Knast ist doof, auch in Sachsen-Anhalt

Da rief mich jemand an. Weil er keine Knöllchen bezahlt wurde er verhaftet. Längst kein Einzelfall mehr. Der WDR berichtete, dass NRW jährlich Millionen ausgibt für Autofahrer, die sich weigern Knöllchen zu bezahlen, und dafür lieber in den Knast gehen.

Warum sollte das in Sachsen-Anhalt anders sein? Der Autofahrer wurde also verhaftet und in die JVA Magdeburg gebracht. Als Zivilgefangener durfte er seine eigene Kleidung tragen. Das steht im Strafvollzugsgesetz auch ausdrücklich drin.

Nicht immer wird das aber auch so gemacht. Die Schließer sind häufig einfach zu doof, sich an die eigenen Gesetze zu halten. Andere die sich nicht an die Gesetze halten werden eingesperrt, aber deswegen hält sich das Pack noch lange nicht an die bestehenden Gesetze.

In der JVA Magdeburg passiert dann aber was merkwürdiges. Mitten in der Nacht wird der Zivilgefangene von der JVA Magdeburg in die JVA Burg transportiert. Das wurde vom Anstaltsleiter persönlich angeordnet, der den Zivilgefangenen noch in der Nacht in seiner Zelle besucht hatte. Da kommt doch ein Verdacht auf. Mal im Internet nachsehen, ob die JVA Magdeburg überhaupt für Zivilhaft überhaupt zuständig ist. Und BINGO, für Strafhaft und Ersatzfreiheitsstrafe ist man dort zuständig, nicht aber für Zivilhaft. http://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=3483

Deshalb wurde also der Reichsdeutsche in einer Nacht- und Nebelaktion nach Burg gebracht. Dort wurde der Zivilgefangene dann gezwungen rechtswidrig Knastkleidung zu tragen. Das Spielchen kommt bekannt vor. Wenn man einen Zivilgefangenen in einer Nacht- und Nebelaktion von einem nicht zuständigen Knast in einen anderen Knast bringt, dann macht es natürlich nur Sinn, wenn dann der neue Knast  für diese Haftart auch zuständig ist. Alles andere wäre ja völlig irre. Deshalb können wir es uns ja ersparen zu prüfen ob die JVA Burg für Zivilhaft zuständig ist. Das wird dann wohl so sein., denn so bekloppt kann doch der Strafvollzug gar nicht sein.

Aber wir machen uns mal den Spaß.  http://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=23195. Sollte ich Lotto spielen? Doppeltbingo. Auch die JVA Burg ist für Zivilgefangene wie diesen widerliche Knöllchenverweigerer gar nicht zuständig. Und so wundert es auch gar nicht mehr, dass das dortige Beamtendumm dem Zivilgefangenen auch noch rechtswidrig das Tragen eigener Kleidung verweigert.

Ich stelle fest, wenn es einen Blog wie Beamtendum, wenn es einen Beamtendumm-Förderverein nicht gäbe, man müsste dies umgehend erfinden.

Aber auch der Reichsdeutsche hatte nicht viel Ahnung, und hat sich kräftig über den Leisten ziehen lassen. Als die Erzwingungshaft für die Haftbefehle um war, teilte man dem Reichsdeutschen mit, dass es noch einen weiteren Haftbefehl für ein 25 Euro Knöllchen gäbe. Natürlich hätte ich diesen einen Tag, oder zwei Tage auch noch hinter den hohen Mauern verbracht. Immerhin kostet ein Hafttag diesen Staat über 100 €.

Ein Freund hat ihn dann ausgelöst. Die JVA Burg hat aber die Annahme des Geldes verweigert. Der Freund musste extra zur Staatsanwaltschaft fahren, und hat dort 60 Euro gelöhnt, bevor der Reichsdeutsche entlassen wurde.

