JVA Burg: Häftling verabschiedet sich bei Ausgang

Seit 2006 saß der Mann in Haft. 18 Jahre hatte man ihm aufgebrummt. Kein kleines Kaliber also. Seine Straftaten bestanden aus Körperverletzung, räuberische Erpressung und Vergewaltigung. Da ergeben sich einige Fragen.

Auch wenn die Straftaten schon massiv klingen erscheint als Gesamtstrafe 18 Jahre recht viel. Aber da mir der Fall nicht näher bekannt ist, kann auch keine qualifizierte Bewertung abgegeben werden.

Von den 18 Jahren hat er erst 6 Jahre gesessen. Und da bekommt er als Haftlockerung begleiteter Ausgang um seine Sohn zu sehen? Das erscheint ja noch erstaunlicher.

Wäre es eine Beerdigung oder eine schwere Erkrankung gewesen, dann wäre dies sicherlich noch gerechtfertigt gewesen. Aber einen einfachen Besuch des Sohnes?

Der hätte seinen Vater auch im Knast besuchen können.  Was anderes wäre es gewesen, wenn der Gefangene noch 2 bis 3 Jahre offen hätte. Dann sind solche Haftlockerungen angebracht und nachvollziehbar, aber nicht wenn noch 12 Jahre offen sind.

Und es ist auch kein Einzelfall in Sachsen-Anhalt. Dort scheint der Knast löchriger zu sein als jeder Schweizerkäse.

2011 sind allein aus dem Massregelvollzug Bernburg 29 Menschen geflüchtet, teilweise vier an einem Tag. Erst im August 2012 sind erneut 2 Gefangene von dort ausgebrochen. Und nun nur 4 Tage später die Flucht des Gefangenen während einer zweifelhaften Ausführung.

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7 Antworten zu JVA Burg: Häftling verabschiedet sich bei Ausgang

  1. Pingback: JVA Burg: Abenteuerliche Umstände führten zur Flucht. | Beamtendumm

  2. beamtendumm schreibt:

    HeKa hat (noch immer) keine Ahnung vom Knast.

    Da lässt sich einer 12 Jahre (4580 Tage) vor Strafende zur Spielstunde mit seinem Sohn ausführen, und HeKa lässt sich 60 Tage vor Haftende gefesselt durch die Rentenversicherung jagen.

    Hätte er doch mal eine Woche nach Rechtskraft des Urteils einen Antrag auf ein Saufgelage mit dem nur 24 Mal vorbestraften Alkoholiker gestellt, oder auf eine Diskussionsrunde mit dem als Polizeispitzel bekannten Schmierlappen, dem unbegleitetem Ausgang wäre bestimmt zugestimmt worden. Was soll schon passieren, wenn man an einem Saufgelage mit einem bayrischen Held, außerhalb des Freistaats als Alkoholiker bezeichnet, teilnimmt. Oder an einem Gesprächskreis mit einem psychisch gestörtem Schmierlappen.

    Besonders in Bayern kommt es darauf an, die richtigen Anträge zu stellen. Hätte er doch wissen können. Schließlich ist seinem Antrag auf zügige Verlegung in die Folter- Therapiezelle 222 gerne und zeitnah zugestimmt worden.

    Bayern: Wir stehen für Fortschritt, bei uns darf jeder freislern.

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    • Helmut Karsten schreibt:

      Jaaa…… „schliesslich ist meinem Antrag auf verlegung in die Folterzelle 222 ja auch umgehend stattgegeben worden !“ LOL, DER war gut !
      Aber so ganz JEDER darf auch in BY nicht freislern. Da muss man schon „D…..‘ heissen, so wie mein Schlaeger-Spitzel ………oder wie der Kripomann, der mich zur kriminalpolizeilichen forensischen Untersuchung fuhr ‚D…….“ Er sagte noch „ich heisse naemlich auch ‚D……“, natuerlich nicht verwandt oder verschwaegert“ Dann hat er gegrinst. Oder wie der Vollzugsrichter des LG – zustaendig fuer die 64’er Faelle (auch ‚D‘).

      Uebrigens, wissen Sie wie der letzte SS-Fuehrer des Frankengau geheissen hat ? Gelebt hat der in……….WO ? Na, sowas !

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  3. Helmut Karsten schreibt:

    Wahnsinn ! Mich hatten die, wegen Verweigerung des 64’ers, bis zum letzten Tag behalten. So weit, so schlecht. Jedoch als die Untersuchung – wegen meiner Arbeitsunfaehigkeit/Grundsicherung – anstand, habe ich KEINEN Ausgang bekommen. Wohlgemerkt, das war in den letzten 60 Tagen meiner 30 Monate, wegen Notwehr. Oder besser wegen gef. KV – wie die bayerische Justiz das eben so freislert.

    Uebrigens:. Sexualdelikt hatte ich ja bekanntlich auch keines und war ein nicht vorbestrafer ‚Ami‘ bez. Ersttaeter !

    Die Untersuchung habe ich schon bekommen. Aber die Franken liessen es sich nicht nehmen, mich gefesselt durchs LVA-Gebaede zu fuehren. Ich wette, dass denen das soviel Spass machte, dass die nass im Hoeschen wurden…………

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    • beamtendumm schreibt:

      Ja, manche brauchen das. Wir haben einen „Richter“ in Gelsenkirchen für den lautet die persönliche Viagra-Ersatztherapie regelmäßig 18 Monate Haft ohne Bewährung. Seine Frau wird es vielleicht freuen. Immer wenn der aus dem Antrag der STA, 6 Monate mit Bewährung“ oder aus 600 € Geldstrafe – 18 Monate Haft, meist ohne Bewährung, machen kann, dann kriegt er ne Latte, der Rotthänger.

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