Eva Herman und die Jugendämter

Die WELT schrieb:

Das ist zwar sachlich nicht völlig falsch, politisch aber entweder naiv oder als Werbestrategie ganz besonders abgefeimt. Wer nach dem Motto „…es war nicht alles schlecht“ über die NS-Vergangenheit räsoniert, kann möglicherweise mit Auflagenerfolgen rechnen, nicht aber mit der Duldung im Kreise ernsthaft und verantwortlich arbeitender Publizisten.

Klar? Wer etwas sagt, was nicht völlig falsch war, war das dann doch irgendwie falsch, oder sogar richtig?

Und wer über die NS-Vergangenheit sagt:

.. es war nicht alles schlecht,

wird damit so richtig liegen, wie jemand der über Angela Merkel, oder einen anderen Politiker sagt:

… es war nicht alles schlecht.

Tatsächlich wird es wahrscheinlich keinen Politiker und keine politische Epoche geben, bei dem oder der alles schlecht gewesen wäre. Und was im Einzelnen gut oder schlecht war, hängt dann auch noch vom jeweiligen Betrachter ab.

Wenn also Eva Herman, oder irgendeine andere Person zu einer längeren Epoche sagt,

… es war nicht alles schlecht,

so ist dem schon von der Logik zuzustimmen. Dem mag mancher Gutmensch widersprechen. Also sei es drum. Tun wir doch mal so, als haben die sogar recht. Es war also damals ALLES schlecht.

Dann wollen wir doch mal feststellen, dass die Jugendämter eine Erfindung der damaligen Zeit war. Und schon damals hatten die Jugendämter die Aufgabe über das Kindeswohl zu wachen, und die Jugend zu fördern. Über das Kindswohl zu wachen, und die Jugend zu fördern, natürlich im Sinne des damaligen politischen Systems.

Und wenn damals wirklich ALLES schlecht war, dann gilt das natürlich auch für das Jugendamt und die Überwachung des Kindswohl und die Förderung der Jugend.

Wenn damals wirklich ALLES schlecht war, wieso gibt es dann heute noch immer Jugendämter, und wieso haben die heute noch die selben Aufgaben wie damals?

Damals war also ALLES schlecht, wenn wir den Gutmenschen glauben sollten. Heute rückt die Polizei, z. B. in Dresden,  mit Maschinenpistolen aus zum Kinderklau. Wie war das eigentlich damals?

Heute droht die Polizei, z.B. in Bremen, vor einem Kindergarten auf einen Vater zu schießen, wenn der den Kindergarten betreten würde, um seiner Frau und seinem Kind zu helfen, welches das Jugendamt gerade klauen will. Wie war das eigentlich damals?

Heute werden Kinder schwer traumatisiert, natürlich nur im Sinne des angeblichen Kindeswohl, wenn sie mit Gewalt aus der Familie gerissen werden, und aus Profitgier in irgendwelche Heime, oder zu, teilweisen kinderlosen, Pflegeeltern gebracht werden, damit sich einige Herren damit die Taschen füllen können, und manche Pflegeperson ihren Kinderwunsch erfüllen kann.

Ich will bei meiner Mama (Papa) bleiben,

interessiert heute keine Sau. Kein Jugendamt, kein Polizist (von ganz wenig löblichen Ausnahmen abgesehen, mir ist nur ein so ein Fall bekannt, wo die Mutter selber Polizistin war), und auch kein Richter. Wie war das eigentlich damals?

Sind die „Fangprämien“ heute wirklich so hoch, die die Kinderklau-Industrie verteilt, dass man völlig gewissenlos jedes Gesetz und Grundgesetz außer Kraft setzt, haben die beteiligten Schmarotzer denn gar keine Moral mehr?

Mir scheint der Rauswurf der ehemaligen Tagesschausprecherin noch immer unbegründet. Zu welchem Ergebnis kommt man aber in Jahren, wenn wieder jemand vor laufender Kamera über die heutige Zeit sagt:

… es war nicht alles schlecht, damals bei der Merkel,

wird es dann wieder eine sofortige Kündigung geben? Und würde ich dann wieder behaupten, die Kündigung sei ungerechtfertigt, oder käme ich dann zu einem ganz anderen Ergebnis?

Ich habe jedenfalls den Eindruck, dass die heutigen Politiker wesentlich mehr fremdbestimmt sind, als das damals vor gut 70 Jahren war.