Ja geht´s noch? Das Beamtendämmlich im Knast war verpflichtet das Geld anzunehmen. Die Verweigerung betrachte ich als Nötigung des Zahlungswilligen, und Freiheitsberaubung des Inhaftierten, denn logischerweise hat sich die Entlassung des Mannes dadurch deutlich verzögert.

Aber niemals hätte die Staatsanwaltschaft 60 € von mir erhalten. Wenn die Ordnungswidrigkeit 25 € betrug, dann hätte die STA auch nur 25 € erhalten. Für die Kosten darf das Pack niemand einlochen. Die Kosten hätten die von mir nicht bekommen. Warum man dem Gegner auch noch 35 € in den A… schieben muss, erschließt sich mir nicht.

 

Dieser Beitrag wurde unter BdF, Beamtendumm, Folterknast, Gefängnis, Justizvollzugsanstalt, JVA, Knast abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Knast ist doof, auch in Sachsen-Anhalt

  1. Werner schreibt:

    Hallo zusammen, ich bin der Werner und der jenige welcher.
    Ja sicher hätte ich mich vorbereiten können, hatte mit der Verhaftung aber
    nicht gerechnet, da ich die Einladung der Erz..-Haft nach Volkstädt durch die
    St.-Anwaltschaft, Herrn Amtmann P. zurückgewiesen hatte und noch keine
    Antwort erhalten habe. Die Antwort kam erst nach meiner Haftentlassung,
    nach meiner Meinung ist dies auch schon wieder eine Rechtsbeugung, da
    das rechtliche Gehör verletzt wurde.
    Vorab möchte ich noch betonen das die „Knöllchen“ nicht von mir verursacht wurden,
    nur das Fahrzeug ist auf meinen Namen zugelassen.
    Die Anhörung und Bußgeldbescheid waren wie üblich masch.-erstellte Schreiben
    und nicht unterschrieben, somit für mich nicht rechtskräftig und das Owig???? – naja.

    Die Beschlüsse der Richterin B. im AG QLB waren nur darauf bedacht,
    daß ich meine finanzielle Situation nicht dargelegt habe, obwohl die Richterin B.
    im AG QLB ausführlich über den Sachverhalt aufgeklärt war.
    Widersprüche gegen solcherlei Schreiben mache ich nicht, sondern Zurückweisungen.
    Die Texte von mir sind sicherlich nicht ohne, aber es ist immer meine Meinung
    und die vertrete ich auch.

    So nun zum Vorfall selber.
    Ich war mit meinem Hund gassi und war ca 10 Uhr zu hause, als ich am Fenster einen
    „Bolzen“ geraucht habe kamen zwei Herren in Ziviel mit einem Benz vorgefahren.
    Sie wollten auch zu mir. Die beiden Herren wollten mit mir nach HBS zur St.-Anwaltschaft
    fahren und ich sollte dort 3 „Knöllchen“ bezahlen ( 5,15 und 15 €).
    Ich sagte Ihnen unmißverständlich, ich werde nicht bezahlen da es nicht meine sind
    und ich alles zurückgewiesen hatte und noch keine Antwort erhalten habe.
    Die Antwort der Herren war unmißverständlich, dann bin ich jetzt verhaftet und sie
    bringen mich nach Magdeburg in die JVA meinen PA haben Sie gleich einbehalten.
    Meine Frage nach einen Haftbefehl haben Sie abgewiesen, den hätten Sie nicht.
    Ich sollte Sachen packen, was ich natürlich nicht tat.
    Meinen Hund hatte ich telefonisch zu meinem Sohn verfrachtet, meine Taschen
    hatte ich alle geleert nur meine „Bolzen“ und Feuerzeug habe ich mitgenommen.
    (wenn sie mich holen, sollen sie mich auch bringen)
    Auf der Fahrt habe ich mehrmals nach dem Haftbefehl gefragt.–keine Antwort.

