Hurra, hurra, die Vivawest war da

Zur Erinnerung, ich bin 2010 in diese Wohnung eingezogen. Der Mietvertrag wurde ca, Ende August abgeschlossen. Mietbeginn sollte der 1. November sein. Zuvor musste die Wohnung noch „behindertengerecht“ für einen Rollstuhlfahrer umgebaut werden.

Und das dauerte. Ende November gab es dann endlich die Schlüssel. Und weil Behinderte ja so furchtbar dämlich sind, sollte ich dennoch schon für November die Miete zahlen.

In meiner übermäßigen Dummheit sah ich das aber gar nicht ein. Es war mir einfach nicht beizubringen, weshalb ich für November die Miete zahlen sollte, wenn ich die Schlüssel erst Ende November erhalte. Es kam zum Mahnbescheid. Dagegen legte ich dann Rechtsmittel ein. Wahrscheinlich wollte mir die Vivawest, damals noch THS, aus reiner Höfflichkeit nicht mitteilen, dass ich dämlich bin, deshalb behaupteten sie dann einfach, bei der Mietforderung für November habe es sich um einen Computerfehler gehandelt.

So wird es dann wohl gewesen sein, der Computer war schuld, die blöde Bitmaschine. Und ich war natürlich so dämlich, dass ich das sofort geglaubt habe.

Danach hatte ich Ruhe mit der THS. 2013 wurde dann aus der THS die VIVAWEST, und ab Januar 2014 ging der Ärger wieder los. Ich bekam Post. Es wurde mir mitgeteilt, dass man am Mittwoch dem 23. Januar 2014 meine Wohnung besichtigen wolle.

Oh man, nach 4 Jahren, und einem Namenswechsel hätte doch mal ein neuer Computer drin sein dürfen. Aber nein, man nutzte offenkundig noch immer die alte dämliche Bitmaschine, die nicht wusste, dass es Mittwoche den 23. Januar 2014 gar nicht gibt.

Ob die Mitarbeiter der Vivawest den Mittwoch den 23. Januar 2014 bezahlt bekamen ist mir auch nicht bekannt. Leider müssen wir uns an diesem nicht vorhandenem Tag knapp verfehlt haben.

Dafür hatte die alte dämliche Bitmaschine nun aber überhaupt kein Verständnis. Ich wurde verklagt. Und die dämliche Bitmaschine teilte dem Gericht mit, dass man in meine Wohnung wolle, weil sich

1. Nachbarn über mich und meine Wohnsituation beschwert hätten.

2. Bei mir in der Wohnung Wasser an den Fensterscheiben wäre. Das sollte wohl daran liegen, dass ich nicht, oder zu wenig lüften und heizen würde.

Da hat mir aber diese saudämliche Bitmaschine wieder unrecht angetan. Die Bitmaschine hatte ganz vergessen, dass wir Asys natürlich das Wasser immer von den Scheiben lecken.

Ich teilte dem Gericht dann schriftlich mit, dass die VIVAWEST gerne in meine Wohnung kann, dazu müsste man mir nur rechtzeitig einen Termin mitteilen, der auch existiert. Am 32. August habe ich leider gerade keine Zeit, und auch nicht am 30. Februar oder am 24,5. Dezember.

Weiter teilte ich dem Gericht mir, dass sich von meinen direkten Nachbarn keiner beschwert hat. Ich habe dann noch gefragt, weshalb ich eine Heizkostennachzahlung erhalten habe, wenn ich doch zu wenig heizen würde. Und beim Verbrauch lag ich bei über 70%, normal wären nur 50%.

Ich teilte dem Gericht weiter mit, dass in meiner Wohnung kein Wasser an den Fenstern wäre. Ich erwähnte aber, dass es sich bei den betreffenden Milchglasfenstern um eine undichte Doppelverglasung handelt. Dieses Problem betrifft nicht nur meine Wohnung, sondern mehrere Wohnungen in der Siedlung. Und dieser Zustand ist auch keineswegs neu. Das Problem existierte schon vor meinem Einzug. Die VIVAWEST, damals noch THS, hätte das Problem doch vor meinem Einzug zwischen August 2010 und Ende November 2010 beheben können.

Das Gericht erteilte dann der VIVAWEST dann noch den rechtlichen Hinweis, dass man sich mit einer Frist von mindestens 14 Tagen vorher anzukündigen habe. Eine 5 Tagesfrist, wie im Januar 2014 geschehen, kennt das Gesetz nicht.

