TENDENZ: Stadt muss Frings weiterbeschäftigen

In dem Arbeitsgerichtsprozess des stellvertretenden Jugendamtsleiter Thomas Frings gegen die Stadt Gelsenkirchen wurde das Urteil bisher noch nicht verkündet, aber die Tendenz ist eindeutig. Die fristlose Kündigung war nicht gerechtfertigt, die Stadt Gelsenkirchen muss den ehemaligen stellvertretenden Jugendamtsleiter weiterbeschäftigen.

Der Jugendamtsskandal um den Leiter des Jugendamts Gelsenkirchen, und seines Stellvertreters hatte für hohe Wellen gesorgt, und die Stadt erschüttert. Die fristlose Kündigung erschien mehr als gerechtfertigt, und ein Neuanfang ohne Alfons Wissmann und Thomas Frings erschien nötig. Ich hätte nir dies auch gewünscht. Gleichzeitig wünsche ich mir natürlich auch ein faires und rechtsstaatliches Verfahren. Dies wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zu dem Ergebnis kommen, dass die fristlose Kündigung nicht rechtmäßig war.

Die Richterin wird ihre Entscheidung wahrscheinlich damit begründen, dass die Stadt einige der Vorwürfe, die in der fristlosen Kündigung angeführt waren, der Stadt bereits seit 2005 bekannt waren. Damit kann man dann nicht mehr eine fristlose Kündigung in 2015 begründen.

Bei weiteren angeführten Gründen der Verdachtskündigung war der Verdacht lt. Gericht nicht so dringend, dass dies eine fristlose Kündigung rechtfertigen würde. Man mag die Entscheidung politisch nicht begrüßen, rechtlich dürfte sie aber gerechtfertigt sein.

Es stellt sich dann aber die Frage,was die Stadt dann mit Frings machen soll. Eine Rückkehr als stellvertretende Leiter des Jugendamtes scheint kaum möglich. Mir wurde von städtischen Mitarbeitern bereits mitgeteilt, dass man dort eine Kündigung begrüßen würde, und sich bestimmt keiner mehr von Frings leiten lassen würde.

Besucher der Gerichtsverhandlung meinten, man solle Frings zum Schulhofkehren abstellen.Wenn das dann nicht gleich das nächste Verfahren nach sich ziehen würde.

Das endgültige Urteil soll heute noch verkündet werden.

NACHTRAG:

Das Arbeitsgericht hat inzwischen das Urteil verkündet. Die Kündigung wurde aufgehoben, die Stadt muss Frings weiterbeschäftigen.

Die Stadt will ihr Glück aber beim Landesarbeitsgericht wahrscheinlich nochmal versuchen.

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Eine Antwort zu TENDENZ: Stadt muss Frings weiterbeschäftigen

  1. Korte schreibt:

    Ob da nicht einmal mehr das „Krähenprinzip“ über allen Gesetzen wirkt, weil man ja bisher immer einträglich mit diesem stets um das „Kindeswohl“ Bedachten zusammen gearbeitet hat ? Schließlich weiß jeder, der es einmal mit der Justiz dieses RechtS-Staates BRD zu tun hatte, daß die Wahrung/Achtung der Gesetze und Sitten unbestreitbar mehrheitlich nur dann buchstabengetreu umgesetzt wird, wenn es den Systemlingen oder ihren „Hintermännern“ Vorteile bringt. Ansonsten ist für die BRD-System-Justiz nur dazu da, größtmöglichen Schaden anzurichten, Rechtsuchende zu ruinieren oder gar in den Suizid zu treiben. Den Systemschergen scheint jedes Mittel Recht, wenn es dem Ziel dient. Da wird Ergebnis orientiert, die Rechtfindung manipuliert. Falschanschuldigung, Beweisunterdrückung ist der Standard, Alltag im BRD-System. Darum wird die Begründung für das zu erwartende Urteil gegen diesen netten Kinderschützer wohl entsprechend angepasst.

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