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3 Antworten zu Eva Herman und die Jugendämter

  1. patentreferent schreibt:

    Ich glaube die Lobbyisten-Willkür ist noch grösser bzw. ist man von derer als Bürger direkter betroffen.

    Ja, es ist eine Geldmaschienerie. In der USA sind sogar die Gefängnisse privatisiert:

    USA: Private Gefängnisse bestechen Richter für mehr Gefangene, 12.02.2009
    Wie die New York Times berichtet, seien zwei Richter dafür verurteilt worden, dass sie insgesamt mehr als 2,6 Millionen US-Dollar an „Kickbacks“ annahmen, um Jugendliche zu übertrieben harten Haftstrafen zu verurteilen, allein um sie in privaten Jugendhaftanstalten absitzen zu müssen.

    Auch in der DDR war tatsächlich nicht alles schlecht. Der Weg zum Recht soll an den Zivilgerichten zB. für Mittellose sogar einfacher gewesen sein.

    Die Beschwerdequote beim Zentralkomitee der SED lag bei 20%. Bei unserem BVerfG liegt diese bei ca. 2%

    Bei manchen Dingen, die nicht schlecht sind muss man aber immer aufpassen warum diese so gut sind.
    Im Dritten Reich gabs an der Wasserkuppe preisgünstigen oder kostenlosen Segelflug für die Jugend. Das war gut und das war schön.
    http://www.rhoen.info/lexikon/staetten/Wasserkuppe_als_Fliegerzentrum_im_-Dritten_Reich-_10987522.html
    „Andererseits sahen sie die Bedeutung des Segelflugs „nicht nur für den Fortschritt in Wissenschaft und Technik, sondern darüber hinaus vor allem für den Wiederaufbau der deutschen Luftwaffe“. “
    Früh übt sich, wer ein guter Rammpilot für die letzte Luftschlacht Deutschlands werden will.

    Leuchtende Kinderaugen sind sooo schön und für die leuchtenden Kinderaugen muss auch heute etwas bei den noch kleineren Kindern getan werden:
    Dieter Stier – tierschutzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:
    Was exotische Tiere im Zirkus angeht, hat er seine Prioritäten klar definiert: Er wolle „nicht auf das Leuch­ten von Kinderaugen im Zir­kus ver­zichten„.
    http://www.veganblog.de/2014/12/diese-vier-politiker-blockieren-das-wildtierverbot-im-zirkus/

    Ob bei solchen Exoten wie Dieter Stier auch die Kinderklaumafia zu Besuch kommt, damit man vor einem solchen Menschen die Kinder beschützt, denn wenn er schon von Tieren so wenig hält?
    Ich fordere mehr Tierschutz für die Kinder solcher nackten exotischen Wunderaffentiereltern, die dann gerne voller animalischer Triebe genauso werden.

    „Und doch erkennt Morris, Direktor am Londoner Institut für zeitgenössische Kunst, vormals Kurator für Säugetiere der Zoologischen Gesellschaft London, in diesem so erfolgreichen, stolzen Homo sapiens noch immer das alte Tier — ein Wundertier zwar, doch eines voll unausrottbarer animalischer Triebe: Der Mensch, belehrt Morris in einer Studie über die Ursprünge menschlicher Verhaltensweisen, ist „immer ein nackter Affe geblieben“.“
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45465487.html

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  2. beamtendumm schreibt:

    Hat dies auf Jugendamtsmafia rebloggt.

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  3. Korte schreibt:

    Diese Lohnlügner und sonstigen „Gutmenschen“ verwechseln immer die Zeit des National-Sozialismus mit der aktuellen BRD-Besatzer-Vasallen Willkür. Die National-Sozialisten haben keine „Gerichtsvollzieher“ und/oder Polizisten zum Kinderklau geschickt, sie haben die Kinder zur körperlichen und geistigen Ertüchtigung in Freizeiten geschickt, von wo aus sie nach ein paar Tagen wieder in ihre vertaute Umgebung zu ihren Familien zurück kehrten. Die heutigen Berufsnazis klauen Kinder um sie dauerhaft, traumatisiert, isoliert von ihren Angehörigen in fremde, teils ferne Gegenden deportiert werden. Das ist der reale Faschismus, der den verblöödeten Bürgern als Demokratie und „RechtS-Staat“ vorgestellt wird. Was muß erst noch passieren, bevor der Ruf erschallt: „Wir sind das Volk“ ?

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