Langsam wurde die dämliche Bitmaschine der Vivawest aber unverschämt.

Es wäre kein direkter Nachbar gewesen der sich beschwert hat, sondern ein Nachbar aus den gegenüberliegenden Hochhäusern, dessen Namen sie aber nicht nennen wollten.

Und man beantragte sogar ein Gutachten bezüglich der Fenster, da man einen Defekt der Doppelverglasung bestritt, und behauptete, das Wasser sei am Fenster in meiner Wohnung, weil dort angeblich Lebensmittel vergammeln würden.

Ich hatte nun den Eindruck, dass die dämlichen Bitmaschine nicht alle Salamischeiben im DVD-Laufwerk hatte. Da musste wohl die ein oder andere etwas vergammelt gewesen sein.

Das versprach eine lustige Verhandlung zu werden, denn vor dem Termin kam Post von der VIVAWEST. Obwohl noch gar kein Verhandlungstermin stattgefunden hatte, verlangte die VIVAWEST, es war natürlich wieder die dämliche Bitmaschine, 159 Euro Gerichtskosten von mir.

Das ein Richter bei einem Termin über den Zutritt des Vermieters nicht ein Gutachten über den Zustand der Fenster beschließen würde, war mir schon vorher klar, aber woher sollte das die dämliche Bitmaschine wissen, die noch nicht ein Mal wusste, dass der 23. Januar 2014 kein Mittwoch ist.

Bei der Verhandlung war schnell klar, dass ich der VIVAWEST den Zutritt gestatte, auch wenn die angeführten Gründe absoluter Schwachsinn waren. Der Jurist der Vivawest musste eingestehen, dass man die 159 Euro nicht berechnen durfte, und so stand einem Anerkenntnisurteil durch mich nichts mehr im Wege, als der Jurist der VIVAWEST zu Protokoll erklärte, dass man auf Kostenerstattung verzichten würde.

Allerdings hat man da die Rechnung ohne die verblödete Bitmaschine gemacht, die nicht alle Salamischeiben im Laufwerk hat.

Bekam ich zuvor ständig Mahnungen wegen dem Gerichtskostenvorschuss in Höhe von 159 €, bekam ich danach ständig Mahnungen wegen den tatsächlichen  Gerichtskosten in Höhe von 106 €. Durch das Anerkenntnisurteil waren die tatsächlichen Gerichtskosten geringer, als dies bei einem normalen Urteil der Fall wäre.

Dass der Jurist beim Gericht ausdrücklich erklärt hat, dass mir die Gerichtskosten nicht berechnet werden, das scheint diese dämliche Bitmaschine nicht zu kapieren.

Ich habe sogar mehrfach bei der VIVAWEST angerufen, und versucht die Probleme zu lösen, aber bisher nur mit mäßigem Erfolg. Ich habe dort vermutlich sogar mit freundlichen Mitarbeitern gesprochen, aber vielleicht waren das ja gar keine Menschen, sondern auch nur so bitgesteuerte Monster. Manchmal wurde ich auch zurückgerufen, und das war nicht immer so lustig. Ein so ein Monster hatte einen deutlichen Kernspeicherdefekt. Das Monster war unfähig und unfreundlich. Die hatte wohl einen Speicherdefekt unter der Adresse 02365xxxxxx.

Die hat mir doch tatsächlich mitgeteilt, dass man die 159 € Gerichtskostenvorschuss ausgebucht hätte, und die 106 € tatsächliche Gerichtskosten auch ausbuchen würde, weil die VIVAWEST die vom Gericht erstattet bekäme.

Ups, hab ich da gerade ein merkwürdiges Geräusch auf der Festplatte gehört? Klingt nach Headcrash. Warum heißt das Gerichtskosten, etwa weil das Gericht das an den Kläger bezahlt, weil der so freundlich war das Gericht zu bemühen?

Natürlich wird die VIVAWEST noch am Sankt Nimmerleinstag auf das Geld warten, und es sieht so aus, als sollte das Geld solange auch als unberechtigte Forderung auf meinem Mietkonto bleiben. Da beißt der Faden keine Maus ab, oder so. Ja, ja, der Brunnen geht so lange „In den Krug“, bis er kotzt.

Schön sind immer wieder die mathematischen Rechenleistung der durchgeknallten Bitmaschine. 522,xx € betrug meine Miete 2013. Nach der Nebenkostenabrechung sank die auf 506,xx €. Um bei der nächsten Nebenkostenabrechnung keine böse Überraschung zu erleben, zahlte ich weiter die 522,xx €. Dadurch sammelt sich Monat für Monat ein guthaben an. Wo andere also keine Miete zahlen, zahle ich freiwillig etwas mehr. Über solche Mieter sollte man sich eigentlich freuen.

