Das Unwort des Jahres 2015

Ich war gestern bei REAL. Danach wollte ich mir noch eine Currywurst mit Pommes  bestellen. Das Vorhaben scheiterte aber daran, dass mir die Verkäuferin mitteilte, sie könne keine Pommes mehr machen.

Sie konnte keine Pommes mehr machen, warum nicht?

Sie teilte mit, dass ihr das Gas ausgegangen sei. Soweit sind wir also schon in D. Jetzt geht der Pommesbude schon das Gas aus. Mir lag eine spitze Bemerkung auf der Zunge, aber ich konnte mich im Zaum halten.

Ich wechselte den Standort. Vom Pommeswagen ging es zum Hähnchengrill. Ein halbes Hähnchen hatte ich gerade bestellt, als ein Kunde kam, der vermutlich dort öfters kauft. Zwischen dem Verkäufer und dem Kunde entwickelte sich ein Gespräch.

… Die haben ja neulich das Unwort des Jahres gekürt. Ich weiß schon gar nicht mehr wie das war.

Weil ich es wusste, habe ich mich mal eingemischt.

Gutmensch,

warf ich ein. Dass das viele schon wieder vergessen haben wundert mich nicht, denn viele haben das Wort erstmalig gehört, als es zum Unwort des Jahres gewählt wurde. „Gutmensch“, eine blöde Wahl. Neu ist das Wort nicht, es existiert schon seit Jahren. Wer hier regelmäßig liest wird das Wort schon gekannt haben.

GUTMENNSCH wurde zum Unwort gewählt, weil es angebliche eine Bezeichnung für Flüchtlingshelfer wäre. Völliger Quatsch. Die Bezeichnung GUTMENSCH umfasst einen wesentlich größeren Personenkreis.

Der Hähnchenverkäufer meinte, dass er einen Satz als Unsatz des Jahres vorschlagen würde. Welcher Satz könnte wohl der Uns.atz des Jahres 2015 gewesen sein?

 

Mein Hähnchen war bereits eingepackt und bezahlt. Ich fuhr gerade weg, als der Verkäufer meinte, für ihn sei der Unsatz des Jahres:

Wir schaffen das.

Angela Merkel hat diesen Satz 2015 mehrfach zum Flüchtlingsthema von sich gegeben, ohne jedoch zu erwähnen, wie wir das schaffen sollen.

Keiner hat dem Verkäufer widersprochen, aber mir viel da doch noch was ein. Ich drehte meinen Rollstuhl und fuhr zurück:

Wissen sie, für mich ist der Unsatz des Jahres der Spruch von der Kölner Bürgermeisterin, mit der armlänge Abstand.

Der Verkäufer hat daraufhin geantwortet.

Ich saß am Fernseher. Ich hab das gehört. Mir ist die Kinnlade runtergefallen, ich war regelrecht sprachlos. Ich meine, ein Mensch kann doch gar nicht so dämlich sein, um so was von sich zu geben.

Ob das bedeutet, dass mein Vorschlag angenommen wurde?

Wir haben Glück, beide Sätze, haben das Zeug zum Unsatz des Jahres zu werden, denn

Wir schaffen das,

hat die Kanzlerin 2015 gesagt, während der Satz mit der armlänge Abstand 2016 für Entsetzen und Sprachlosigkeit sorgte.

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5 Antworten zu Das Unwort des Jahres 2015

  1. losloesung schreibt:

    Wenn das Wissen über den Vasallenstaat von den Lesern dieses Artikels u.a. weiterverbreitet werden wird, und auch die letzten deutschen Schlafschafe aufgeweckt werden, wäre es möglich, Deutschland von jeglicher Fremdbestimmung zu befreien, jeder hatte nur die Fakten auf den Tisch legen und mit dem üblichen Selbstbetrug aufhören müssen.
    https://losloesung.wordpress.com/2016/01/14/vasall-lehensherr-und-vasallenstaat-freiheit-ist-selbstbestimmtes-leben-ohne-angst/

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  2. Korte schreibt:

    Vaterlandsverräter oder Medienpapagageien, schlage ich vor !

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    • losloesung schreibt:

      Die andere Seite der Medaille war der sich nicht bekennende Souverän gewesen, eingewickelt in die dünne Decke des Selbstbetruges.
      Zitat: Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.
      Ausweg: Haftungssicherungsvertrag (Gern können wir gemeinsam einen dazugehörigen Workshop – spielerisches Erlernen der Souveränität – organisieren.)
      LG Freeman Oberpfalz

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