87-jährige Schwarzfahrerin in Untersuchungshaft

Ein schwieriges Thema für alle Beteiligte. Oma Gertrud, die 87-jährige Schwarzfahrerin, sitzt wieder in Haft. Oma Gertrud hat vor einigen Wochen bereits für Schlagzeilen gesorgt, als sie wegen Schwarzfahrern in Haft kam. Damals war die notorische Schwarzfahrerin zu einer Geldstrafe verurteilt worden, die sie nicht bezahlte.

Bei einer weiteren Schwarzfahrt wurde sie dann in Wuppertal von der Bundespolizei abgeführt. Dann wurde festgestellt, dass es noch einen Haftbefehl gegen die alte Dame gab. Hätte sie damals die offene Geldstrafe bezahlt, dann wäre sie nicht inhaftiert worden. Weil sie die Geldstrafe nicht bezahlen konnte, oder vielleicht auch nicht wollte, wurde sie dann inhaftiert.

Nach einigen Tagen hat dann die BILD-Zeitung die Geldstrafe für Gertrud bezahlt, und die Oma aus dem Knast geholt.

Inzwischen gab es ein erneutes Verfahren gegen Oma Gertrud. Wieder ging es um Schwarzfahren. Zur Verhandlung war Oma Gertrud aber gar nicht erschienen. Nun gab es verschiedene Möglichkeiten.

1. Man hätte Oma Gertrud mittels Strafbefehl erneut zu einer Geldstrafe verurteilen können. Wahrscheinlich hätte die Oma wieder nicht bezahlt, und wäre dann wieder im Knast gelandet.

2, Man hätte Oma Gertrud zu einem neuen Termin vorführen lassen können. Dann wäre Gertrud zwischen 6 und 7 Uhr in ihrer Wohnung verhaftet worden, und zur Verhandlung zum Amtsgericht gebracht worden.

3. Man hätte Oma Gertrud einige Tage vor dem neuen Verhandlungstermin verhaften lassen können, und sie in Untersuchungshaft bringen können.

4. Man hätte das Verfahren evtl. auch einstellen können, z.B. weil die letzte Verurteilung noch nicht lange her war. 

Das Gericht hat sich nun für Punkt 3 entschieden. Oma Gertrud wurde verhaftet und in Untersuchungshaft gebracht. Eigentlich die schlimmste Lösung für Oma Gertrud. Aber diese Lösung hat evtl. den Vorteil, dass man am neuen Verhandlungstag am 19.12.2013 das Verfahren gegen die Frau einstellen kann, da keine große Strafe mehr zu erwarten wäre.

Inzwischen formiert sich auch der Widerstand gegen die Verhaftung der 87-jährigen. Im Internet wird dazu aufgerufen, am 19.12.2013 zu der Verhandlung von Oma Gertrud zu kommen. Wir werden hier in Kürze sicherlich auch den genauen Termin und den Sitzungssaal des Amtsgericht Wuppertal mitteilen.

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Eine Antwort zu 87-jährige Schwarzfahrerin in Untersuchungshaft

  1. Korte schreibt:

    Aus meiner Erfahrung mit Solinger, Wuppertaler, Düsseldorfer und wahrscheinlich allen BRD- Gerichten werden da allzugerne Unschuldige oder Bagatelltäter verurteilt, jedoch die schlimmsten Verbrecher geschützt oder nur mit Samthandschuhen angefasst. Wenn die BRD ein ordentlicher Rechtstaat wäre, hätten wir wahrscheinlich keine Richter mehr, dann wären sie wohl alle gefeuert, säßen die wohl ausnahmslos wegen Rechtbeugung im Knast oder den Psychiatrien, was der jüngeren Generation die Phantasie- Pensionsansprüche ersparte. So aber werden die Jüngeren Zahl-Sklaven der Rechtmißachter und geben ihnen über diesen Umweg auch noch unangemessen hohe Belohnungen für ihre begangenen Verbrechen. Wenn die Jüngeren das begreifen würden, würden sie diese Zunftangehörigen vermutlich alle lünchen, was sie auch redlich verdient hätten.

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