STEINBRUCH DEMOKRATIE: Gelsenkirchener Dialoge

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Das Projekt STEINBRUCH-DEMOKRATIE hatte heute um 19 Uhr wieder eine Veranstaltung. Zehn Teilnehmer fanden sich zusammen. Drei oder vier waren von den PIRATEN, ein 20-jähriger aktiver Sozialdemokrat und noch 2-3 weitere, die zumindest früher mal bei der SPD waren. Nur 3 oder 4 waren parteilos.

Es war vorgesehen, dass man in 3 Gruppen diskutiert. Dies kam bei einigen zunächst nicht an, weil angeblich befürchtet wurde, dass dies in dem kleinen Raum nicht möglich wäre. Ich war dafür dies zumindest auszuprobieren, und es hat auch gut funktioniert.

Der Vorteil für mich, es bildete sich eine Piratengruppe, eine SPD-Gruppe, und ich musste an beiden nicht teilnehmen. Der dritte eingeladene Experte kam von einer Energie-Genossenschaft. Dies hörte sich spannend an, und ich war zunächst froh, dass ich dort gelandet war, und nicht bei den beiden anderen Parteien-Gruppen. Leider war es dann doch nicht so spannend, weil es bei der Energie-Genossenschaft nur um eine Solaranlage auf einer Schule ging. Ich stehe dem Thema SOLAR skeptisch gegenüber, und hätte eine Genossenschaft für eine andere Energieform besser gefunden.

Nun war mir bekannt, meinem anwesenden Kollegen vom Montags-Stammtisch auch, dass es in Gelsenkirchen auf dem Dach der BOGESTRA eine Solaranlage gibt, die bis heute nicht richtig funktioniert.

Firmen „schmücken“ sich gerne mit einer Solaranlage, weil dies in der Vergangenheit durch das EEG-Gesetz sichere Gewinne versprach, und dem Unternehmen ein positives und umweltfreundliches Image gab. Ich brachte in die Diskussion ein, dass eine Anlage, bei der nach 2 Jahren bereits über 50% der Solarmodule kaputt waren, und die bis heute nicht vernünftig funktioniert, niemals gewinnbringend oder sogar umweltfreundlich sein kann. Dem Experten war das auch bekannt, aber keiner redet darüber, das wird schön verschwiegen.

Bei der anschließenden Diskussion in der großen Runde wurde mir zu viel Parteipolitik diskutiert. Nachdem der Moderator die Diskussion bereits beendet hatte, meldete ich mich einfach nochmal zu Wort, kritisierte dies, und bekam auch sofort Zustimmung. Weiterhin bemerkte ich, dass sich die Demokratie gerade in einem Umbruch befindet, weil durch das Internet endlich eine gewisse Pressefreiheit entsteht, dass heute Menschen mit einem Blog über 99000 Zugriffe in einem Jahr erreichen, die vorher von keiner Zeitung abgedruckt wurden. Auch dies fand allgemein Zustimmung. Weiterhin berichtete ich über meine gestrige Demo vor dem Amtsgericht und dem Zusammentreffen mit dem ehemaligen AWO-Mitarbeiter. Eine Frau, die mir bisher nicht besonders aufgefallen war, bestätigte mich, und meinte, dass wir heute in Deutschland weniger Demokratie und Rechtsstaatlichkeit hätten, als in Russland. Bemerkenswert war dabei, dass es sich dabei um eine Russin handelte, eine vermutlich jüdische Russin. Nach der Veranstaltung suchte besonders diese Frau den Kontakt zu uns, denn ich war nicht alleine bei der Veranstaltung, sondern einer vom Stammtisch „Alles Schall und Rauch/Schmerzhafte Wahrheiten“ war auch dort.

Einige der Anwesenden hatte ich schon mal gesehen. Der SPD-Verseuchte, dem sicherlich eine große Parteikarriere bevorsteht, ist stellv. JUSO-Vorsitzender, und war bei der SPD-Veranstaltung bei der es angeblich um das Thema Gerechtigkeit ging. Ich war bei dieser Veranstaltung, berichtete auch darüber, aber das Thema JUSTIZ kam bei der Gerechtigkeitsveranstaltung gar nicht vor.

Einige der Piraten waren auf dem Energiekongress der Stadt Gelsenkirchen, bei der die Stadt die weitere Zusammenarbeit mit RWE diskutierte, oder über Alternativen. Damals hatte ich dort die ABZ verteilt, u.a. auch an einige der heute anwesenden Piraten. Aber groß im Gespräch war ich bisher mit keinem der Anwesenden. Hier gab es also neue Kontakte.

