EILMELDUNG: NDR bringt Beitrag zum Thema Kindesentzug

Heute um 19:30 Uhr berichtet der NDR über eine gewonnene Verfassungsbeschwerde. Wieder war in Niedersachsen, völlig unbegründet, vom Jugendamt ein Kind aus der Schule entführt worden, und in eine Einrichtung gebracht worden.

Die Mutter klagte vor dem BVerfG und hat nun Recht bekommen.

Der NDR hat hier einen Beitrag veröffentlicht, und wird heute um 19:30 Uhr darüber berichten.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/sorgerecht131.html

Wie bereits bei Antonya und Ihren Eltern wird man Anna und ihrer Mutter vor, dass die Bindung zwischen dem Mädchen und der Mutter angeblich zu eng wäre, und dies dem Kind schaden könnte. Deshalb holt das Jugendamt Langenhagen das Kind aus der Schule und bringt es in eine Einrichtung.

Der Anwalt der Mutter hat große Zweifel an der Arbeitsweise des Gerichts. Er wirft dem 10. Senat des Oberlandesgerichts Celle mangelnde Sorgfalt vor:

Dr. Werner Leitner von der Universität Oldenburg beschäftigt sich seit Jahren mit Gerichtsgutachten. In einer aktuellen Studie geht er davon aus, dass 80 Prozent aller familienpsychologischer Gutachten mangelhaft sind. Er beschäftigt sich auch mit dem aktuellen Fall und stellt fest:

„Es handelt sich bei diesem Gutachten um eine Expertise in Familiensachen, betreffend der elterlichen Sorge. Hier wären die Bezugsdisziplinen ‚Psychologie‘ und ‚Erziehungswissenschaft‘ gefordert gewesen.“

Allerdings sei dafür eine Medizinerin beauftragt worden. Das würde eine Durchsicht des Gutachtens sehr deutlich zeigen.

„Psychologische und erziehungswissenschaftliche Methoden beziehungsweise der entsprechende Forschungsstand kommen nicht hinreichend zum Tragen“,

so Leitner.

Siehe auch:

https://beamtendumm.wordpress.com/2014/06/08/bild-berichtet-verfassungsgericht-beendet-streit-um-anna/

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6 Antworten zu EILMELDUNG: NDR bringt Beitrag zum Thema Kindesentzug

  1. S. Jansen schreibt:

    http://www.rechtsanwaltroth.de/Dateien/Bilder/2010.102.anonym.Beschluss.BVerfG.2014.05.22.pdf

    Ein brandaktueller Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes betr. des Sorgerechtsentzuges für Ende 2009 geborene Zwillinge.

    Die Inobhutnahme und Neubeelterung der Kinder wurde für grundgesetzwidrig erklärt.
    Betroffen ist Hessen, das Jugendamt Main-Kinzig-Kreis.

    Ich habe den Beschluss des BVerG gelesen. Im Tenor gleicht er anderen jüngst ergangenen Entscheidungen fast wörtlich.
    RA Th. Saschenbrecker, der eine andere Entscheidung kürzlich erstritten hatte, schreibt betr. der Entscheidung, die RA Roth erstritt:

    “ Eine Hoffnung auch vieler Kollegen/Kolleginnen von mir ist, dass den Eltern jetzt überhebliche und perfide Belehrungen durch die Familiengerichte wie „wir glauben, dass Sie Ihre Kinder lieben, wir glauben auch, dass Ihre Kinder Sie lieben, aber gerade deshalb ist es das Beste, wenn Sie´ los lassen´ können und freiwillig auf Ihre Kinder verzichten“ erspart bleiben und ein Umdenken stattfindet.
    Ämter, Gutachter und Gerichte müssen wieder lernen, dass es für Kinder das wichtigste ist, dass Sie bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen dürfen. Denn so etwas wie wirkliche selbstlose und ein Leben lang bestehende Liebe der Eltern und Sicherheit, DER Grundstein für die spätere positive Entwicklung, erfahren sie nicht in Heimen und meist auch nicht bei sozialen Eltern. “

    Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen …

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  2. S. Jansen schreibt:

    Noch ein Verfahren…

    http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/misshandlung-erlogen-streit-um-duisburger-kinder-fuehrte-bis-zum-europa-gericht-id9433359.html

    (…)Weil ihre Kinder behaupteten, sie würden von den Eltern misshandelt, begann für ein Ehepaar aus Duisburg ein jahrelanger Rechtsstreit, der bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte führte. Zwischendrin gab es das Eingeständnis der Kinder, dass sie gelogen hatten.

    Und am Ende stand eine Ohrfeige der Richter in Straßburg für die deutsche Justiz und ein Urteil, dass die Bundesrepublik zur Zahlung von 54.000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz verurteilte
    (…)

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  3. S. Jansen schreibt:

    Soweit mir bekannt, wurde bestritten, dass Verfahrensbeiständin des Kindes Antonya und vom Gericht beauftragte Gutachterin sich kannten.
    Aus diesem Artikel ist zu entnehmen, dass sie sich sehr wohl kannten und in Arbeitskreisen miteinander zu tun hatten.
    ‚Ist der Kindeswille maßgeblich?‘

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  4. S. Jansen schreibt:

    Ich habe den Geschäftsverteilungsplan des OLG Celle geprüft. Bei Antonya hat der 19.Senat beschlossen.
    In der causa Anna war es der 10.Senat des OLG Celle.

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  5. chrisamar schreibt:

    Hat dies auf chrisamar rebloggt und kommentierte:
    Deutsche Beamte: Frei von Schuld, Haftung und Verantwortung?

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