Gustl Mollath, Wiederaufnahmeverfahren

In der Fernessendung bei Beckmann teilte der Anwalt von Gustl Mollath mit, dass er davon ausgeht, dass es kein Verfahren mehr gegen seinen Mandanten geben werde, sondern die Justiz das Verfahren so erledigen werde.

Das wäre zwar nicht das gewesen, was Gustl Mollath wollte, aber auch ich hatte vermutet, dass der Anwalt recht behalten würde. Nun ist es aber doch ganz anders gekommen.

Die Berichte über das neue Verfahren sind sehr widersprüchlich. Es wird allgemein berichtet, dass 13 Jahre nach der Tat die Zeugen unsicher sind, sich teilweise selbst widersprechen, bzw. ihren früheren Schilderungen widersprechen. Verwundern kann dies sicherlich nicht.

Verwunderlich finde ich, dass der SPIEGEL wieder Beate Lakotta berichten lässt. Diese Frau hat sich doch durch ihre Engstirnigkeit und höchst verbissene, einseitige Berichterstattung doch längst selbst disqualifiziert. Diese Frau wieder über Gustl Mollath berichten zu lassen, ist so wenig sinnvoll, wie eine Berichterstattung von Alice Schwarzer über einen angeblichen Vergewaltigungsprozess gegen einen schweizer Wettermann. Die Berichterstattung von Beate lässt die Frage aufkommen, ob diese Frau vielleicht am Rentina-Syndrom leidet.

Hier gibt es zwei SPIEGEL-Berichte.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/mollath-prozess-zeugin-schildert-blaue-flecken-und-bissabdruck-a-980140.html

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/gustl-mollath-zweifel-an-glaubwuerdigkeit-eines-schluesselzeugen-a-980416.html

Der Beitrag vom erste trägt die Initialen wit/dpa.

Der Beitrag vom zweiten Link stammt von Beate L.

Aus dem ersten Beitrag stammt die Passage:

Es war eine bedrohliche Situation. Im Hausflur war alles abgedunkelt, und Herr Mollath hat sich bedrohlich vor mir aufgebaut“, sagte die Zeugin am Mittwoch. Schließlich hätten beide Frauen aber das Haus verlassen können. Mollath soll zuvor seine damalige Ehefrau für mehr als eine Stunde im Schlafzimmer eingesperrt haben.

Die Aussagen der Zeugin sorgten beim Gericht und vor allem bei der Verteidigung für Unverständnis. Die heute 51-Jährige hatte in ihrer ersten Aussage vor zehn Jahren behauptet, sie habe nichts von Verletzungen gemerkt, und sie habe Gustl Mollath nicht gesehen, als sie die Kleider abholten.

 

Wäre dieser Bericht von Beate L. verfasst worden, dann hätten wir wahrscheinlich den zweiten Teil des Beitrags nicht zu lesen bekommen, denn gegen Gustl Mollath lässt sich der erste Teil alleine viel besser gebrauchen.

Bei einem Wiederaufnahmeverfahren müssen natürlich auch die Themen wieder behandelt werden, die damals im Raum standen, aber inzwischen längst als widerlegt gelten. Dazu gehört auch die Reifenstecherei. Natürlich gab es damals zerstochene Reifen, unklar ist, wer dahinter steckt. Im ersten Prozess wollte man dies Gustl Mollath anlasten, es kann aber auch sein, dass dies damals gemacht wurde, um Gustl Mollath etwas andichten zu können. Hier sei erwähnt, dass die damalige Frau von Gustl Mollath im jetzigen Prozess von ihrem Aussageverweigerungsrecht gebrauch macht.

 

Aus ihrer Sicht nicht die schlechteste Lösung. Falschaussagen von damals wären wohl verjährt, aber für neue Falschaussagen könnte sie natürlich belangt werden. Man darf also gespannt sein, was bezüglich der angeblichen Reifenstecherei jetzt auf den Tisch kommt. Ein Vorwurf wird sicherlich nicht mehr wiederholt.

Es wurde ja mal behauptet, dass die Reifen auf eine ganz spezielle Art angestochen worden wären. Damals gab es das Gerücht, dass die Luft nicht sofort aus dem Reifen entwich, sondern erst während der Fahrt, was zu einem besonders hohen Unfallrisiko geführt hätte.