Ich war also schon erstaunt, dass ich seit Monaten ständig Mahnungen bekomme. Mal wurde mir am Telefon erklärt dass man die 106 € Gerichtskosten ausgebucht hätte. Mein Einwand, dass die VIVAWEST doch dann keine Forderung haben kann, wenn ich seit 6, 7 oder 8 Monaten immer 16 € mehr überweise, konterte man geschickt, mit dem Argument, dass ich im März 2014 angeblich gar keine Miete bezahlt hätte.

Ich war verwundert, und daher fragt ich, wie hoch denn die Gesamtforderungen gegen mich sind. Ich befürchtete das Schlimmste. 506 € für März, und 506 € für August, das machte lt. VIVAWEST genau 526 €.

Ok, da wäre ich jetzt nicht unbedingt drauf gekommen. 506 € müsste ich eigentlich zahlen. 522 € zahle ich normalerweise, und nun soll also die Miete für 2 Monate 526 € betragen. Ein Angebot, dass ich nicht ablehnen konnte. Sofort wurde die Summe überwiesen. Jetzt müsste ich ja nach VIVAWEST-Mathe ein ausgeglichenes Konto haben.

Nach meiner Rechnung müsste ich aber ein Guthaben von mindestens 106 €, plus evtl. unberechtigte Mahnkosten, haben. Stunden nach der getätigten Überweisung erreichte mich ein Anruf des Monsters mit der defekten Speicherstelle 02365xxxxxx.

Alles falsch. Die März-Miete war doch bezahlt. Die 106 € Gerichtskosten waren noch nicht storniert, weil das Gericht die Summe noch nicht bezahlt hat. (Was das Gericht auch niemals machen wird.) Und ich habe nun, wie bereits vermutet, ein Guthaben von 106 €, weil man mir die 106 € wieder gutschreiben muss.

Irgendwann bekomme ich sogar so etwas wie einen Kontoauszug meines Mietkontos. Ich würde das zwar nicht unbedingt so bezeichnen, weil dort z. B. noch nicht ein Mal die tatsächlichen Geldeingänge zu sehen sind, aber es sind wenigstens die monatlichen Überzahlungen drauf.

Merkwürdig lt. diesem „Kontoauszug“ wurden sämtliche Mieten bis Mai erst am 5.5.2014 gebucht. Was war dann mit dem Geld vorher?

Und dann stehen da auch noch immer die 106 € Gerichtskosten drin, die mir nicht berechnet werden dürfen. Diese 106 € wurden handschriftlich durchgestrichen. Auch ein Grund, warum das für mich kein Kontoauszug ist. Handschriftlich wurde drunter geschrieben, dass ich ein Guthaben von 106 € habe.  Wird nun doch noch alles gut?

Da kennt man die VIVAWEST aber schlecht. Vor der Überweisung der September-Miete rief ich an, weil schon wieder ein merkwürdiges Schreiben kam. Die VIVAWEST will nun 65 € für den Gerichtsvollzieher von mir, weil die Bitmaschine von denen nicht in der Lage ist ein Schreiben zu verschicken.

Angeblich war die VIVAWEST im Juli 2014 bei mir, und ich habe sie wieder nicht reingelassen. Das ist aber auch dumm. Leider hat man es versäumt, mir 14 Tage vorher mitzuteilen, dass man kommen will, und so kam es, dass ich an dem Besuchstag nicht da war, weil ich Krankengymnastik hatte.

Was hatte sich die VIVAWEST dabei nur gedacht? Wahrscheinlich haben die ihrem Computer nicht mehr getraut. Nach dem Desaster mit dem nicht existierenden Datum, Mittwoch den 23. Januar 2014, hat man sich gesagt, bevor wir wieder ein falsches Datum verschicken, verschicken wir lieber keins. Ist doch nachvollziehbar, ist doch logisch.

Inzwischen haben die aber festgestellt, dass das auch keine wirklich gute Idee war. Ohne Termin gibt es bei mir auch keinen Kaffee und Kuchen.

