WDR: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Life

Am 27.8.2015 fand unsere Demo in Bochum gegen das Stadtratsmitglied Gerhard Lichtenbeger (SPD) statt. Wie bereits erwähnt haben wir dadurch neue Informanten und Informationen erhalten, die aber zur Zeit noch nicht verbreitet werden. Darüber hinaus haben wir weitere Informationen von einer Person erhalten, die schon seit einigen Wochen mit uns in Kontakt steht. Auch der WDR war nicht untätig. Heute gab es einen weiteren Beitrag über die Life-Jugendhilfe GmbH. Der WDR berichtet, dass nun auch die Staatsanwaltschaft Essen wegen dem Anfangsverdacht des Betrugs ermitteln soll.

In dem WDR Beitrag geht es auch um einen Jugendlichen, der vor ca. 15 Jahren vom Jugendamt Bochum, durch die Life-Jugendhilfe, in der Türkei untergebracht war. Sollte ausschließlich der Fall dieses Jugendlichen der Grund für die staatsanwaltlichen Ermittlungen sein, dann könnte es sein, dass dieser Fall von der STA nie aufgeklärt wird, weil er evtl. bereits verjährt sein könnte. Politisch brisant bleibt das natürlich dennoch, denn auch die damalige Fremdunterbringung in der Türkei wird man mit den aktuellen Fällen in Verbindung bringen.

Ein damals 14-Jähriger berichtet dem WDR über seine Zeit in Antalya (Türkei). Die Life-Jugendhilfe hatte den Jungen 2000 dort untergebracht. Frage, wer wusste denn schon, dass man damals bereits Kinder aus Deutschland im Ausland untergebracht hatte?

Und auch in diesem Fall von Fremdunterbringung im Ausland bestätigt sich wieder, was in vielen anderen hier geschilderten Fällen schon berichtet wurde. Sobald ein Kinder sich in staatlicher Gewalt befindet, scheint die Schulpflicht niemand mehr zu interessieren, egal ob die Kinder und Jugendlichen sich in Deutschland aufhalten, oder im Ausland untergebracht sind.

Und auch die Life-Jugendhilfe wurde diesbezüglich schon mehrfach genannt. Jens Espe, der damals als 14-Jähriger unter erbärmlichen Zuständen in der Türkei untergebracht war, schildert dem WDR: „Selber Schule hatte ich dort überhaupt nicht… und im Endeffekt hat es überhaupt nichts gebracht, es war verlorenen Zeit“.

https://linkverzeichnis.wordpress.com/2015/08/28/ehemaliges-heimkind-irrte-alleine-durch-die-tuerkei/

Auch bei der Unterbringung von PAUL in Ungarn war mangelnder Schulunterricht eines der Themen. In der Woche hatte er 2×2 Stunden Unterricht am Computer, allerdings soll das Jugendamt 172 Stunden Unterricht im Monat für Paul gebucht und bezahlt haben.

Wenn man die Verantwortlichen nach dem Auslandsaufenthalt befragt, dann erzählen die ganz gerne, wie erfolgreich und sinnvoll diese Maßnahmen angeblich wären. Die Betroffenen dagegen schildern dies dann ganz anders. Hier haben wir einen Fehler im System. Die Verantwortlichen, die für die Fremdunterbringungen im Ausland zuständig waren, sind genau die, die hinter feststellen, ob die Unterbringung erfolgreich war. Kein Wunder, dass dann regelmäßig nicht festgestellt wird, dass man selbst Mist gebaut hat, und die Maßnahmen schön redet, immerhin verdienen ja auch einige ganz gut damit.

Die Auslandsmaßnahmen sind aus meiner Sicht nicht angebracht. Deutschland ist groß genug, um ein Kind weit von einem Problemort unterzubringen, wenn das wirklich nötig sein sollte. (In vielen Fällen ist selbst das nicht nötig.) Ein Kind/Jugendlicher, der es schafft innerhalb von Deutschland 600 km und mehr zurückzulegen, der traut es sich auch zu 2000 km aus dem Ausland zurückzulegen. Die Gefahren, die bei so einer Flucht immer entstehen, sind aber innerhalb Deutschlands doch um einiges geringer, als vom Ausland. Diese steigende Gefahr ist aber in keinem Verhältnis zum behaupteten Nutzen.

Auch hat ein deutsches Kind/Jugendlicher ein Recht auf den Schutz des deutschen Staates, lt. Gesetz auch ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Beides ist bei einer Auslandsunterbringung nicht mehr gewährleistet. Das ganze Gequatsche einiger Leute aus der Jugendhilfe, die erzählen, dass Auslandsmaßnahmen sinnvoll sein können, kann ich nicht mehr hören.

Sind Eltern in Deutschland, Erzieher in Deutschland, Kinderheime in Deutshland, Pflegepersonen in Deutschland grundsätzlich zu blöde Kinder/Jugendliche, evtl. schwierige Kinder/Jugendliche zu betreuen und zu erziehen? Oder sind etwa die gesetzlichen Vorschriften bezüglich der Erziehung in Deutschland völlig falsch?

Es kann jedenfalls nicht richtig sein, dass man Eltern in Deutschland die Kinder wegnimmt, weil die mal ihrem Kind eine Ohrfeige gegeben haben, dann stellen man hinterher fest, das ist aber ein schwieriges Kind, ganz ohne Ohrfeige geht es nicht, also bringen wir es zur Erziehung im Ausland unter, dort prügelt man dann das Kind dann straffrei, und dann nennt das Jugendamt dies auch noch eine erfolgreiche Maßnahme.

