, und zwar richtig stinkesauer, werde ich regelmäßig, wenn man hier von Staatsseite gegen Kinder vorgeht, oder deren Zukunft zerstört. Die Eltern von Julia haben einen jahrelangen Kampf geführt, und am Ende dann doch resigniert, aber ihre Bemühungen im Internet dokumentiert.

Hier geht es zu der Internetseite.

http://www.bitte-um-hilfe.de/

http://www.bitte-um-hilfe.de/inhaltsverzeichnis/

 

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3 Antworten zu JULIA: Verloren im Rechtsstaat

  1. Korte schreibt:

    Was darf man von einem Besatzer-Vasallen- System z. B. unter der Führung von einem Kohl, Schröder oder einer Merkel erwarten, die sich im vorauseilenden Gehorsam von Völkermord-Kommandanten der Ausrottung der weißen Rasse, Vernichtung Europas, speziell Deutschlands per Ausführung das Hooton-Planes vorrangig verpflichtet fühlen ? Frau Merkel ist das Herholen und Verwöhnen von Kulturbereicherern vorrangiger vor Wahrung von Recht und Sitten bei Deutschen (Kindern) ! Geschehnisse wie im Fall von Antonya, Dave, Pia, tausenden ANDEREN, und dem oben aufgeführten Mädchen sind der Beweis für eine Justiz, die der Diktatur hörig und dienlich ist. Die BRD ist eine Besatzungs-Diktatur unter der Führung von Diktatoren. Wer das nicht glaubt, den möchte ich an den Ausspruch des Karlspreis-gekröhnten Herrn C. Juncker erinnern:“Wir beschließen etwas. Warten dann eine Zeit ab. Wenn es dann kein Geschrei und keine Aufstände gibt, weil das Volk nicht verstanden hat, was wir beschlossen haben, machen wir weiter, Schritt für Schritt, bis es kein ZURÜCK mehr gibt!“ Später fügte er hinzu: „… müssen wir LÜGEN!“ Was hat mein Opa 1951 gesagt ? „In der Politik, Verwaltung und Justiz ist es wie beim KOCHEN ! Nur der Abschaum kommt nach oben !“ Das stellen die uns aufgezwungenen „Volksdiener“ auch täglich selbst unter Beweis !

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  2. Pallmann Bernhard schreibt:

    Sehr verehrte Frau Brigitte Flachmann,
    ich habe gerade Ihren gesamten Bericht über Julia gelesen, den ich über „Beamtendumm“ erhielt. Auf der Kommentar-Seite von „Beamtendumm“ hinterlasse ich eine Kopie dieser email. Nach allen meinen Erfahrungen werden Sie bzw. Julia im sogenannten „Rechtssystem“ der für Sie und Julia zuständigen Behörden niemals das erhalten, was Sie sich erhoffen. Auch beim EMRK sitzen nicht immer die gerade unabhängigsten Juristen/Richter und Sachbearbeiter, wie Sie richtiger Weise selbst leidvoll erfuhren. Dennoch haben Sie natürlich und grundsätzlich die Möglichkeit, dieses alles vor Ort nochmal und immer wieder durchzufechten. Dazu wünschen wir Ihnen von ganzem Herzen Erfolg und die berühmte Hartnäckigkeit oder unbezwingbare Hoffnung nach dem Motto: „..der wär kein Realist, der nicht an Wunder glaubt“. Einer meiner Wahlsprüche.

    „Beamtendumm“ hat für viele, viele andere und auch für mich viel getan. Dafür bin ich dem „Macher“ ewig dankbar und bleibe ihm verbunden, selbst wenn ich mich nicht immer äußere oder melde. Heute tue ich das. Für Julia vor allem. Und für Sie. Für Ihre Sache, die eben wieder mal kein „bedauerliches Versehen“ oder ein „Einzelfall“ ist. Ich denke, Sie haben mit Ihrer Webseite genau das Richtige gemacht. Ob Sie dort jenen Zuspruch, Trost und Unterstützung erhalten, den Ihre Sache ohne jedwede Einschränkung verdient, wird sich zeigen. Gerne beantworte ich Fragen und/oder vermittle Kontakte zu Sach-Rechtsanwälten im In- und Ausland. Kostenfrei, versteht sich. Ob die dann Ihnen tatsächlich helfen wird sich herausstellen. Ich persönlich setze mehr auf Öffentlichkeits-Arbeit, Zusammenschlüsse mit Gleich-Betroffenen und Internationalisierung. Das erstmal ganz kurz und bis bald

    Ihr Bernhard Pallmann
    Internat. Institut für Civilcourage
    zur Zeit in Brasilien
    Mobil Tel.(005562) 85173186
    Casa-Festnetz Tel. (005562) 32586332

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    • beamtendumm schreibt:

      Ich hoffe natürlich, dass sich viele die Internetseite von Julia ansehen. Vermutlich ist das nämlich nicht gerade ein Publikumsmagnet. Ein paar Zugriffe mehr, würden da bestimmt nicht schaden.

      Und auch bei diesem Fall von, „was in Deutschland alles möglich ist“, der bisher nicht sehr bekannt war, gilt mal wieder:

      Der staunt der Laie, und die Lehrerin wundert sich.

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