Man hätte mir ja nun die Post durchaus per Gerichtsvollzieher zustellen können, aber das reicht der VIVAWEST nicht aus. Der Gerichtsvollzieher wurde nun beauftragt die Wohnungsbesichtigung durchzuführen, was die Kosten natürlich nach oben trieb. Aber das wäre natürlich gar nicht nötig gewesen, und ich bin weder für deren Portokosten, noch deren Unfähigkeit zuständig.

Nachdem ich also im August, nach der Überweisung der 526 € ein ausgeglichenes Mietkonto hatte, und lt. dem Schmierenkontoauszug sogar ein Guthaben von 106 € hätte, wurde mir nun mitgeteilt, dass ich statt 506,xx insgesamt 558,xx € bezahlen müsste Darin waren dann auch die 65 € Gerichtsvollzieherkosten enthalten.

Ich befürchte, dass das eine Rechenaufgabe mit mindestens 25 Unbekannten ist, und ich das Ergebnis nie erreiche. Dafür braucht man bestimmt eine völlig durchgeknallte Bitmaschine mit Salamilaufwerk.

Ich bin nun hingegangen, und habe die geforderten 558 € genommen, habe davon die unberechtigten Gerichtskosten in Höhe von 106 € abgezogen, und auch die nicht zustehenden 65 € Gerichtsvollzieherkosten abgezogen, und die Restsumme überwiesen. Wahrscheinlich werde ich jetzt auch noch eine Feststellungsklage über die 65 € einreichen, damit der VIVAWEST mal noch ein paar Kosten entstehen, denn langsam habe ich die Schnauze voll, von so viel Unfähigkeit.

Und so lief der Besuch ab

Es ist kurz nach 10 Uhr. Irgend ein Deptp hämmert gegen meine Wohnungstür. Wer ist da nur zu blöd die Klingel zu benutzen. Tür auf, Faust raus, Tür zu, das dürfte jetzt die richtige Antwort zu sein.. Aber ich bin ja nicht so. Also raus, und die 4 Männekes mal gefragt, ob sie keine Klingel kennen.

Der Gerichtsvollzieher meint, dass die kaputt wäre. Ich drücke drauf. RRRRRRiiiinnnnngggg macht es. Kaputt ist für mich was anderes.

Der Gerichtsvollzieher meint, dass er das für den Lichtschalter gehalten hätte. Natürlich, und er hatte einfach Angst, dass ihm ein Licht aufgeht, wenn er da draufdrückt.

Mal ehrlich, dass der Gerichtsvollzieher den Klingelknopf für einen Lichtschalter hält wundert mich nicht, das ist schon vielen vor ihm auch passiert. Aber darf man nicht erwarten, dass die 3 von der Tankstelle, quatsch, natürlich VIVAWEST wenigstens wissen, wo bei ihren Häusern die Klingeln sind? Da kommen die schon fast in Kompaniestärke, aber alle haben ihr Hirn zu Hause gelassen.

Eigentlich bin ich ja ein äußerst netter Mensch. Sogar zu Beamten, Behördenmotarbeiter und Richtern bin ich normalerweise freundlich. Das ändert sich erst, wenn die mir dumm kommen. Aber heute machte ich mal eine Ausnahme von dieser Regel. Ich war etwas auf Krawall gebürstet, was an dem monatelangem Ärger mit denen lag, und besonders daran, dass ich eigentlich die unfreundliche Mitarbeiterin erwartet habe.

Im Nachhinein muss ich feststellen, dass ich in der Situation ruhig etwas freundlicher hätte sein können, weil das unfreundliche Monster gar nicht dabei war.

Nachdem die „Kompanie“ meinte Wohnung betreten hatte, ging es erst Mal darum die Fronten zu klären. Wenn der Gerichtsvollzieher von jemand beauftragt wird jemand aufzusuchen, dann ist in seinem Verständnis sein Auftraggeber der Gute, und sein Kunde der Böse. Das galt es hier mal richtig zu stellen.

Ich stelle klar, dass die ganze Aktion unnötig gewesen wäre, wenn die VIVAWEST, es war natürlich der Computer, wer sonst, nicht ständig so einen Mist gemacht hätte.

Zunächst erinnerte ich an das angebliche Mietproblem, wo man für den November 2010 Geld haben wollte, obwohl ich erst Ende November die Schlüssel bekam, weil die VIVAWEST, damals noch THS, nicht in der Lage war das Bad in einem Zeitraum von 2 Monaten umzubauen. Kleinlaut musste sie zugeben, dass es da tatsächlich mal Ärger gab.

