Glück gehabt: Wuppertaler Katzenkillerkommando für Eichhörnchen nicht zuständig.

Zur Erinnerung.

Im Dezember 2011 fand ein Spaziergänger in Wuppertal eine Katze in einem Container. Er befreite das Tier und übergab es an die Polizei, welche die Katze ins Tierheim bringen wollte.

Dort kam die Mieze aber nicht an. Das Wuppertaler Katzenkillerkommando hat die Streunerin auf der Wache erschossen. Mit wie vielen Kugeln ist allerdings nicht bekannt.

Als Grund für die Hinrichtung, das Katzenkillerkommando bezeichnete es als „Gnadenschuss“, wurde angegeben, dass es der Mieze im Polizeigewahrsam plötzlich immer schlechter ging.

Durchaus glaubhaft und nachvollziehbar, denn schließlich berichten auch Menschen die im Polizeigewahrsam waren, dass es ihnen dort plötzlich sehr schlecht ging. In München soll eine Dolmetscherin auf der Polizeiwache sogar mehrfach mit dem Kopf gegen die Wand gelaufen sein. Danach ging es ihr auch sehr schlecht.

Nicht auszuschließen, dass es also auch der Katze in Polizeiobhut plötzlich ganz schlecht ging.

In Dortmund gab es nun einen spektakulären Fall eines Eichhörnchens. Für Dortmund und das Eichhörnchen ist das Wuppertaler Katzenkillerkommando nicht zuständig, deshalb gab es dort auch einen ganz anderen Ausgang.

(Wirklich jämmerlich sieht der kleine Nager aus. Nicht auszudenken wie viele „Gnadenschüsse“ das Tierchen vom Wuppertaler Katzenkillerkommando erhalten hätte.)

Ein Eichhörnchen war in den Dortmund-Ems-Kanal gefallen. Da die Wände dort zu steil waren kam es nicht mehr allein ans Ufer. Ein Feuerwehrboot sah den Überlebenskampf des Nagers und eilte ihm zu Hilfe. Zunächst versuchte man das Tier mit der Mütze aus dem Wasser zu fischen. Als das Tier dann unterging, gelang es einem Feuerwehrmann das Tier zu packen und in das Boot zu ziehen.

Das Eichhörnchen war am Ende seiner Kräfte und zitterte am ganzen Körper. Es hatte schon reichlich Wasser geschluckt, das es jetzt wieder ausspuckte. Der Feuerwehrmann wickelte den geretteten Waldbewohner in seinen Pullover und erwärmte es damit.

Zum Glück hat eine Feuerwehruniform nicht die selbe Wirkung auf ein Tier wie eine Polizeiuniform. Während es der Katze in Wuppertal beim Anblick der Polizeiuniform anscheinend immer schlechter ging, erholte sich das Eichhörnchen beim Anblick der Feuerwehruniform.

Telefonisch wurde mit einer Tierklinik vereinbart, dass Eichhörnchen dort abzugeben und es unter eine Wärmelampe wieder auf Betriebstemperatur zu bringen. Das Eichhörnchen wurde dort zwar vorbeigebracht, aber die Betriebstemperatur hatte es offenbar schon wieder erreicht. Bei der Übergabe biss es seinen Retter zum Abschied noch in den Finger, so dass nun der Feuerwehrmann ärztliche Hilfe brauchte.

Mal angenommen, in Wuppertal hätte die Katze ähnlich reagiert, oder vielleicht nur in die Ecke gepinkelt, vielleicht hätte dies dann zum „Gnadenschuss“ geführt. Da hatte unser Eichhörnchen aus dem Kanal aber mehr Glück, denn die Dortmunder Feuerwehr ist nicht so gut bewaffnet, wie die Wuppertaler Polizei.

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5 Antworten zu Glück gehabt: Wuppertaler Katzenkillerkommando für Eichhörnchen nicht zuständig.

  1. Bernd Vogt schreibt:

    „Die Gegenwart hat eine lange Vergangenheit“…

    …auch und besonders was die POLIZEI* und deren Taten auf Deutschem Boden angeht!

    Schon im sog. „Dritten Reich“ soll sich die Polizei* (GeStaPolizei) äußerst unrühmlich hervor getan haben! Sicher nur aus reiner „Notwehr“ sollen durch Polizei*-Erschießungskommandos u.a. auch unzählige Kinder und Säuglinge erschossen worden sein! Siehe hier den Bericht der Münsterschen Zeitung aus dem Jahr 2011:

    http://www.google.de/imgres?q=erschie%C3%9Fungskommando+der+gestapo&start=231&um=1&hl=de&sa=X&biw=1092&bih=514&tbm=isch&tbnid=SlrFBiLyESW9iM:&imgrefurl=http://www.muensterschezeitung.de/1243557&docid=br1wbiBQ9_nIeM&imgurl=http://www.muensterschezeitung.de/storage/pic/mdhl/artikelbilder/lokales/mz-mlz-evz-gz/mslo/ms_s/2392731_1_ns-polizei.jpg%253Fversion%253D1302014757&w=1024&h=662&ei=lHdwULr8C-Ll4QSIlIDQBw&zoom=1&iact=hc&vpx=324&vpy=58&dur=5183&hovh=180&hovw=280&tx=151&ty=143&sig=118166489666009508224&page=16&tbnh=144&tbnw=208&ndsp=13&ved=1t:429,r:10,s:231,i:185

    Bernd Vogt
    Netzwerk Menschenrechte

    *Polizei = Markenzeichen, eingetragen in Bayern

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  2. Pingback: Winke, winke! | Beamtendumm

  3. korte schreibt:

    Vielleicht ist die Katze ja nur nicht der Ladung zum „Strafantritt“ wegen Beleidigung eines „Armenleuchters“ (so bezeichnete ich einen Staatsanwalt, der Unschuldige anklagt) nicht gefolgt und hat das Pech gehabt, nicht vor dem Einbruch durch die Polizei und der „Durchsuchung“ entkommen zu können. Ob der Herrgott die Abzugshähne der Polizeiwaffen blockiert hatte, ich nur deshalb nicht erschossen, sondern nur mißhandelt worden bin, als ich dann ein paar Tage später die Polizei zecks „Verhaftungswunsch“ besucht hatte ? Muß ich mich jetzt bei der Polizei bedanken oder bei Gott oder dem wuppertaler Knastarzt, der sich weigerte die Prellungen und Blutergüsse zu behandeln und zu attestieren ?

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  4. nic.schooldyk schreibt:

    Katze erschossen? Ganz klar, Notwehr !

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    • beamtendumm schreibt:

      Ich weiß nicht. Soll ich an Notwehr glauben, wenn die nur einen Schuss abgegeben haben sollten?
      Haben Sie denn Hinweise darauf, dass mindestens 5 Schuss abgegeben wurden?
      Denn ab 5 Schuss ist doch die Notwehr erst glaubhaft.

      Ich bin ja so froh, dass ich so ein gutes Verhältnis zur Gelsenkirchener Polizei habe.
      Noch im Februar 2012 haben mir 2 Beamte noch den Rollstuhl von der Straße auf den Bürgersteig geschoben, weil das Teil kaputt war. Sie hätten mir auch den Gnadenschuss verpassen können, damit ich nicht länger in der Kälte stehen muss. Ich war bestimmt schon am Zittern, wie die Katze auf der Wache in Wuppertal.

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