Warum sollte man das machen?

Ich habe erfahren, dass man in Niedersachsen angeblich entschieden hätte keine deutschen Kinder mehr in Kinderheime bzw. zu Pflegepersonen ins Ausland zu bringen. Eine gute Entscheidung, wenn das denn stimmt. Wer kann mir das wohl bestätigen? Ich rufe in Hannover an, und dabei entwickelt sich ein interessantes Gespräch. Das ging ungefähr so.

BdF: Hallo, ich habe gehört, dass man in Niedersachsen keine Kinder mehr im Ausland unterbringen will, wer kann mir dazu was sagen?

FRAU: Sie meinen Flüchtlingskinder?

BdF: Nein, nein, ich meine ganz normale Kinder.

FRAU: Sie sprechen von unbegleiteten Flüchtlingskinder die nach Deutschland kommen.

Die Frau ist offensichtlich etwas überfordert, und versteht mich gar nicht.

BdF: Nein, ich spreche von deutschen Kinder, die man im Ausland unterbringt.

FRAU: Wer sollte denn so was machen?

BdF: Die örtlichen Jugendämter.

FRAU: Warum sollten die das machen?

Es gibt dann immer wieder Fragen, die mich überraschen, aber unbegründet ist diese Frage nun wirklich nicht. Bestimmt gibt es viele Menschen, die sich die Frage stellen, warum sollten deutsche Jugendämter deutsche Kinder im Ausland unterbringen, denn ganz normal ist das sicherlich nicht.

BdF: Weil die Kinder so böse sein sollen, dass die in Deutschland  keiner mehr haben will.

Oh man, hoffentlich hält die mich jetzt nicht für völlig bekloppt.

Frau: Da verbinde ich sie mal am Besten mit einer Führungsperson vom Jugendamt.

Beim Jugendamt hat niemand meine Frage beantwortet, sondern ich wurde an die Pressesprecherin verwiesen. Diese wollte meine Fragen schriftlich haben. Die liegt inzwischen vor. Nächste Woche soll ich eine Antwort erhalten. Aber das Highlight meines Telefonats war die Frage: „Warum sollte man das machen?

Es zeigt, dass der normale Mensch nicht kapiert, dass man deutsche Kinder und Jugendliche angeblich im Ausland unterbringen muss, weil es in Deutschland angeblich keinen Platz für die Kids gibt.

Meine Antwort auf die Frage hätte sicherlich auch anders ausfallen können:

BdF: Weil sich einige miese Typen mit den armen Kindern Kasse machen wollen.

Aber ich befürchte, das hätte mir die städtische Mitarbeiterin auch nicht geglaubt.

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3 Antworten zu Warum sollte man das machen?

  1. justizfreund schreibt:

    Warum sollte man das machen?

    Weil man das Jugendamt um Hilfe gebeten hat.
    Weil niergenswo in Deutschland Platz ist für die Unterbringung.
    Weil man zB. in Tschechnien nur 2 Stunden am Tag zur Schule gehen muss (Für Schulschwänzer praktisch) und es in Tschechnien an guten Hilfskräften auf Bauernhöfen mangelt.
    Weil Hilfsmassnahmen eingeleitet und beendet werden müssen.

    RTL explosiv 17.11.2015
    Damit hätten Mutter und Sohn nie gerechnet. Weil er die Schule schwänzte wurde Fabian ohne die Erlaubnis der Mutter für unbestimmte Zeit nach Tschechnien geschickt.
    Nach dem Tod seines Vaters schwänzte er öfter die Schule. Seine Mutter sucht Hilfe beim Jugendamt.
    2 Monate ist er in einem Heim in Deutschland. Dann schickt ihn das Jugendamt ohne Absprache mit der Mutter nach Tschechnien obwohl der nur die Schule geschwänzt hat.
    Seit Monaten kämpft die Mutter gegen die Behörden. Sie nie gedacht, dass sie mal so um ihren Sohn kämpfen muss.
    Fabians Leben geriet aus den Fugen als sein Vater ganz plötzlich mit nur 40 Jahren an einem Herzifarkt starb.
    Jugendamt: „Wenn Unterbringungen in Deutschland nicht möglich sind, dann schickt das Jugendamt in Einzelfällen auch Jugendliche nach Tschechnien.“
    In Tschenien hat Fabian nur 2 Stunden Schule am Tag und muss die restliche Zeit bis zu 10 Stunden am Tag auf dem Bauernhof mithelfen.
    Als wir uns einschalten kommt Bewegung in die Sache. Das Jugendamt rudert zurück.
    Wie kann es sein, dass vorher nichts passiert ist und jetzt alles ganz schnell gehen soll.
    Wir haken wieder bei der Verantwortlichen Sozialdezernentin nach.
    RTL: „Der Fabian war 1,5 Jahre in Tschnien und jetzt auf einmal wieder zurück. Das hat doch einen Grund?“
    Sozialdezernentin: „Ja, und? Hilfemassnahmen werden eingeleitet und Hilfemassnahmen werden beendet“
    Seine Mutter wird wohl nie wieder das Jugendamt um Hilfe bitten.

