Gefangener im Aufzug vergessen?

Dass die Justiz-Vernichtungs-Klinik nervös wird, darüber haben wir hier bereits berichtet.

Dass die Justiz-Vernichtungs-Klinik möchte, dass keine Informationen über die Miss- und Zustände dort in die Öffentlichkeit gelangen, war hier auch schon zu lesen.

Es muss also Ansporn sein, erneut über Missstände im JVK zu berichten.

Erst geht das JVK hin, diskriminiert Gefangene bei einer Ausführung zur UNI-Klinik durch gesetzwidrige Hand- und Fußfesselung, und jetzt wird dieser „gefährliche“ Gefangene, mit einer Herzleistung von nur noch ca. 15%, mindestens 30 Minuten im Aufzug „vergessen“.

Ist das ein Irrenhaus oder ein Knastkrankenhaus? Im geschloßenen Vollzug hat das Personal zu jeder Zeit zu wissen, wo sich ein Gefangener gerade aufhält. Schließlich wird jedem Gefangenen auch eine gewisse Fluchtgefahr unterstellt. Deshalb darf im geschlossenen Vollzug ein Gefangener außerhalb des Haftraums zu keiner Zeit ohne Bewachung sein. Wenn aber ein Gefangener angeblich 30 Minuten im Aufzug „vergessen“ wurde, trifft genau dies zu. Ja das ist ja dann ein Fall für die Dienstaufsicht. Darüber gehört sicherlich auch unser Justizminister informiert.

Bestand evtl. eine Fluchtgefahr, wäre es möglich gewesen den Aufzugschacht für einen Ausbruch zu nutzen? Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei dem Gefangenen lt. JVK eine konkrete, so hohe Fluchtgefahr bestehen soll, dass man ihn menschenunwürdig mit Hand- und Fußfesseln zur UNI-Klinik Münster gebracht hat, und die Fesseln selbst während der Blutabnahme etc. nicht abgenommen hatte.

Tatsächlich bestand zwar keine Fluchtgefahr, dass dies bei einem Inhaftierten mit nur noch ca. 15% schon medizinisch ausgeschlossen scheint, aber das JVK behandelt ihn ja gar nicht wie einen so Schwerkranken.

Und da ergibt sich gleich die nächste Frage. Welche Auswirkung hat, bzw. kann das auf den Gesundheitszustand eines Schwerkranken haben, wenn der eingeschlossen und vergessen, ohne medizinische Versorgung und Kontrolle in einem Aufzug eingesperrt ist.

Sogar Rufen und Klopfen führte nicht zu einem schnelleren Auffinden. Oder wollte man den „vergessenen“ Patienten gar nicht so schnell finden? Sollte hier vielleicht sogar gebarschelt werden?

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