    In Magdeburg angekommen war auch meine erste Frage nach dem Haftbefehl,
    die Antwort war nur schweigen im Wald, danach sollte ich die Taschen leeren,
    da hatten die Herrschaften gestaunt, ich hatte nicht einmal ein Taschentuch mit.
    Auf Fragen habe ich generell die Gegenfrage nach meinem H.-Befehl gestellt.
    Dann wurde ich mit dem üblichen Müll wie Waschzeug, Decke…. etc. versorgt
    nur zum übel der „Beamten“ habe ich meinen Müll nicht selber getragen, da ja
    kein H.-Befehl vorliegt und ich mehrfach Behindert bin (ca 3-5 KG kann ich heben)
    oooooooohhhhhh kotz, ich legte dann noch etwas nach und rief den Art. 20 GG
    Abs.4 auf, die Frage nach einer Verfassung hat sich in Luft aufgelöst, da waren die Herren Beamten überfordert, der eine meinte ja, der andere wußte nich wirklich.
    Auf den Weg in meine Zelle habe ich den Beamten darüber aufgeklärt, daß ich
    weder esse noch trinke.

    Nach ca 30 Min. wurde ich zu einer Beamtin abgeholt (Abt. Beamtin???)
    es ging um alg. nötiges blabla. Ich fing wieder mit Haftbefehl, Verfassung, Art.
    20 GG Abs. 4 und Verweigerung von essen und trinken an. Dann wieder auf
    zur Zelle. Bis in die Abendstunden ging es weiter mit Besuch eines Beamten,
    danach kam der Gefängnissseelsorger und gegen 22 Uhr Kam dann der Bosssss
    von`s janze. Keiner der Herren konnte mir den Haftbefehl aushändigen, geschweige
    zeigen. Um Mitternacht wurde ich dann verlegt in die JVA Burg mit Handschellen
    natürlich.

    In Burg angekommen mußte ich mich erst einmal nackt ausziehen zur
    Fleischbeschauung, da bekam ich dann Hauseigene Kleidung, meine
    Armbanduhr mußte ich auch ablegen, den Schrankschlüssel für meine
    Zivielsachen habe ich nicht angenommen.
    Dann sollte ich etwas unterschreiben, was ich natürlich nicht tat da ja kein
    H.-Befehl vorliegt, ansonsten wie in der JVA MD.
    Der Unterschied lag nur an einer Sonderbehandlung, wie Einzelzelle-
    Videoüberwachung-Licht Tag und Nacht an und was mich am meisten
    störte eisekalt, die Heizung war voll aufgedreht und nur lauwarm (4.Dez.2012!!).
    In der Nacht kam dann noch ein Arzt und eine Schwester da ich ja meine
    Medikamente die ich regelmäßg brauche nicht habe,
    Natürlich habe ich nicht meine Ärzte und Medikamente benannt, hätte sich
    doch die Stasi/Gestapo vorher schlau machen sollen.
    Dem Arzt habe ich untersagt mich zu berühren, dies würde ich als
    Körperverletzung werten und er hat es dann auch gelassen.
    So habe ich dann meine Zeit in der JVA Burg in der Zelle verbracht, keine
    Uhr kein nichts kein garnichts, auch kein duschen oder waschen/Baden,
    ein Zeitgefühl hatte ich schon am 2. Tag nicht mehr, die Zelle habe ich erst
    zu meiner Entlassung verlassen.

    Den Rest kennt Ihr ja. Aufgeklärt was ich alles darf und wann und wie, wurde ich nicht.

    liebe grüße aus dem schönen Harz

    Werner

    Schön das es euch gibt!!!!!!!

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    • beamtendumm schreibt:

      Wie bitte, Handschellen bei einem Zivilgefangenen? Haben die noch alle Tassen im Schrank?

      Manchmal wird ja behauptet, dass die sogenannten Reichsdeutschen alles Nazis wären. Wer hier wirklich Nazi ist, und sich wie diese benehmen, dürfte mal wieder kalr sein.

