SIEGBURG: DEMO 16. und 17.11.2015

Es ist kaum zu glauben. Am 17.11.2015 gibt es im Rhein-Sieg-Kreis eine Sitzung des dortigen Jugendhilfeausschuss. Als Punkt 2 ist dort folgendes geplant.

Vortrag des Geschäftsführers der LIFE Gmbh – Herrn Lichtenberger – zu dem Konzept des Trägers zu Auslandsmaßnahmen

Und schon wird mir wieder schlecht. Gerhard Lichtenberger soll dort also sein Konzept bezüglich Auslandsmaßnahmen von Kindern darlegen können, damit auch in Zukunft sein Rubel rollt.

Gerhard Lichtenberger, der SPD-Stadtverordnete, der seit 2002 mit seiner LIFE-Jugendhilfe immer wieder für Skandale gesorgt hat, soll also sein Konzept vorstellen, damit er auch zukünftig wieder Kasse machen kann.

MIT KINDÈRN KASSE MACHEN,

so lauteten die letzten Beiträge von MONITOR und anderen WDR-Sendungen, die über Lichtenberger und seine Skandale berichteten.

Die Staatsanwalt Essen ermittelt gegen Gerhard Lichtenberger,

aber er soll jetzt Werbung im Jugendhilfeausschuss des Rhein-Sieg-Kreises machen dürfen.

Der Landtag von NRW wollte Gerhard Lichtenberger befragen,

leider stellte sich Lichtenberger den Fragen und der Presse nicht, und glänzte stattdessen mit Abwesenheit, wegen angeblicher Krankheit. Seine angebliche Krankheit hinderte ihn aber nicht daran 3 Tage später über Stunden mit seinem Clan an einem Flüchtlingsfest in Bochum teilzunehmen, um dort schon Mal seinen neuen Kundenkreis in Augenschein zu nehmen, denn seine Firmen machen jetzt auch noch Geld mit Flüchtlingen.

25, 50, 70 Millionen Euro von Jugendämtern?

Lichtenberger ist gleich an mehreren Firmen beteiligt. Wir haben uns mal gefragt, wie viel Geld Lichtenberger mit seiner LIFE-GmbH von den Jugendämtern abgegriffen hat. Nach ganz vorsichtigen Schätzungen kommt man auf mindestens 25 Millionen Euro. Realistischer erscheint aber eine Summe von 50 bis 70 Millionen Euro.

Ein lohnendes Geschäft. So kassiert man vom Jugendamt Dorsten z. B. über 7500 Euro monatlich für die Unterbringung eines Jungen auf einem abgewirtschafteten Hof in Ungarn. Die dortige Pflegeperson, ein auf 63 Jahre „verjüngter“ 73 jähriger Rentner bekam für eine 24 Stunden „Betreuung“ ca. 800 Euro im Monat. Aktuell verwahrt Lichtenberger ca. 30 Kinder im Ausland.

Die Auslandsunterbringungen werden von den Beteiligten gerne schön geredet. Ob eine Maßnahme erfolgreich war, beurteilen die Leute, die die Kinder ins Ausland gebracht haben. Somit ist natürlich klar, dass die auf dem Papier auch erfolgreich waren. Wer würde sich schon selbst bescheinigen, dass er unfähig ist, und Mist baut.  Und mit jeder so schön geredeten Auslandsmaßnahme fördert man zwar weder Kinder noch Jugendliche, aber „fördert“ man weitere Auslandsunterbringung. Das bringt was, für Lichtenberger und Co, aber leider nichts für die betroffenen Kinder.

Wie viele der ehemaligen Schützlinge sind schon gestorben,

diese Frage sollte man Gerhard Lichtenberger mal fragen. Seit 2002 „betreut“ Lichtenberger mit der LIFE-GmbH Kinder. Nicht alle seiner ehemaligen Kinder und Jugendliche leben heute noch, und dies obwohl doch die Auslandsmaßnahmen angeblich so erfolgreich gewesen sein sollen.

Hier die Aussagen einiger Menschen, die sich in diesem Bereich auskennen.

Heinz Buschkowsky (bis 2015 Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln)

Wir reden über eine Industrie. Wir reden über Milliarden, die der Staat ausreicht ohne jede faktische Kontrolle – auf Treu und Glauben!


 

Professor Hinte (UNI Duisburg-Essen)

Wir haben einen kapitalistischen Markt, auf dem, so könnte man sagen, Kinder und Jugendliche vertickt werden.

 

Rechtsanwalt Saschenbrecker

Kinder und Jugendhilfeeinrichtungen sind wie Pilze aus dem Boden geschossen, … und wollen ihre Kinder haben, wollen ihre Heime voll haben, um eine positive Bilanz abschließen zu können.

Bei den Auslandsmaßnahmen geht es nicht hauptsächlich um das Kindswohl, oder um Jugendhilfe, da geht es hauptsächlich darum, dass einige, wie der SPD-Stadtverordnete Gerhard Lichtenberger, sich die Taschen voll machen können.

Ich werde, wenn möglich, am 17.11.2015 dabei sein. Für den 16. und 17.11.2015 habe ich eine Protestaktion vor dem Kreishaus in Siegburg geplant. Zunächst hatte ich dies als nicht anmeldepflichtige Ein-Mann-Aktion geplant, aber jetzt wird die Demo doch vorsorglich angemeldet, da weitere Personen sich beteiligen wollen.

Der Termin kann also schon Mal vorgemerkt werden.

Die Demo wird am 16. und 17. November von 13 bis 17 Uhr vor dem Kreishaus angemeldet.

 

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Eine Antwort zu SIEGBURG: DEMO 16. und 17.11.2015

  1. Korte schreibt:

    Da soll wohl wieder ein „Bock zum Gärtner“ hochstylisiert werden. Was hatte mein Opa schon 1951 gesagt: „Wenn die (Politiker) den Mund aufmachen, wollen sie lügen. Wenn sie den Mund zumachen, haben sie gelogen“. Aus meiner Erfahrung stimme ich dem uneingeschränkt zu und erweitete das noch um den Zusatz, selbiges ist fast ohne Ausnahme auch von den Medienmachern zu sagen. Denen interessieren Grund- und Menschenrechte einen Dreck. Denen ist nur der Profit heilig und wichtig.

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