Auch wenn es heute noch immer Dummschwätzer gibt, die diesen Blödsinn gebetsmühlenartige, zwischen zwei Underberg, wiederholen, ist das unrichtig. Dieser Schwachsinn wird nur noch in einem besonders ekligem Forum wiederholt, und auch dort nur von einer unter dem rentina-Syndrom leidenden Dummschwätzerin.

Wenn der Spiegel nicht völlig seine Glaubwürdigkeit verlieren will, dann ist er wahrscheinlich gut beraten, wenn er Beate L. zukünftig nur noch über Streitigkeiten im Sandkasten berichten lässt. Berichte von ihr, über GM, sind absolut keine Empfehlung.

Gustl Mollath bei Beckmann

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3 Antworten zu Gustl Mollath, Wiederaufnahmeverfahren

  1. Korte schreibt:

    Statt Gustl Mollath eine angemessene Haftentschädigung zu geben, spielen sich die Götter in den Tallaren noch einmal als „RechtSStaat“-Verteidiger auf, um ihn koste es was wolle, zu einem Krimminellen oder Psychopaten zu stempeln, statt die Falschanschuldiger und Freiheitsberauber auf die Anklagebank zu setzen und ihnen den Prozeß so zu führen, wie sie es bei Gustel Mollath gemacht haben und dann zusätzlich deren Vermögen zum Opferausgleich und Kostenersatz einzuziehen. Die BRDDR ist ja schließlich ein RechtSStaat, wird uns eingehämmert. RechtS von Recht zu unterscheiden, wer schafft das schon ? Wie intelligent die „Gutmenschen“ und ihre „Vorbeter“ sind, ist doch daran zu erkennen, wenn in einem RechtSStaat „Gesicht zeigen“ im Kampf gegen rechts ! Wäre es nicht wünschenswerter, in einem RECHT-STAAT leben zu können ? Wer kennt den Unterschied ?

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  2. kristin schreibt:

    http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/thema-mollath-komplott-geheilt_

    Es sieht so aus, als habe sich Mollath mit diesem Verfahren keinen Gefallen getan. Sein Mythos hat bereits jetzt erhebliche Risse bekommen.

    Man muss wissen, wann es besser ist, mit einer Sache abzuschließen, so wie es Exfrau und Exschwager getan haben.

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    • beamtendumm schreibt:

      Es sieht so aus, als habe sich Mollath mit diesem Verfahren keinen Gefallen getan.

      Das ist schon eine gewagte Aussage. Das Verfahren ist die direkte Folge des Wiederaufnahmeantrags. Ohne diesen Wiederaufnahmeantrag wäre Mollath noch heute in der Psychiatrie. Und ob es nach dem Wiederaufnahmeantrag tatsächlich noch zu einem Wiederaufnahmeverfahren kommt, oder die Justiz das Verfahren beerdigt, wie das der Anwalt von GM vermutet hatte, hatte die Justiz zu entscheiden, nicht Gustl Mollath selbst.

      Man muss wissen, wann es besser ist, mit einer Sache abzuschließen, so wie es Exfrau und Exschwager getan haben.

      Die erste Aussage ist ziemlich gewagt, die zweite Aussage falsch, da die Justiz entscheidet wann die Sache abgeschlossen ist. Mollath kann dies im Moment nicht entscheiden.

      Auch ist der Umgang mit dieser Angelegenheit seine ganz persönliche Sache. Bisher hatte die Justiz nur seine Schuld und seine Schuldunfähigkeit festgestellt, später dann wurde ein Verfahrensfehler festgestellt. Wenn es für Gustl Mollath wichtig ist seine Unschuld festzustellen, dann ist das seine Sache. Weder wir, noch seine Exfrau oder Exschwager sind oder waren in der Situation von Gustl Mollath.

      Natürlich gab und gibt es Vorwürfe gegen GM, aber bisher scheinen mit die Beweise dafür dünn bis nicht vorhanden zu sein. Und bisher kann wohl davon ausgegangen werden, dass das Gericht das auch so sieht.

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