Dann erinnerte ich sie daran, dass man mich am Mittwoch dem 23.1.2014 besuchen wollte, obwohl es dieses Datum gar nicht gab. Hier versuchte sie sich dann rauszureden, dass man ja später noch versucht hätte mich zu besuchen. Ohne sich vorher anzumelden?

Ob man den Besuch im Juli vorher angekündigt hatte, war ihr nicht bekannt. Die Unfreundliche am Telefon hatte nicht nur behauptet, dass man ein entsprechendes Schreiben rausgeschickt hätte, sondern besaß auch die Frechheit zu behaupten, dass ich das Schreiben auch bekommen hätte.

Ich erklärte dann noch, dass man das ganze auch ohne Gerichtsvollzieher hätte regeln können. Danach wollte sich eine der Frauen vorstellen, und mir die Hand geben. Ich hab die angesehen, und sie gefragt, ob sie zum Händchenhalten gekommen wäre. Das hat sie dann kapiert.

Sie wollte dann wissen, welches Zimmer was ist. Muss eine schwere Frage sein bei einer 2,5 Raum Wohnung. Sind die wirklich dafür rausgekommen? Diese Frage hätte man auch ohne Wohnungsbesichtigung klären können, dafür hätte man doch einfach nur in die Unterlagen sehen müssen. Und wer sollte mich eigentlich zwingen die Wohnung so zu nutzen, wie das die VIVAWEST sich gedacht hatte? Es ist doch meine Sache, ob ich im Schlafzimmer schlafe, oder das Wohnzimmer dafür nutze.

Weil die Damen so neugierig waren, der Mann von der Vivawest hatte anscheinend nichts zu sagen, und war vielleicht nur zum Schutz der Neugierigen dabei. teilte ich denen mal mit, dass der Vermieter eine Spüle zu stellen hätte, weil das zur Grundausstattung einer Wohnung gehören würde. Ich teilte denen mit, dass mir das die Stadt Gelsenkirchen gesagt hatte. Da kam eine überraschende Antwort. Früher hätte man das wohl gemacht, aber das würde man schon lange nicht mehr machen. Interessieren die also gesetzliche Regelungen nicht?

Ich forderte sie Frauen auf sich die Fenster anzusehen, und mir zu sagen, wo da angeblich auf der Innenseite Wasser runterlaufen würde? Die eine Frau fragte, ob das Doppelverglasung wäre. Die andere stellte nun fest, dass die undicht wären, und sich das Wasser zwischen den beiden Scheiben sammeln würde.

Was ist denn jetzt los. Das ist doch was ganz anderes, als die VIVAWEST noch an das Gericht geschrieben hätte. Nein, das sollte doch kein Defekt sein. Das sollte sich doch nicht zwischen den Scheiben sammeln. Das sollte sich doch auf der Innenseite der Scheibe, also in meiner Wohnung sammeln, weil bei mir angeblich Lebensmittel vergammeln würden, und bei mir weder genügend geheizt noch gelüftet würde. Ein Gutachten hatte man sogar bei Gericht beantragt, dass diesen Unsinn auch noch bestätigen sollte, und nun gibt man, so mir nichts, dir nichts, zu, dass doch die Fenster kaputt sind.

Nur mit Zahlen hat man es noch immer nicht so. Zwei von vier dieser Milchgläser sollten undicht sein. Dumm nur, dass es auch im Schlafzimmer auch noch 2 solche Milchgläser gibt, die auch undicht sind.

Und weil das gerade so gut lief für mich, und sogar rauskam, dass die gegenüber dem Gericht gelogen haben, sprach ich doch auch noch das Thema Nachbar an.

Nachbar, sie wussten nichts von einem Nachbarn der sich angeblich über mich beschwert hätte. Ich habe dann ergänzt, dass der Nachbar kein direkter Nachbar sein soll, sondern aus den gegenüberliegenden Häuserzeile. Auch das hat die Frau bestritten, Es gäbe gar keinen Nachbarn der sich über mich beschwert hätte. Angeblich sei den Mitarbeitern der VIVAWEST meine beiden Rollstühle auf der Terrasse aufgefallen, und die Feuchtigkeit bei den Milchglasfenstern, und deshalb hätten sie geglaubt, dass sie tätig werden müssten.

Dann fragte man sich, warum die gegenüber dem Gericht immer was ganz anderes behauptet haben. Und zwar sowohl bezüglich des angeblichen Nachbarn, als auch bezüglich der Feuchtigkeit bezüglich der Milchgläser, wo doch ausdrücklich bestritten wurde, dass sich die Feuchtigkeit zwischen den Scheiben befinden könnte.