    http://www.bild.de/bild-plus/regional/saarland/saarland/mama-hol-mich-aus-der-pflegehoelle-43010224,var=a,view=conversionToLogin.bild.html

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  2. justizfreund schreibt:

    Aber ich befürchte, das hätte mir die städtische Mitarbeiterin auch nicht geglaubt.

    Wobei das bei Gericht ja häufig noch schlimmer ist, denn da glauben Staatsjuristen ja gar nicht, dass diese das selbst praktizierte überhaupt machen. Für SonnenStaSSiDeppen ist das ja auch üblich:

    Richter E. AG-Minden: „Unkorrektes und ungesetzliches Handeln bei den Staatsanwaltschaften gibt es nicht, weil diese zu korrektem Handeln verpflichtet sind und da deckt sich auch keiner ab!“

    Das erklärte er beim Abdecken seiner Kollegen zum Abdecken der Kollegen. Und wenn man dort so etwas macht, dann stellt das eine Beleidigung dar. Auch verstehen Diese nicht, dass diese die „Beleidigung“ doch selbst praktizieren, wenn es eine ist.

    Nein, alles das gibt es nicht, weil es das auch gar nicht geben kann, weil es so etwas nicht geben darf.

    Es kann nicht sein, was nicht sein darf und daher ist die Welt für mich besonders schön.
    Schön wäre die Welt nicht mehr, wenn die Stadt bei der ich arbeite so etwas machen würde.

    Aus dem Grund braucht man auch nichts zu verbessern:

    „Wahn und Willkür“ in der Justiz in Bayern, Wilhelm Schlötterer berichtet, 26.09.2013

    Dieser Kommentar bekam die meisten „gefällt mir“ und entspricht dem SonnenStaSSiDeppenNiveau:
    „Man kann alles schlecht reden, zeigt mir doch bitte eine einzige Partei die alles richtig macht. Kommt mir jetzt aber bitte nicht mit der Bürgerfeindlichen SPD.“

    Ach deswegen kann man nichts verbessern und darf auch die Misstände insbesondere in der Justiz nicht benennen, die verbessert werden sollen, weil man eine bestimmte Partei, der man angehört schön reden muss. (Dabei sind die Missstände doch völlig Parteiunabhängig.)
    Man darf nichts gegen Missstände sagen, wegen der Partei, die gerade regiert, besonders wenn diese an den Missständen nichts verbessern will und man selbst Wähler dieser schönen Partei ist, weil dann ist das Gefühl nicht mehr so schön. Und die Partei, die es verbessern will ist Bürgerfeindlich und daher darf man nichts verbessern was diese fordern.
    Nun weiss man auch wie der „Wahn und die Willkür“ in der Justiz politisch in Bayern entsteht.

    Wer bezüglich der Kinderklaumafia etwas verbessern will, der wird auf gleiche Probleme stossen.

    Für eine effektivere Verurteilungsmentalität:

    Von CDU und CSU erntet das Papier massive Kritik, viele der Vorschläge seien praxisfern. Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bauback nimmt besonders an der gleichfalls angeregten Möglichkeit einer Aufzeichnung der Hauptverhandlung Anstoß. Wer solches vorschlage, offenbare, „dass er den Auftrag, das Strafverfahren effektiver und praxistauglicher zu gestalten, nicht verstanden hat.“

    „Lügenpresse“ nicht nur bei Pegida, sondern auch bei Gericht für ein effektiveres und praxistauglicheres Strafverfahren ihne Aufzeichnung der Hauptverhandlung:

    Der Glaube ist auch in der Justiz immer wieder wichtiges Wissen und auch dort glaubt man nicht was man praktiziert, weil einem schön sein soll.

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  3. diwini schreibt:

    Hat dies auf diwini's blog rebloggt.

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