JVA Burg: Abenteuerliche Umstände führten zur Flucht.

Noch immer suchen 20 Zivilfahnder des Landeskriminalamtes von Sachsen Anhalt nach dem geflohenen Strafgefangenen. Und die Justiz arbeitet ihre Versäumnisse auf.

Der Flüchtige hatte noch einer Haftstrafe bis 2024 vor sich, zu dem war auch noch Sicherungsverwahrung angeordnet. Dennoch hatte der Gefangene bereits Haftlockerungen. Bereits fünf Mal war es den Gefangenen erlaubt worden seinen Sohn, in Begleitung zweier Justiz Wachleute, außerhalb der JVA Burg zu besuchen. Ein Besuch am Geburtstag des Kindes war abgelehnt worden, weil dort so viele Personen in der Wohnung zu erwarten waren.

Anders als geplant waren auch an den verschobenen Termin zahlreiche Personen in der Wohnung. Neben dem Sohn des Gefangenen war auch seine Mutter anwesend sowie zwei weitere Frauen mit ihren Kindern. Da die Kinder ständig zwischen Wohnung und Spielplatz pendelten ließ die Mutter den Wohnungsschlüssel von außen in der Wohnungstür stecken. Dies nutzte der ehemalige Gefangene. Er floh aus der Wohnung und schloss diese von außen einfach ab. Danach verschwand er, werden die zurückgebliebenen Beamten zunächst die Polizei telefonisch von der Flucht informierten, und dann spielende Kinder bitten mussten die Wohnungstür von außen zu öffnen.

Gegen die beiden Justiz Wachleute gibt es seit dem fünfzehnten August ein Disziplinarverfahren. Eine Suspendierung vom Dienst habe es aber noch nicht gegeben. Ungeklärt ist bisher, ob die Beamten von dem in der Wohnungstür steckenden Schlüssel Kenntnis hatten.

Der Flüchtige war seit sechs Jahren in Haft und hatte noch zwölf Jahre vor sich. Hinzu kommt noch die eventuelle Sicherungsverwahrung. Da erscheint es mehr als merkwürdig, dass der Mann als Haftlockerung bereits fünfmal seinen Sohn außerhalb der Anstalt besuchen durfte.

Die JVA Burg hat bereits auf den Vorfall reagiert. Zukünftig werden alle Gefangene vor einer Ausführung nochmals fotografiert.

Richtig so, meint der Beamtendumm-Förderverein. Wenn die Gefangenen schon nicht mehr wiederkommen, habt ihr wenigstens noch Abschiedsfotos von ihnen. Und zukünftig kann man dann noch eine nette Bildergalerie aller Häftlinge in den Fluren aushängen, die das Leben in Freiheit dem Knastleben vorzogen. Das müsste doch motivieren.

Aber vielleicht wird dieser Bilderaktion auch schon bald wieder aus Kostengründen reduziert. Man könnte doch die Gefangenen vor der Ausführung fragen ob sie vor hätten zu flüchten. Wird die Frage mit „nein“ beantwortet, dann kann man sich die Kosten für das Foto sparen. (Brüller, hahahahahahaha – Wer den Gefangenen nicht mehr hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!)

https://beamtendumm.wordpress.com/2012/08/14/jva-burg-haftling-verabschiedet-sich-bei-ausgang/

Dieser Beitrag wurde unter Folterknast, Gefängnis, Justizvollzugsanstalt, JVA, Knast, Massregelvollzug abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.