Und da wir gerade bei Reparaturen sind, ich habe die Situation nun genutzt, und weiteren Reparaturbedarf angemeldet. Das gilt besonders für die Eingangstür. Bereits vor ca. 2 Jahren wurde das schon Mal moniert. Die Tür bleibt nach dem Öffnen nicht offen. Wenn ich nach dem Öffnen in den Rollstuhl steige, um rauszufahren, dann funktioniert das nicht, weil die Tür inzwischen schon wieder zugefallen ist.

Das soll angeblich NUR eine Einstellungssache sein, ist es aber nicht. Die Handwerker hatten beim letzten Mal mitgeteilt, dass der Türrahmen so verzogen ist, dass man das nicht mehr einstellen kann. Das ist mir aber egal, dann dürfen die halt eine komplett neue Tür einbauen.

Auf meinen Hinweis, dass die Tür für einen Rollstuhlfahrer zu schmal ist, und nicht der Norm entspricht, wurde mir mitgeteilt, dass das gar keine behindertengerechte Wohnung wäre. Ich habe dann mal gefragt, warum man dann den Umbau der Wohnung von der Stadt hat bezahlen lassen, aber darauf bekam ich natürlich keine Antwort. Hier hätte ich mal meinen Nachbarn dazu holen sollen. Dem wurde seine Wohnung als behindertengerecht vermietet.

Meine Wohnzimmertüre ist auch kaputt. Das wollte ich aber gar nicht repariert haben, weil die durch den Rollstuhl kaputt ging. Eine Reparatur erschien mir da nicht sinnvoll, weil das jederzeit wieder passieren kann. Weil das Glas in der Tür kaputt war, wollten die VIVAWEST-Mitarbeiter das aber unbedingt reparieren, denn das sei ganz gefährlich.

Inzwischen sind mehr als 2 Wochen seit dem Besichtigungstermin vergangen, und in Sachen der Reparaturen hat sich bisher nichts getan, überhaupt nichts. So viel zu der Gefährlichkeit, die eine Reparatur angeblich zwingend notwendig macht.

Am Ende fragte mich eine der Frauen, ob sie mir eine private Frage stellen dürfte. Natürlich antwortete ich mit einem „Nein“. Nach 10 Minuten war der Spuk dann zu Ende, und man verschwand ganz schnell wieder.

Weiter oben hatte ich geschrieben, dass ich vielleicht etwas netter zu den „Besuchern“ hätte sein können, aber jetzt nach 2 Wochen habe ich den Eindruck dass, ich vielleicht noch zu nett war. Anders ist nicht zu erklären, dass sich bezüglich der Reparaturen bisher nichts getan hat, und man sich schon wieder die Unverschämtheit erlaubt, von mir die nicht zustehenden, und auch unnötigen, Kosten für den Gerichtsvollzieher verlangt.

Wer wollte die Party? Wer hat den Gerichtsvollzieher bestellt? Wer die Party will, und den Gerichtsvollzieher bestellt, der darf ihn auch bezahlen. Also was habe ich damit zu tun?

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Eine Antwort zu Hurra, hurra, die Vivawest war da

  1. Korte schreibt:

    Sicher ist dieser Vermieter so „Gemeinnützig“, wie z. B. die Wohnungsgenossenschaften meist sind. In Solingen haben sehr tüchtige „Geschäftsführer“ eine Genossenschaft so vorbidlich geführt, daß sie derart pleite (alles verkauft) ist, zusätzlich die Mitglieder kräftig haften müssen, statt billigen Wohnraum zu genießen. Der Spar- und Bauverein in Solingen hat ebenfalls so tüchtige Mitarbeiter wie es scheinbar die Viva-West auch hat. Scheinbar ist die Einstellungsvoraussetzung bei solchen Vermietungsgesellschaften die absolute Unfähigkeit, NICHT logisch und betriebswirtschaftlich Denken zu können. Auch ein wenig Gesetzeskenntnis ist da wohl eher hinderlich, von der Wahrung der Sitten gar nicht erst zu reden. Beispiel: Aus einer Verweigerung einer Zustimmungserklärung zu einer Mieterhöhung von 0,51 Euro hat es der Solinger Spar-und Bauverein mit der Hilfe von einem RechtS-Anwalt und etlichen Richtern geschafft, Schäden und Kosten von ca. 40.000 Euro zu verursachen. Vielleicht ist das ein Lehrbeispiel für die VivaWest !

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