      Polizei führt eine Verhaftung durch, ohne einen Haftbefehl vorzulegen, das passiert zwar immer wieder, ist auch völlig ungesetzlich, aber interessiert doch in dieser Bananen-Republik niemand.

      Und auch der Knast hat auf Verlangen zumindest eine Kopie des HB vorzulegen.

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      • Werner schreibt:

        ja ich hatte noch vergessen, in der JVA Burg wurde ich noch (welch ein schönes Wort)
        ERKENNUNGSDIENSTLICH erfaßt mit Fotos etc.

        Für mich läuft dieser Vorfall unter „BRUTALINKASSO“

        Werner

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  2. bernd vogt schreibt:

    Die Bezeichnung „Beamtendämlich“ gefällt mir äußerst gut! Besser noch als „Beamtendumm“! Verdeutlicht es die Situation – und die Qualität es Bedienstetentum – mit der wir es hier leider noch immer tagtäglich zu tun haben, ganz vortrefflich!

    Bernd Vogt
    Netzwerk Menschenrechcte

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    • Gehilfe-fürs-delikate schreibt:

      Na, na Herr Vogt, da habe ich früher einmal gelernt:
      Herren sind ….. herrlich
      Damen sind ….

      Und jetzt sollen die Herren Beamten aus der ganzen Sache ausgeschlossen werden???

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  3. Gehilfe-fürs-delikate schreibt:

    So locker wie der Beitrag geschrieben wurde, doch bleiben immer wieder Fragen offen:
    * Warum informiert der Betroffene nicht rechtzeitig sein Umfeld?
    Schließlich hätte er doch mit dem sicheren Wissen: JVA Magdeburg ist nicht zuständig, JVA Burg ist nicht zuständig, usw. seine Reise bereits antreten können, dann hätte er in jeder JVA Grund genug gehabt, ein paar Anträge zu schreiben.
    * Warum bereitet der Betroffene sich nicht selbst ein kleines bischen auf diesen „Urlaub“ vor?
    Weiterhin solle der Betroffene sich ein klein wenig auf die staaqtlich verordnete Erholung vorbereiten: also Kugelschreiber, einen Block Papier für Aktennotizen ist sehr wichtig (evtl. etwas Blaupaier, damit er eine Kopie seiner Anträge hat), gut ist auch etwas löslicher Kaffee für ein paar Tage und etwas Knastwährung (Tabak). Mit bargeld kann er da zum ANfang sowieso nichts anfangen, das wird abgenommen und erst viele Tage später steht das Knast-Konto dann zur Verfügung, und da weiß er noch nicht einmal, ob er darüber verfügen darf.

    Schade nur, daß der Freund sich noch weniger auskannte, und dann der STA noch 35 Euro Verfahrenskosten „geschenkt“ hat, das Geld wäre als Spende beim BdF viel besser aufgehoben.
    * Bezahlung reicht in der Hauptsache, um die Freiheit wieder zu erlangen.
    * Weiterhin wäre zu prüfen, ob die STA drohte, nur bei 60 Euro erfolgt eine Freilassung?
    Abschließend glaube ich, daß zumindest die Wegekosten von Burg nach Magdeburg und zurück wieder hereinzuholen sind, wenn die beiden Freunde sich diesen Aufwand antun wollen.

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  4. klulissenschieber schreibt:

    Leute. Immer ein Paar Ausfertigungen von K-Verträgen am Mann haben. Sofort ein gutes Geschäft machen. Alle Details auf den Verträgen notieren. Dienstausweisnummer usw. Dann ab mit den Verträgen zum ZEB (googlen) Der hat Körperschaftsrechte und holt das Geld von denen. Sind erst ein Paar Pfandrechte von Banken aus Nairobi aufgekauft und versilbert worden werden die Trolle in Massen wach. Lets go. Verträge ausdrucken. Hier gilt UCC !!!!!!!!

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