Entlassung: Franz Xaver E.

Über Franz Xaver E. haben wir hier bereits vor einem Jahr berichtet. https://beamtendumm.wordpress.com/2012/12/14/beitrag-franz-einhell-hat-niemand-getotet/

Bereits seit 19 Jahren verbringt der Landwirt in der Psychiatrie. Ursprünglich war er zu 18 Monaten Haft verurteilt worden, weil er in der Gegenwart von 4 Mädchen zwischen 11 und 14 Jahren ein Geschlechtsteil aus der Hose geholt hatte. 

Jetzt nach der Gustl Mollath Diskussion kommt er nach 19 Jahren frei. Das Gericht entschied, dass er am 30.11.2012 zu entlassen sei. Es stellte sich aber die Frage, wie lange er 

wohl in Freiheit bleiben wird, denn der Landwirt dürfte inzwischen vielleicht gefährlich sein, als vorher. 19 Jahre in der Psychiatrie gehen nun mal nicht spurlos an einem vorüber. Die SÜDDEUTSCHE schreibt:

Eine gute Nachricht für Franz Xaver E. – aber so richtig freuen kann er sich trotzdem nicht. Die 19 Jahre in der geschlossenen Psychiatrie haben aus ihm einen zutiefst verbitterten, misstrauischen und unglücklichen Menschen gemacht. Irgendeine Therapie findet schon längst nicht mehr statt. „Die Behandlung stagniert seit vielen Jahren“, heißt es im Gerichtsbeschluss. „Die Kammer geht davon aus, dass sich die Situation durch die zunehmende Hospitalisierung des Verurteilten eher noch verschärfen wird.“ 

Evtl. wird der Aufenthalt in Freiheit  nur von kurzer Dauer sein. Wird es hier nach der Entlassung zu einem Rückfall kommen, dann wird dies natürlich negativ für andere Fälle sein. Die waren Schuldigen, also die Psychiatrie selbst, wird sich dann wahrscheinlich die Hände in Unschuld reiben. 

Dieser Beitrag wurde unter Justiz, Justizmafia, Massregelvollzug, Psychiatrie, Sicherheitsverwahrung abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Entlassung: Franz Xaver E.

  1. Helmut Karsten schreibt:

    Der EGMR ist von mir nicht unbedingt als der Weisheit (oder Gerechtigkeit) letzter Schluss gesehen. Aber manchmal MUSS der EGMR eifach handeln, um seine Daseinsberechtigung zu bestaetigen. Wie z. B. bei der/den Tragoedie(n) um die Sicherungsverwahrung(en).
    Den bundesdeutschen Schwarzkitteln passt das ganz und garnicht, dass die sich nach irgendeinem
    Dafuerhalten einer ANDEREN Gewalt (ausser der EIGENEN Gewalt), beugen muessten. Schliesslich sind die Schwarzkittel in Deutschland nahezu UNANTASTBARE Halbgoetter.

    Ergo, es werden diese Leute, schlicht und einfach, auf die Strasse gesetzt.

    Die kriminalprognostische Erfassung dieser Menschen ist, natuerlich, denkbar schlecht. Das wird ja auch erwartet……… Jeder Rueckfall, jede Straftat, dieser Menschen wird dann instrumentalisiert werden, um dem EGMR zu sagen: „Siehste !“

    Da jede Straftat/Untat einen ‚Taeter‘, aber auch ein OPFER haben wird, ist es fuer mich verstaendlich, die Situation dergestalt zu interpretieren: „Um der eigenen Eitelkeit zu dienen, wird hier die Oeffentlichkeit gefaehrdet……“

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  2. Korte Werner schreibt:

    Wer einen Menschen so etwas Unverhältnismäßiges (19 Jahre einsperrt) antut, braucht sich nicht zu wundern, wenn der auf Rache sinnt und dann irgend etwas Unvernüftiges tut, obwohl er allen Grund dafür hätte. Leider trifft es dann meist Unschuldige; Ahnungslose, statt die Freiheitsberauber und deren Folterknechte. Wenn jemand etwas Schlimmes (Verbotenes) tut, ist eine angemessene Strafe eine Folge der Tat. Es muß jedoch eine angemessene Strafe sein.

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