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8 Antworten zu STEINBRUCH DEMOKRATIE: Gelsenkirchener Dialoge

  1. dirk rieck schreibt:

    17. Mai
    Ich suche leute aus Gelsenkirchen die auch im Sozialkaufhaus AWO Fundgrube Genzstraße 50 Beschäftig waren und mir Helfen können den Mistbrauch aufzudecken die AWO Bereichert sich über Spenden für Bedürftige und alle schaun weg das ist eine Schande für Gelsenkirchen PFÜI AWO

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    • beamtendumm schreibt:

      Auch hier wieder die Frage, ob das tatsächlich immer noch so ist. Immerhin gab es doch eine Strafanzeige. Auch wenn die von der Staatsanwaltschaft, wie üblich mit ziemlich schwachsinniger Begründung, eingestellt wurde, kann doch die AWO bzw. Mitarbeiter nicht so dumm sein, das so weiter zu machen.

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  2. Elena Gubenko schreibt:

    Korrektur: des jüdischen Lebens

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  3. Elena Gubenko schreibt:

    STEINBRUCH DEMOKRATIE: Gelsenkirchener Dialoge, Zitat:
    „Eine Frau, die mir bisher nicht besonders aufgefallen war, bestätigte mich, und meinte, dass wir heute in Deutschland weniger Demokratie und Rechtsstaatlichkeit hätten, als in Russland. Bemerkenswert war dabei, dass es sich dabei um eine Russin handelte, eine vermutlich jüdische Russin. Nach der Veranstaltung suchte besonders diese Frau den Kontakt zu uns…“

    Diese Frau war ich. Einige Infos über mich hier: http://www.freie-juedische-meinung.de/de/unsere-mission-forum-juedische-zukunft-de/367-unsere-autoren.
    Was ich damals gesagt habe, klingelte etwas anders. Also, meine Meinung aus der ersten Hand.

    Russland ist auf keinen Fall ein demokratisches Land. „Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“ – das nicht über Russland, bitte.

    Aber in Russland gibt es starke Opposition, u. a. hoch intellektuelle. Diese Opposition hat ihre Medien. Den freien Medien in Russland geht es nicht gerade leicht, aber sie existieren, aktiv über alles mögliche berichten, verbreiten ein breites Spektrum von Informationen und haben eine riesengroßes Zahl interessierter, dankbarer Zuhörer, Zuschauer, Leser, User usw. Also in Russland sind verschiedene Meinungen offen präsent, sind leicht zugänglich und haben große Resonanz. Die progressiven, nonkonformen Journalisten sind in Kreisen frei denkender Menschen sehr beliebt und respektiert.

    Im angeblich demokratischen Land Deutschland herrscht dagegen ideologische Diktatur, die etablierten Medien sind fast alle gleich. Die Berichte sind gefiltert, destilliert, tendenziös, politisch korrekt etc. Mainstream. Prokrustes-Bett. Gehirnwäsche.

    Welche Denkensrichtungen „gut“, „richtig“ sind und welche nicht, kommt von oben. „Die Stimme des Volkes“ kommt nicht in die Öffentlichkeit. Journalisten kommunizieren mit Eliten. Alternative Meinungen und alternative Medien haben hier schwer.

    Eine Illustration aus unserer Erfahrung, es geht um Darstellung des jüdischen Leben heute in Deutschland: http://www.freie-juedische-meinung.de/de/jueden-und-media/314-abbildung-zum-offenen-appell

    Das war nur ein Abschnitt. An dem Abend sagte ich mehr zum Thema STEINBRUCH DEMOKRATIE. Menschen wie ich, die aus diktatorischen Ländern kamen, haben eine besondere Sicht der Dinge…

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  4. Gehilfe-fürs-delikate schreibt:

    Also wer längere Zeit dort einmal mitten in der Bevölkerung gelebt hat, kennt vieles anders, als die Deutschen und Russische medien berichten. Habe damals zwei „Wenden“ in der UdSSR erlebt: 1. von Andropow zu Tzschernenko, 2. von Tzschernenko zu Gorbatschow.

    Es ist imer eine Frage, welche Person mit welchem eigenen Verhalten welche Angelegenheit gelöst oder verändert haben möchte, und welche Wege dazu die mit Erfolg sein werden.

    Dabei bevorzuge ich meist die Methode der kleinen Schritte über individuelle Lösungen, die bei ihrer Häufung dann zu einer generellen Veränderung führen können.

    Eine Generallösung, die von der Mehrheit der Menschen nicht angenommen (oder sogar abgelehnt) wird, hat aus meiner Sicht in der Praxis keine Chance.

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  5. Helmut Karsten schreibt:

    Mein Arzt ist juedischer Ex-Russe. Urspruenglich aus der Ukraine aber dann wurde der aus Moskau rausgelassen – in ’72 – als die keine gebildeten Juden in der UDSSR mehr haben wollten (wegen der Olympiade in Moskau). Juedische Russen haben damals die UDSSR schon kritisiert – machen das auch heute noch – obwohl ja auch im neuen Russland angeblich demokratische Zustaende herrschen sollten………..LOL.

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