Ähnlich ist es mit Kinderarbeit. Eine sinnvolle Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen ist sicherlich wesentlich sinnvoller als herumgammeln. Aber es kann nicht sein, dass man Kinder/Problemkinder ins Ausland verbringt, wo die Arbeiten machen müssen, was in Deutschland verboten wäre. Das wäre ja sogar nicht akzeptabel, selbst wenn es erfolgreich wäre. (So traurig wie das vielleicht klingt.)

(Bei einigen mögen hier Zweifel aufkommen. Ist so eine illegale Beschäftigung von Kindern/Jugendlichen nicht vielleicht doch sinnvoll, wenn der Betroffene dadurch vernünftig wird? (Der Zweck heiligt nicht immer die Mittel.)

Aus gesetzlicher Sicht eben nicht. Ich möchte hier ein anderes Beispiel anführen. Deutschland hat keine Todesstrafe. Wenn nun jemand eine ganz widerliche Straftat begeht, dann können wir denn auch nicht im Ausland verurteilen lassen, selbst wenn man bei diesem Täter ausnahmsweise die Todesstrafe für richtig hält. Und wir bringen auch keine Strafgefangenen im Ausland unter, mit der Begründung, nur im Arbeitslager von XY wird der Täter ein besseres Mensch. Das machen wir selbst dann nicht, wenn das tatsächlich so wäre. Also können wir in Deutschland verbotenen Erziehungsmethoden auch nicht im Ausland dulden.)

Deutsche Gesetze gelten nur in Deutschland. Und deshalb hat ein Kind in staatlicher Gewalt/Obhut das Recht im deutschen Rechtsraum versorgt zu werden. Und wenn es in Deutschland Gesetz ist, dass Kinder ein Recht auf eine gewaltsame Erziehung haben, dann gilt das aber sowohl für die Kinder bei ihren Eltern, als auch bei den Kindern in staatlicher „Obhut“. Eine Auslandsunterbringung scheidet damit von vorne herein aus.

Und das gilt natürlich auch für die Schulpflicht. Wenn es eine Schulpflicht gibt, dann gilt die für alle. Nicht nur für Kids bei den Eltern, sondern auch für die Kids in staatlicher Obhut. Man klaut den Eltern ihre Kinder, weil die z. B. Homeschooling betreiben wollen, und dann haben die in staatlicher Gewalt plötzlich gar keinen Unterricht mehr.

Werfen wir mal einen Blick auf meinen „Lieblingsfall“. Bei Antonya war ja der Kinderklau so was von schwachsinnig, dass die Staatsdeppen doch ständig andere Gründe anführen mussten, um sich zu rechtfertigen.

Das Jugendamt OHZ hatte gegenüber RTL damals zunächst großspurig davon gesprochen, dass bei Antonya häusliche Gewalt in der Luft gelegen hätte. Was für ein Schwachsinn.

Dann hat man kurzer Hand was neues behauptet. Antonya hätte häufige Fehlzeiten in der Schule gehabt. Wie häufig? 2 Tage in dem Halbjahr, in dem der Kinderklau durchgeführt wurde. Und 50% dieser Zeit haben die Staatskriminellen auch noch selbst verursacht. Ein Fehltag war der Tag, an dem die Richterin und das Jugendamt Antonya gewaltsam aus der Schule geholt hatten.

1 oder 2 Fehltage sind aber keine häufigen Fehlzeiten, deshalb musste man wieder was neues erfinden. Fehlende soziale Kontakte waren dann plötzlich der Grund für den staatliche Kinderklau bei Antonya. Antonya ist im Gymnasium mit 30 Mitschülern, und habt aber angeblich keine sozialen Kontakte. Da ging es aber Anna , Jens und PAUL bestimmt viel besser. Der Staat geht hin, packt z. B. PAUL, nimmt ihn aus dem Gymnasium, steckt ihn weit weg, auf eine Art kleine Insel, stellt ihm noch einen PC hin, und er bekommt 4 Stunden Unterricht die Woche. Das sind natürlich genügend soziale Kontakte für einen kleinen Robinson.

Liebe Leute wacht endlich auf. Aus „da kann man doch nichts machen“, muss endlich mal ein „da muss man doch was machen“ werden. Und schon bei der nächsten Oberbürgermeisterwahl in Bochum können sie was machen. Werden sie Fremdwähler, verweigern sie der SPD in Bochum, bzw. deren Kandidaten die Stimme, denn auch in Bochum gibt es auf dem Wahlzettel nicht nur ein Feld zum Ankreuzen.

Und wenn die SPD mal ein paar Stimmen verliert, dann sind die auch bereit ihren Parteigenossen zu opfern. Zur Erinnerung, das Jugendamt Bochum hat schon öffentlich erklärt, dass sie mit Lichtenberger und seiner Life weiterarbeiten wollen.

Warum nur? Ist mit KINDERN KASSE MACHEN so lukrativ, oder ist der Parteigenosse so spendierfreudig, dass wir hier mal über eine versteckte Parteienfinanzierung nachdenken sollten?

 

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5 Antworten zu WDR: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Life

  1. J espe schreibt:

    Karma ist ne bitch Herr lichtenberger

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  2. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG schreibt:

    Hat dies auf Souliman Kannu New´s from Germany rebloggt und kommentierte:


    Glück, Auf, meine Heimat!

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  3. Korte schreibt:

    Das wird voraussichtlich ausgehen, wie das „Hornberger Schießen“. Die „Staats“- Anwaltschaft wird schon (bemüht sein) nachvollziehbare Gründen finden, warum da nichts (mehr) strafrechtlich zu verfolgen ist. Unschuldige zu verfolgen, oder andere, die sich gegen Justiz- oder „Behörden“- Unrecht zu wehren versuchen, verfolgen die viel lieber. Beispiele hier aufzuzählen, ist nicht möglich, weil man dazu tausende Seiten und etliche Wochen brauchte, so zahlreich sind die.

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