ZDF: „Unschuldig hinter Gittern – Weggesperrt und abgehakt“

Wie mir das ZDF bestätigt hat, wurde die Sendung aus produktionstechnischen Gründen verschoben. Ein neuer Termin ist noch nicht bekannt.

Dennoch will ich die Pressemitteilung zu der Sendung veröffentlichen.

Zumindest der Fall Kim Jung, der damals noch im Knast saß, kam übrigens durch diesen Blog in die Sendung.

PRESSEMITTEILUNG des ZDF

ZDFinfo-Dokumentation über die Opfer von Fehlurteilen

Es ist ein Albtraum, dem auch im Rechtsstaat Deutschland Menschen ausgeliefert sind: „Im Namen des Volkes“ werden Unschuldige verurteilt und inhaftiert. In der Dokumentation „Unschuldig hinter Gittern – Weggesperrt und abgehakt“ geht Autor Andreas Baum am Mittwoch, 15. April 2015, 21.45 Uhr, den Fragen nach, aus welchen Gründen angebliche Täter oft jahrzehntelang inhaftiert sind und was das für diese Menschen, ihre Freunde und Familien bedeutet. Er schildert Fälle, in denen erwiesen ist, dass die scheinbaren Täter zu Unrecht inhaftiert waren. Der Film lässt aber auch Verurteilte zu Wort kommen, die noch im Gefängnis sind oder nach Verbüßung der Strafe entlassen wurden. ZDFinfo sendet den Film im Rahmen einer „Crime-Primetime“ zum Thema Verbrechen.

Clinton de Klerk wurde wegen angeblicher Falschmünzerei verurteilt. Fast zwei Jahre lang saß der ehemalige Lufthansa-Personaltrainer in Haft. Erst im Revisionsverfahren wurde seine Unschuld festgestellt. Heute ist Clinton de Klerk zwar frei, muss aber um eine Haftentschädigung und um einen neuen Job kämpfen. Nach wie vor ist er Gefangener seiner Depressionen und Angstzustände, die ihn seit der Zeit im Gefängnis verfolgen.

Auch Norbert Kuß wurde „weggesperrt und abgehakt“. Seine minderjährige Pflegetochter hatte ihn des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Obwohl der Familienvater von Anfang an seine Unschuld beteuerte, wurde er zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Nach seiner Haftentlassung wurde der ehemalige Beamte, der durch die Verurteilung neben seinem Beamtenstatus auch alle Pensionsansprüche verloren hatte, frei gesprochen. Noch heute leidet er unter den traumatischen Erlebnissen während seiner Haftzeit.

Der ehemalige Polizist Kim Jung wurde wegen schweren Raubes verurteilt – aufgrund einer falschen Zeugenaussage. Er beteuert seine Unschuld. Verzweifelt kämpft er für die Wiederaufnahme seines Verfahrens.

Auch Andreas Darsow kämpft um eine Wiederaufnahme seines Verfahrens. Der Familienvater ist wegen Mordes in zwei Fällen und versuchten Mordes verurteilt – zu lebenslanger Haft. Nach wie vor beteuert er, die grausamen Taten nicht begangen haben.

In einer „Crime-Primetime“ beschäftigt sich ZDFinfo am Mittwoch, 15. April 2015, ab 18.45 Uhr in insgesamt sechs Dokumentationen mit dem Thema Verbrechen:

„Dem Täter auf der Spur – Verbrecherjagd mit DNA-Test“ (18.45 Uhr)
„Der Fall Rupp – Ein deutscher Justizskandal“ (19.30 Uhr)
„Serienkiller – Im Visier der Fahnder“ (20.15 Uhr)
„Serienkiller – Mörderische Triebe“ (21.00 Uhr)
„Unschuldig hinter Gittern – Weggesperrt und abgehakt“ (21.45 Uhr)
„Dem Verbrechen auf der Spur – Tote erzählen ihre Geschichte“ (22.30 Uhr)
„Bekenntnisse eines Serienkillers – Bei Gelegenheit Mord“ (23.10 Uhr)

http://info.zdf.de

http://twitter.com/zdfinfo

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über http://pressefoto.zdf.de/presse/unschuldighintergittern

Mainz, 13. April 2015
ZDF Presse und Information
Telefon: 06131 – 70-12121

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2 Antworten zu ZDF: „Unschuldig hinter Gittern – Weggesperrt und abgehakt“

  1. Pingback: Clinton de Klerk: Welcher Richter war das? | Beamtendumm

  2. Korte schreibt:

    Wenn „unsere“ Medien sich tatsächlich für die Verbreitung der Wahrheiten, speziell der von der BRD-Besatzer-Vasallen- Regierung und Justiz verpflichtet fühlen würden, wäre eine Revolution schon längst abgeschlossen und die meisten Politdarsteller und fast alle Justiz- und Jugenamtsmitarbeiter in Arbeits-Straflagern untergebracht, um die Opfer-Entschädigung zu erarbeiten oder wären gar mit einem „Verdienstorden“ um den Hals geschmückt an Laternenpfählen als mahnendes Beispiel ausgestellt ! Wie hatte mein Opa schon 1951 gesagt: „Die meisten und gefährlichsten Verbrecher sitzen in den Amtsstuben, nicht in Gefängnissen. Da sitzen nur sehr viele ihrer Opfer drin“ ! Wie recht er mit dieser Aussage hat, habe ich bereits 3 mal selbst erleben dürfen. Das letzte mal, dank falscher Anschuldigung durch eine „Gerichtsvollzieherin“ aus Langenfeld. Sie hatte mir Todesdrohungen angedichtet. Zeugen, Beweise und gegenteilige Aussagen wurden unterdrückt um mir 100 Tage Knast zu verpassen. Alles wie bei Kachelmann, H.Wörtz, G. Mollath, Arnold usw.. Faschismus in Reinkultur ! Das nennen unsere „Volksdiener“ und deren Medienpapageien aber Demokratie und RechtS-Staat. Ist der – Kampf gegen RECHTS – daher kreiert, um von den Systemverbrechen ablenken zu wollen ?

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